Aktuelle Ausgabe 6/2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: iStock.com/Lightstone-Media (Montage)

 

CETA - viele Chancen für den Mittelstand

Für viele Menschen sind Vereinbarungen wie Freihandelsabkommen schwer verständliche Kost. Nichts desto trotz wissen wir, wie vorteilhaft ein globales Welthandelsabkommen für die heimische Wirtschaft wäre: 56.000 Unternehmen leben hierzulande vom Außenhandel.

 

Von Marie-Theres Ehrendorff

 

Foto: 123rf.com

 

Österreich ist eine Exportnation: sechs von zehn Euro sowie jeder zweite Arbeitsplatz sind vom Außenhandel bestimmt. Neben dem EU-Binnenmarkt sind vor allem Handelsabkommen mit Staaten außerhalb Europas ein wesentliches Instrument, um Exporte zu fördern und Arbeitsplätze zu schaffen. Handelsabkommen sind für österreichische Betrieben eine Chance, die Regeln der Globalisierung nach den Vorstellungen und Interessen der heimischen Unternehmer zu gestalten.

 

Kanada ist Österreichs 26-wichtigster und für die Europäische Union der elftwichtigste Handelspartner und somit für 1,8 Prozent des gesamten europäischen Außenhandels verantwortlich. Das entspricht einem Volumen von über 63 Milliarden Euro im Jahr 2015. Für Kanada ist die Europäische Union, nach den USA, sogar der zweitwichtigste Handelspartner und für fast zehn Prozent des gesamten kanadischen Außenhandels verantwortlich.

 

Ein funktionierendes globales Welthandelsabkommen könnte den Wohlstand von Milliarden Menschen sichern, indem Millionen Jobs geschaffen würden, was ein prosperierendes Wirtschaftssystem zur Folge hätte. Dass es dennoch schwer umsetzbar ist, dürfte wohl unter anderem darin liegen, dass einflussreiche Gruppen zu Verlierern werden, die aktuell auf Kosten anderer ihren Profit einfahren.

 

US-Präsident Donald Trump hat der Hoffnung auf den freien Welthandel einen ordentlichen Dämpfer verpasst, und das handelspolitische wie sicherheitspolitische Klima zwischen den vier Mächten: Amerika, China, Russland, Europa – empfindlich gestört.

 

Den gesamten Artikel finden Sie in unserer aktuellen Ausgabe.

Michael Ludwig: Neo-Rathausmann mit Polit-Know-how

Alles neu macht der Mai – und so hat die Bundeshauptstadt Wien jetzt auch ein neues Stadtoberhaupt bekommen. „Akzente für die Zukunft“ will der neue Bürgermeister Michael Ludwig setzen: gestalten, statt verwalten und verbinden statt spalten.

 

Von Marie-Theres Ehrendorff

 

Foto: APA/Georg Hochmuth

 

Das Verbindende zeichnet den ehemaligen Wiener Wohnbaustadtrat bereits seit Langem aus, was ihm bei seiner Wahl im Gemeinderat auch Stimmen der Opposition einbrachte. „Das ist sicher eine gute Basis für eine weitere Zusammenarbeit“, ist Ludwig erfreut. Vorschusslorbeeren, die er jetzt mit Taten erfüllen will. „Ich versuche, mich mit allen Fraktionen inhaltlich auseinanderzusetzen und im Dialog zu stehen".

 

Im Dialog stehen soll auch sein Team. Dieses auszuwählen, war für Ludwig eine selbstgestellte Herausforderung, der er sich wohl überlegt stellte. „Es war deswegen schwer, weil ich mir selbst einige Aufgaben gestellt habe. Ich wollte von Beginn an eine Geschlechterparität erreichen. Ich habe mir auch vorgenommen, dass die Hälfte der Stadtregierung aus einem politischen Mandat kommen soll, die andere eben nicht. Ich habe mir außerdem vorgenommen, auch eine Person zu nominieren, die nicht parteigebunden ist". Was er mit Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler auch verwirklicht hat. „Sowohl innerparteilich als auch in der Bevölkerung sind meine personellen Vorschläge positiv zur Kenntnis genommen worden“, so das neue Stadtoberhaupt.

 

„Wenn man ein starker Bürgermeister sein will, dann muss man halt manchmal auch Entscheidungen treffen, wenn einem der Wind entgegenbläst“, befindet Michael Ludwig. Von vorgezogenen Wahlen in Wien hält er, zumindest derzeit noch nichts, auch wenn das Beispiel aus dem Jahr 2001, das der SPÖ angesichts der schwarz-blau Koalition auf Bundesebene, wieder die absolute Mehrheit bescherte, eine logische Analogie hätte. „Wir haben eine Koalitionsvereinbarung mit den Grünen getroffen, wo wir schon sehr viele Punkte abgearbeitet haben, wo aber auch noch einige Punkte offen sind. Das sollten wir erledigen, bevor es zu Wahlen kommt. Ich gehe davon aus, dass wir bis 2020 diese Punkte abarbeiten. Aus strategischen Gründen sollte man nie eine Wahl vom Zaun brechen".

 

Den gesamten Artikel finden Sie in unserer aktuellen Ausgabe.

(Geheime) Netzwerke in Politik und Wirtschaft

Netzwerke sind essenzieller Bestandteil in Wirtschaft und Politik. Wer sich berufliche Kontakte aufbauen will, kommt an Online-Netzwerken wie Xing und LinkedIn heutzutage nicht vorbei. Doch es gibt auch zahlreiche „analoge“ Netzwerke von Studentenverbindungen bis hin zu Freimaurer und Co. Welche Rolle spielen (geheime) Netzwerke in Politik und Wirtschaft und wie soll die Gesellschaft mit Ihnen umgehen? Wir sprachen mit dem Juristen und Politologen Prof. Dr. Klaus Poier von der Karl-Franzens-Universität in Graz.


Interview von Stefan Rothbart.

 

Foto: Fischer

 

Der Einfluss diverser Netzwerke und Verbindungen auf die Politik und deren Vernetzung mit der Wirtschaft wird immer wieder in Österreich zum Thema gemacht. Wie ist dieser Einfluss aus Ihrer Sicht zu bewerten und welche Rolle spielen die Medien dabei?

 

Poier: In der öffentlichen Diskussion haftet den Begriffen „Netzwerke“ und „Verbindungen“ immer ein Geruch des Unanständigen an. Dabei ist das Zusammenarbeiten zwischen Menschen, Vertrauen aufzubauen, gemeinsame Ziele zu verfolgen, etwas Grundnotwendiges in jeder Gesellschaft. Das zeigte sich schon beim gemeinsamen Jagen oder sich schützen in den Urgesellschaften und ist vom Prinzip her auch in unserer heutigen modernen Welt nicht anders, wahrscheinlich angesichts der gestiegenen Komplexität sogar noch notwendiger. In den Medien vermisse ich oft diese Vermittlung der positiven Aspekte, während fast ausschließlich negative Erscheinungen, die freilich zurecht aufgezeigt werden müssen, betont werden.

 

Das gesamte Interview finden Sie in unserer aktuellen Ausgabe.

Hier finden Sie die vollständige Ausgabe der Wirtschaftsnachrichten Donauraum zum Nachlesen.