Grünes Start-up im richtigen Fahrwasser

Die Greenstorm Mobility GmbH hat sich das Ziel gesetzt, Europas größtes Händlernetzwerk für gebrauchte Top-E-Bikes zu werden. Mit einem innovativen Verleihkonzept stellt das Unternehmen aus Söll, Österreich, der Hotellerie für einen bestimmten Zeitraum kostenfrei E-Bikes, Elektroautos sowie Ladestationen zur Verfügung. Als Gegenleistung erhält Greenstorm leerstehende Zimmer. Diese veräußert die Firma in Form von Hotelgutscheinen weiter. Nach Ende der Verleihfrist wartet das Unternehmen die gebrauchten Top-E-Bikes und bietet sie zum Kauf an. Mit diesem Konzept spricht Greenstorm nicht nur B2B-Kunden wie Hoteliers und Sporthändler, sondern auch Endkunden an.

Aktuell beschäftigt die Firma 52 Mitarbeiter. 2017 erreichte sie im Wachstumsranking österreichischer Unternehmen den vierten Platz. Zudem erhielt Greenstorm im gleichen Jahr den Tiroler Innovationspreis in Silber. Heuer zählt Greenstorm unter anderem zu den Ausgezeichneten beim German Innovation Award und beim Österreichischen Innovationspreis Tourismus. International befindet sich das Unternehmen auf Expansionskurs und ist neben Österreich, Deutschland, der Schweiz und Italien seit 2018 auch in Kroatien und Slowenien aktiv.

 

Nun hatten die Crowdinvestoren des Tiroler Start-ups berechtigten Anlass zur Freude. Der Grund: Ende Mai haben sie die erste von insgesamt zehn geplanten Zins- und Tilgungszahlungen erhalten. „Wir freuen uns noch immer, dass uns 574 Investoren so viel Vertrauen geschenkt haben“, sagt Philipp Zimmermann, einer der beiden Geschäftsführer von Greenstorm, sichtlich angetan. Gemeint ist das Kapital in Höhe von 1.218.800,00 Euro, das in einer erfolgreichen Crowdinvesting-Kampagne auf der Plattform CONDA sechs Monate lang akkumuliert worden ist – von November 2017 bis April 2018. „Nun ist die Zeit gekommen, eines unserer Versprechen für die Investoren einzulösen“, fügt Zimmermann hinzu. Rund 131.000,00 Euro schüttete Greenstorm als erste Tranche der vereinbarten zehn Zins- und Tilgungszahlungen aus, die halbjährlich stattfinden. Die Basisverzinsung des investierten Kapitals belief sich für diese erste Auszahlung auf 6 Prozent, respektive 6,5 Prozent für Investoren der ersten Stunde. Zusätzlich konnten sich die Anleger über eine Bonusverzinsung ihrer Investition in Höhe von 0,406% freuen, weil das Unternehmen für den Jahresabschluss 2017/2018 ein positives Betriebsergebnis in Höhe von rund 620.000,00 Euro verzeichnet hat.

 

Foto: Greenstorm

Jana Trettenbrein wird Managing Director

Seit vier Jahren ist Jana Trettenbrein Teil des Teams von peerpr GmbH Agentur für Marketing & PR und wickelt sämtliche Projekte für die umsatzstärksten Kunden ab. Nun übernimmt sie ab 1. Juli offiziell die Funktion des Managing Directors in der Agentur.

 

Jana Trettenbrein hat das Studium der Germanistik und den Medienlehrgang an der Karl-Franzens-Universität absolviert sowie den Lehrgang für Werbung und Marktkommunikation am WIFI Steiermark abgeschlossen. In Zukunft wird sie sich als Managing Director bei peerpr federführend um die interne Organisationsentwicklung sowie um das Campaigning für Klienten kümmern, während sich Geschäftsführer Richard Peer verstärkt auf Strategieprozesse und Akquise konzentriert.


„Ich blicke meinen neuen Herausforderungen motiviert entgegen und glaube, dass ich mit der Symbiose aus Erfahrung im Projektmanagement, fachspezifischem Know-how in der Kommunikationskonzeption und Textsicherheit gut für meine kommenden Aufgaben gerüstet bin. Der Fokus meiner Arbeit wird sich künftig auf zwei Bereiche aufteilen: Einerseits kümmere ich mich ab sofort um die interne Führung und Entwicklung des Teams, andererseits werde ich mich verstärkt auf die operative Umsetzung sowie Kampagnenkonzeption für unsere Klienten konzentrieren.“

 

Foto: Fischer

Würdiger Abschluss der AMS-Tour

Der diesjährige Business Dialog des AMS Vorarlberg fand unlängst bei der Firma Doppelmayr Seilbahnen GmbH in Wolfurt statt. Rund 200 Personalverantwortliche aus unterschiedlichen Unternehmen folgten der Einladung und erlebten einen spannenden und informativen Abend. Top Keynote-Speaker Nils Hafner, Professor für Kundenbeziehungsmanagement an der Hochschule Luzern, zeigte in seinem Vortrag, wie Unternehmen die Herausforderungen im Bereich der Kundenbeziehung meistern und mithilfe der Digitalisierung zukunftsfähige Dialoge sowie positive Kundenerlebnisse gestalten können. Der AMS-Business Dialog bildete den Abschluss der Informationskampagne „AMS on tour 2018“, bei der insgesamt 420 heimische Betriebe besucht und dabei 2.518 Stellen aufgenommen wurden.

 

Foto: AMS Vorarlberg

Start einer weltweiten Mechatronik-Allianz

Künstliche Intelligenz, autonomes Fahren, 3D-Druck, Internet der Dinge – all diese Technologietrends haben eines gemeinsam: Die Basis für ihre Weiterentwicklung bildet Mechatronik-Know-how. Um diese europäische Schlüsseltechnologie gemeinsam voranzutreiben, haben sich 18 Mechatronik-Initiativen aus zehn europäischen Ländern Mitte Mai in Linz getroffen, um einen europaweite Allianz von Mechatronik-Cluster zu starten. Organisatoren waren der Mechatronik-Cluster der oö. Standortagentur Business Upper Austria und die niederländische Region Nordbrabant. „Die Mechatronik ist das Rückgrat der Wirtschaft“, betonte Vizegouverneur Bert Pauli aus Nordbrabant bei der Eröffnung.

 

Foto: Business Upper Austria

Zweite Sparkasse in Graz wird zehn Jahre alt

Am 15. Mai 2008 eröffnete die Zweite Sparkasse ihre erste Filiale in Graz. Mit einer Investitionssumme von rund 1,5 Millionen Euro war die Steiermärische Sparkasse wesentlich am Aufbau in Graz beteiligt und ist der Zweiten Sparkasse als verlässlicher Partner in den letzten zehn Jahren zur Seite gestanden. Die Zweite Sparkasse arbeitet mit Wohlfahrtsverbänden wie der Caritas und Beratungsorganisationen wie der Schuldnerberatung zusammen. Voraussetzung für ein Konto bei der Zweiten Sparkasse ist, von einem dieser Partner als Kunde empfohlen zu werden. So besonders die Kundinnen und Kunden der Zweiten Sparkasse sind, so besonders ist auch ihr Personal. Vom Vorstand bis hin zu den Betreuern sind österreichweite mehr als 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ehrenamtlich tätig, um Kunden, die es im Finanzleben besonders schwer haben, eine zweite Chance zu geben.

 

Foto: Margit Kundigraber

EU-Arbeitsmarktbehörde nach Wien

Die europäischen Lohnniveaus gleichen sich nicht an, sondern bleiben auf dramatisch unterschiedlichen Niveaus. Der Lohndruck in Europa steigt – mit großen Auswirkungen auf den österreichischen und den Wiener Arbeitsmarkt. Auf Druck der Sozialdemokraten und Gewerkschaftern hat die EU-Kommission im März 2018 endlich den Gesetzesvorschlag für eine europäische Arbeitsmarktbehörde präsentiert, die grenzüberschreitend gegen Lohn-und Sozialdumping vorgehen soll. Wo die neue EU-Behörde angesiedelt sein wird, ist noch offen. Zum Schulterschluss zwischen Wien und Europa kam es zwischen Stadtrat Michael Ludwig, Delegationsleiterin der SPÖ-EU-Abgeordneten Evelyn Regner, SPÖ-Nationalratsabgeordneten Josef Muchitsch sowie der EU-Abgeordneten und Berichterstatterin für die Entsenderichtlinie Agnes Jongerius, die sich für den Standort Wien stark machen.

 

Foto: PID

Bundesforste bilanzieren mit zweitbestem Ergebnis in der Unternehmensgeschichte

Die Österreichische Bundesforste AG (ÖBf AG) erwirtschaftete 2017 das zweitbeste Ergebnis seit der Ausgliederung aus der Bundesverwaltung 1997. „Das Geschäftsjahr zeigte sich trotz guter Wirtschaftslage voller Turbulenzen. Trotz erneuter Wetterkapriolen, hohem Schadholzanfall und einem sehr volatilen Holzpreis auf einem käuferfreundlichen Markt konnten wir ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielen“, zieht Rudolf Freidhager, Vorstandssprecher und Vorstand für Forstwirtschaft und Naturschutz der ÖBf AG, eine erfreuliche Bilanz. „Wir schreiben das zweitbeste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte.“

 

Die Betriebsleistung kam mit 235,6 Mio. Euro um 4,3 % über dem Vorjahr (225,8 Mio.) zu liegen, der Gewinn vor Steuern (EBT) stieg um 38,0 % von 21,6 Mio. auf 29,8 Mio. Euro. Auch das EBITDA lag mit 44,1 Mio. Euro um 18,9 % deutlich über dem Vorjahreswert (37,1 Mio.) ebenso wie das EBIT, das um 45,3 % auf 32,4 Mio. Euro (Vorjahr: 22,3 Mio.) angestiegen ist. Größte Herausforderung war neben dem dynamischen Holzmarkt der Klimawandel und seine Folgen. Das zeigt sich nicht zuletzt an dem unverändert hohen Schadholzanteil von 46 % (2016: 51 %), der fast zur Hälfte auf Schäden durch Borkenkäfer zurückzuführen ist. „Allen Widrigkeiten zum Trotz haben wir durch intensive Steuerung die nachhaltige Holzerntemenge zum siebten Mal in Folge einhalten können“, so Freidhager anlässlich des vor kurzem stattgefundenen Bilanz-Pressegesprächs. „Unser Ziel bleibt weiterhin, der Natur nicht mehr zu entnehmen als nachwächst und damit nachhaltig die Substanz für nächste Generationen zu sichern – und das auch in Zeiten, in denen uns der Klimawandel durchschnittlich 15 Millionen Euro jährlich kostet“, betont Freidhager. 2017 wurden 1,484 Mio. Erntefestmeter (Efm) geerntet (2016: 1,515 Mio. Efm) und auch für das laufende Jahr 2018 wird ein punktgenaues Holzernteziel von 1,5 Mio. Efm angestrebt.

 

Foto: APA/L. Schedl

Seltenes Handwerk aus dem Salzkammergut

Dass Tracht und Handwerk nicht nur Tradition, sondern auch Zukunft haben, bewies die sechste Ausgabe der Villa Seiler Gespräche der Zürcher Kantonalbank Österreich AG in Linz. Auf Einladung der Privatbank gaben der Schuster Philipp Schwarz aus Bad Goisern („der Goiserer“) und der Lederhosenmacher Rudolf Daxner aus Ebensee Einblicke in ihren Handwerksberuf, der für sie eine echte Berufung ist. Die Leidenschaft und die Perfektion, mit der sie ihre Tätigkeit ausüben, machen die Erzeugnisse zu etwas Besonderem.

 

Der erst 27-jährige Schuster Philipp Schwarz aus Bad Goisern steht für den originalen Goiserer und verkörpert die Tradition des auf das 19. Jahrhundert zurückgehenden Schuhs. Ursprünglich ein Bergschuh, wurde der Goiserer weiterentwickelt und immer alltagstauglicher. Was ihn auszeichnet, ist die Zwienaht – eine von Hand genähte Doppelnaht. „Die Beständigkeit und das seltene Handwerk der zwiegenähten Schuhe haben mich fasziniert. Dieses Handwerk beherrschen in Österreich nur mehr wenige“, berichtet Schwarz. Ungewöhnlich ist, dass er seine Schusterlehre erst als Erwachsener begonnen und so seinen Traum von der eigenen Schusterei verwirklicht hat. Die Leidenschaft für das Handwerk hat er bei Schuhtests der Nordischen Kombinierer entwickelt. „Den Schuh sollte man nicht nur zu besonderen Anlässen, sondern so oft wie möglich tragen, da er dem Fuß angepasst ist und sogar körperliche Schwachstellen ausgeglichen werden können“, empfiehlt Schwarz.

 

Pro Schuh sind etwa 25 bis 30 Stunden Arbeit nötig, die Schusterei von Schwarz produziert etwa 70 Paar Goiserer pro Jahr. Sein jüngster Kunde ist 18, seine älteste Kundin 86. Auch Promis wie Arnold Schwarzenegger oder Hubert von Goisern sind Kunden, doch Schwarz betont: „Jeder Kunde ist gleich viel wert.“

 

Traditionelle Handwerkskunst in höchster Perfektion ist auch das Credo des zweiten Gastes der Villa Seiler Gespräche, Lederhosenmacher Rudolf Daxner aus Ebensee. Das Handwerk bekam er von den Eltern vorgelebt, mit 13 Jahren war sein beruflicher Werdegang für ihn beschlossene Sache.

Die seltene Lehre begann Daxner gemeinsam mit zwei weiteren Jugendlichen, doch bereits im zweiten Jahr fand er sich als einziger Lehrling in der Berufsschule wieder. „Die Liebe zum Beruf und hundertprozentige Leidenschaft ebneten mir den Weg“, so Daxner. Den Ehrgeiz zur absoluten Perfektion in der Arbeit nahm er von seinem Lehrmeister mit und schließlich übernahm er auch dessen Betrieb. „Eine Lederhose soll nicht geschont werden, sie soll etwas erzählen können und hält zwei bis drei Generationen“, ist Daxner überzeugt. Derzeit ändert er etwa gerade ein Modell aus dem Jahr 1908.

 

Besonders speziell und aufwändig ist die 9-nähtige Hose „Erzherzog Johann“, die Handstickarbeit der Naht dieser Hose kann bis zu 140 Stunden dauern. Etwa 20 bis 25 Lederhosen stellt Daxner pro Jahr her, dazu kommen noch Reparaturen. Aufgrund der Nachfrage und der an den Tag gelegten Sorgfalt beträgt die Wartezeit auf eine bestellte Lederhose derzeit unglaubliche zehn bis zwölf Jahre – nach Auftragsannahme wird man gelistet.

 

„Sowohl Philipp Schwarz als auch Rudolf Daxner beweisen eindrucksvoll, dass ehrliches, traditionelles Handwerk Zukunft hat. Die Qualität ihrer Arbeit und die Leidenschaft, die sie an den Tag legen, sprechen für sie. Auch wir im Private Banking sehen es als unsere Aufgabe, beständige Werte sicher und erfolgreich zugleich in die Zukunft zu führen“, resümiert Herbert Lindner, der bei der Zürcher Kantonalbank Österreich AG für die Region Oberösterreich verantwortlich ist.

 

Foto: Zuercher Kantonalbank Oesterreich AG

Follow me – Betriebsnachfolge Steiermark

Jedes Jahr gibt es in der Steiermark rund 1.000 Betriebsübernahmen. Ob das Wirtshaus um die Ecke, der Traditionsbetrieb im Nachbarort oder der Dienstleister von nebenan: Wenn Betriebe übergeben werden, sind kompetente Nachfolger gefragt. Schon knapp die Hälfte aller Unternehmen werden außerhalb der Familien übergeben. Dabei trifft Tradition immer auf Innovation und viele Nachfolger pendeln zwischen Revolution und Evolution. Bewährtes soll weitergeführt werden, und trotzdem soll der Betrieb die Handschrift des Nachfolgers tragen. Im besten Fall werden dabei aus einem Lebenswerk gleich zwei.

 

„Follow me“, die Betriebsnachfolgeinitiative der WKO Steiermark, macht sich auch in diesem Jahr wieder auf die Suche nach genau diesen Nachfolgergeschichten. Ausgezeichnet werden dabei steirische Unternehmerinnen und Unternehmer, die etwas übernommen haben, ohne sich dabei zu übernehmen. Nominiert werden können Betriebe aller Sparten und Größen – sowohl familieninterne als auch familienexterne Übergaben.

 

Die Wirtschaftskammer Steiermark bietet zum Thema Betriebsnachfolge umfassende Service- und Beratungsleistungen und konkrete Unterstützung bei der Nachfolge-Partnersuche (Nachfolgersuche/Unternehmenssuche). Im Rahmen des Follow me Awards wird in jeder Region ein Nachfolgebetrieb für den FOLLOW ME AWARD nominiert, in dem der Generationenwechsel gerade stattfindet oder bereits stattgefunden hat.

 

Wenn auch Sie Nachfolger kennen, die mit neuen Ideen frischen Wind in den Betrieb bringen, Unternehmer, die Tradition und Innovation erfolgreich verbinden, dann nominieren Sie diese ganz einfach unter http://followme.nachfolgen.at/follow-me-award-nominierung/ oder per Mail an followme@wkstmk.at.

 

Unter allen genannten Betrieben wählt eine Jury der Regionalstelle den jeweiligen Fixstarter für die Region aus. Letztlich gehen zwölf außergewöhnliche NachfolgerInnen im Herbst 2018 beim kombinierten Online-Offline-Voting auf Stimmenjagd.

 

Die Verleihung des Follow me Awards findet im Herbst 2018 statt. Die Bestplatzierten erhalten attraktive Sachpreise sowie ausführliche mediale Berichterstattung.

 

Foto: iStock.com/YakobchukOlena

Am Millstätter See beginnt die digitale Zukunft

Für sechs Tourismusbetriebe in Döbriach am Millstätter See verwirklicht Kelag-Connect das erste Glasfaser-Clusterprojekt in Kärnten. Die Gäste in den sechs Tourismusbetrieben – Camping Brunner, Camping Burgstaller, Seecamping und Schwimmbad Camping Mössler, Hotel Maier-Zanker, Ferienhotel Trattnig und Romantikhotel Seefischer – können heuer im Sommer für die digitale Kommunikation nahezu unbegrenzte Bandbreiten nutzen. Diese Betriebe werden an das Glasfasernetz von Kelag-Connect angeschlossen. Die Bauarbeiten für dieses Vorzeigeprojekt von Kelag-Connect, den Tourismusbetrieben und der Stadtgemeinde Radenthein sind weit fortgeschritten, derzeit werden die Lichtwellenleiter in die Leerverrohrungen eingeblasen.

 

„Über das Thema Glasfaser wird derzeit viel geredet, aber nicht so viel getan“, sagt Manfred Freitag, Vorstand der Kelag. „Wir setzen konkrete Projekte um, Döbriach ist unser erstes großes
Vorzeigeprojekt.“ Die Kelag hat seit den 1990er Jahren ein 2.000 km langes Glasfasernetz in Kärnten aufgebaut, um die eigenen Kraftwerke und Umspannwerke ferngesteuert betreiben zu können. Auf der Grundlage dieses Glasfaser-Backbones bietet nun Kelag-Connect Geschäftskunden den Zugang zum superschnellen Internet an. „Wir setzen ausschließlich auf Glasfaser – und das bis zum letzten Meter, das unterscheidet uns von allen Mitbewerbern“, betont Freitag. „Wir haben aber nicht nur 2.000 km Glasfasernetz, sondern auch die Erfahrung, die Ressourcen und das Team, um das Glasfasernetz zu betreiben, instand zu halten und auszubauen.“

 

Walter Brunner vom Camping Brunner bringt es auf den Punkt: „Wir Tourismusunternehmer stehen alle vor der gleichen Herausforderung: Unsere Gäste wollen im Urlaub intensiv digital kommunizieren, noch dazu gleichzeitig. Mit der bisherigen Infrastruktur auf Basis von Richtfunk sind wir an Grenzen gestoßen, es hat auch immer wieder witterungsbedingte Ausfälle gegeben. Nun verfügen wir über eine eigene Glasfaserleitung und können unseren Gästen den kostenlosen Zugang zum superschnellen Internet bieten. Es gibt keine bessere Lösung als die Glasfaserleitung bis ins eigene Unternehmen."

 

Die Stadt Radenthein hat bei diesem Vorzeigeprojekt in Döbriach aktiv mitgearbeitet. „Unser Bauamt war von Anfang an eingebunden, so konnten wir Synergien nutzen“, sagt Bürgermeister Michael Maier. „Wir konnten Genehmigungen und Nutzungsvereinbarungen rasch erteilen und zur Einhaltung des straffen Zeitplans beitragen. Finanziert wird das Projekt von den Betrieben und von Kelag-Connect. Wir hoffen, dass auch die von Bund und Land in Aussicht gestellten Förderungen fließen werden.“ Nach Abschluss des ersten Pilotprojektes strebt die Stadtgemeinde einen weiteren Ausbau und neue Cluster-projekte in den anderen Ortsteilen von Radenthein an. „Kooperationen wie diese zeigen, dass es mit vereinten Kräften gelingen kann, die Standortnachteile im ländlichen Raum zu überwinden.“

 

Das Glasfasernetz von Kelag-Connect erreicht schon heute sehr viele Kärntner Gemeinden. „Wir können mit unserem Glasfaser-Backbone weitere Gemeinden erschließen“, sagt Heinz Sitter, Leiter IT der Kelag. „Voraussetzung dafür ist aber die Bereitschaft der Gemeinden, gemeinsam Clusterprojekte zu entwickeln und umzusetzen. Das Beispiel Döbriach zeigt, wie es gehen kann. Wir hoffen, dass viele Regionen diesem Beispiel folgen werden.“

 

Foto: Kelag