Junge Wirtschaft Kärnten suchte ihr Herzblatt für die Landtagswahl

Wen sollen Jungunternehmer in den Kärntner Landtag wählen? Dieser Frage ging die Junge Wirtschaft nach: In Abwandlung der bewährten Kuppelshow waren die Wirtschaftssprecher von SPÖ, ÖVP, FPÖ, GRÜNEN und NEOS eingeladen, sich als Herzblatt zu erweisen.

 

Fünf Kandidaten, eine Trennwand, freche Fragen und mehr oder weniger schlagfertige Antworten. So sah der etwas andere Politabend in der Wirtschaftskammer Kärnten aus. Moderiert von Sarah Al-Hosini stellten sich Alfred Tiefnig (SPÖ), Markus Malle (ÖVP), Sandra Wassermann (FPÖ), Reinhard Lebersorger (GRÜNEN) und Markus Unterdorfer-Morgenstern (NEOS) den Fragen von Christiane Holzinger, die stellvertretend für die Jungunternehmer des Landes auf der anderen Seite der Herzblattwand Platz nahm, um den Politikern auf den Zahn zu fühlen.
 
Podiumsdiskussion einmal anders
Durch das ungewöhnliche Setting wurde auch die sonst immer etwas trockene Politdiskussion aufgepeppt, ohne an Tiefe zu verlieren. Abseits der politischen Positionen zeigten die Kandidaten auch ihre menschliche und launige Seite. So erfuhr man was in der letzten WhatsApp der Kandidaten stand, ob sie ihren Job geil finden und mit welchem Tier sie sich identifizieren. Der mit über 100 Besuchern wohl gefüllte Saal und die 550 Zuschauer via Facebook-Live-Stream wurden gut unterhalten und zugleich umfassend informiert. Nachdem "Susi" dann pointiert zusammengefasst hatte, überließ JW-Vorsitzender Marc Gfrerer die endgültige Entscheidung fürs jeweilige Herzblatt dann den Wählern am 4. März 2018.

Mit dieser Veranstaltung konnte die Junge Wirtschaft Kärnten einmal mehr ihre Stärken zeigen: Unbestechliche Sachkompetenz, konstruktive Kritik und leidenschaftliche Interessenvertretung. 

 

Bildtext: Von dem JW-Vorsitzenden Marc Gfrerer auf Herz und Nieren geprüft: Alfred Tiefnig, Markus Malle, Sandra Wassermann, Reinhard Lebersorger und Markus Unterdorfer-Morgenstern

Foto: WKK/Thomas Hude

management club lud zum Neujahrsempfang 2018

Präsident Gerhard Starsich, Generaldirektor der Münze Österreich AG, und Vizepräsident Günther Ofner, Vorstandsdirektor der Flughafen Wien AG, luden die Mitglieder des management club zum Neujahrsempfang 2018 in ihren Clubraum in der Wiener Innenstadt. Gemeinsam mit dem Ökonomen Gottfried Haber, Vizedekan der Donau-Universität Krems, erörterten sie die größten Herausforderungen und wichtigsten Chancen für Politik und Wirtschaft im Jahr 2018. „Mit den hohen Lohnkosten können sich österreichische Unternehmen am Weltmarkt nur dann durchsetzen, wenn sie die innovativsten und qualitativ besten Produkte herstellen“, hielt Präsident Starsich fest. „Wir brauchen daher für unseren Wirtschaftsstandort einen intellektuellen Hub einer Spitzenuniversität, wo den jungen Österreicherinnen und Österreichern die Chance gegeben wird, zur Weltspitze aufzuschließen!“, so Starsich. Dies ist auch das Thema der nächsten Veranstaltung des management club im März, wo u.a. Bundesminister Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann zu Gast sein wird. Nähere Informationen und Anmeldung erhalten Sie per Mail an office@managementclub.at

 

Bildtext: Ökonom Univ.-Prof. MMag. Dr. Gottfried Haber, mc Präsident Mag. Gerhard Starsich, mc Vizepräsident Prof. Dr. Günther Ofner

Foto: Management Club

Unternehmerinnen auf dem Vormarsch

Martha Schultz fordert entsprechende Rahmenbedingungen für Frauen


Mehr als jedes dritte Unternehmen in Österreich wird von einer Frau geleitet, bei den Unternehmensgründungen konnte mit 45 Prozent im Jahr 2017 der höchste Frauenanteil aller Zeiten erreicht werden und auch im EU-Vergleich liegt Österreich beim Frauenanteil unter den Selbständigen an sechster Stelle unter den EU-28 und damit über dem EU-Schnitt. „Die rund 120.000 Unternehmerinnen sind also ein unverzichtbarer Bestandteil von Österreichs Wirtschaft, schaffen Arbeitsplätze und Wohlstand in Österreich. Deshalb haben sie auch die bestmöglichen Rahmenbedingungen verdient“, kommentierte Martha Schultz, WKÖ-Vizepräsidentin und Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft, der Unternehmerinnenvertretung in der Wirtschaftskammer Österreich, eine aktuelle Studie der KMU Forschung Austria „Unternehmerinnen in Österreich 2017“.

  


Die Vereinbarkeit von Job und Familie ist immer noch hauptsächlich Frauensache. Hier tragen, gemäß der Studie, Mütter nach wie vor die Hauptlast: 73 Prozent der unternehmerisch aktiven Mütter mit betreuungspflichtigen Kindern übernehmen die Betreuung dieser selbst – dem gegenüber stehen nur 35 Prozent der unternehmerisch tätigen Väter. Rund 42 Prozent der Unternehmerinnen fühlen sich durch die Mehrfachbelastung beeinträchtigt. „Hier braucht es nicht nur dringend ein gesellschaftliches Umdenken, um verkrustete Rollenbilder aufzubrechen, sondern auch rasche politische Weichenstellungen“, forderte die oberste Unternehmerinnen-Sprecherin vehement den Ausbau eines flexiblen und qualitativ hochwertigen Kinderbetreuungsangebots in ganz Österreich – vor allem auch im ländlichen Bereich.

 

Wie für alle heimischen Unternehmen stellt auch für Unternehmerinnen überbordende Bürokratie eines der größten Probleme dar, zeigen die Studienergebnisse. „Deshalb ist nachhaltiger Abbau der Bürokratie das Gebot der Stunde“, betonte Schultz und begrüßte in diesem Zusammenhang auch die Pläne der neuen Bundesregierung. 

 

Bildtext: Frau in der Wirtschaft Geschäftsführerin Britta Grabner, Martha Schultz, WKÖ-Vizepräsidentin und Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft sowie Studienautorin Eva Heckl von der KMU Forschung Austria.

Foto: WKÖ

 

 


Jägerball jetzt auch kulinarisch top

Zum ersten Mal in der Geschichte des Vereines Grünes Kreuz fand in den Räumlichkeiten der Dompfarre St. Stephan die Segnung des diesjährigen Jägerballweines statt.

Wie Dompfarrer Toni Faber im Rahmen der Segnung hervorhob sollen die Produkte, die durch die Veredelung des Menschen zu wahren Köstlichkeiten wurden, Freude im doppelten Sinn bringen dürfen. Es soll im Rahmen dieser Aktivitäten ein zusätzlicher Fokus auf die Dachmarke „Grünes Kreuz“ mit ihrem karitativen Engagement gelegt werden.

Christa Kummer, Vorstandsmitglied und treibende Kraft hinter dem karitativen Engagement im Verein Grünes Kreuz, zeigte sich von der Hilfsbereitschaft und Begeisterung aller Unterstützer begeistert und hofft auch in Zukunft noch viele Partner gewinnen zu können.

Präsident Leo Nagy freute sich über die Unterstützung durch die Winzer. Erstmalig gibt es den „Verein Grünes Kreuz Jägerballwein“. Die Sonderedition „Verein Grünes Kreuz Gin“ und Eierlikör runden den hochwertigen Getränkereigen ab. „Die Produkte zeichnen sich dadurch aus, dass sie alle ganzjährig erhältlich sind und mit dem Kauf auch die karitative Tätigkeit des Vereins Grünes Kreuz unterstützt wird“, ergänzte Nagy.

Wolfgang Rosam, „Falstaff“-Herausgeber, und würdiger Pate unterstrich die Bedeutung, dass ein Ball wie dieser kulinarischer werden möge. Er ist stolz, dass der Falstaff-Winzer des Jahres 2017 Anton Bauer heuer auch den Jägerballwein ROT stellt.

 

Bildtext: Wolfgang Rosam (Falstaff), Christa Kummer (Verein Grünes Kreuz) und Leo Nagy (Präsident, Verein Grünes Kreuz) und Dompfarrer Toni Faber

Foto: Verein Grünes Kreuz

Atos schafft Arbeitsplätze und sucht mehr als 70 neue MitarbeiterInnen

Mit der fortschreitenden Digitalisierung wächst auch die Nachfrage nach digitalen Services und Lösungen. Aufgrund des damit verbundenen erhöhten Bedarfs an IT-Fachkräften rüstet der IT-Dienstleister Atos sein Team um mehr als 70 neue MitarbeiterInnen auf.

 

Im Rahmen der aktuellen Einstellungswelle sucht Atos daher für die Standorte in ganz Österreich mehr als 70 neue MitarbeiterInnen. Dabei reicht die Bandbreite von PraktikantInnen und WerkstudentInnen über junge Talente bis hin zu erfahrenen ExpertInnen. Ganz oben auf der Wunschliste stehen die Berufe: IT-Consultant, IT-Developer, Software Architect, IoT-Developer, SAP-Consultant, Software Engineer, Business Analyst, Sales/Presales Manager.

 

„Der IT-Sektor ist heute schon einer der wichtigsten Wachstumstreiber für Österreich – das wird sich in Zukunft noch verstärken. Als der führende IT-Dienstleister nehmen wir unsere Verantwortung, die Wertschöpfung der heimischen Wirtschaft zu sichern, sehr ernst. Daher erweitern wir unser Team, um unsere Kunden bestmöglich bei ihrer digitalen Transformation zu begleiten. Damit Österreich im internationalen Wettbewerb weiterhin vorne mit dabei ist, ist es zudem wichtig, unsere klugen Köpfe im Land zu behalten“, unterstreicht Johann Martin Schacher, Country Manager bei Atos Österreich.

 

Bildtext: Johann Martin Schachner

Foto: ©Atos

80. Geburtstag von Dr. Sigi Bergmann - Sportlegenden Gipfeltreffen im Marchfelderhof

Kein Wunder, dass beim 80. Geburtstag von Sport-, Box-, und TV Legende Sigi Bergmann die Créme de la créme der Sport-Prominenz aufkreuzte. Der Jubilar hat sprichwörtlich ein „ goldenes Sportlerherz “ , und diese Auszeichung bestehend aus den fünf olympischen Ringen in Herzform , wurde ihm an diesem Abend von Fussball-Legende Herbert Prohaska stilgerecht überreicht.

 

Der promovierte Historiker studierte Geschichte, Germanistik und Philosophie und hat auch eine Ausbildung zum Boxer absolviert. Er ist zudem ausgebildeter Opernsänger. Sigi Bergmann moderierte 17 Jahre (819 Mal) die ORF Sendung „Sport am Montag“ und fünf Jahre das ORF „Sportmosaik“. Er kommentierte und moderierte über 3500 Boxkämpfe, darunter alle Kämpfe von Muhammed Ali. Sigi Bergmann ist auch Mentor und Förderer von Boxlegende Hans Orsolics.

 

Im dichten Programm der Marchfelderhof - Fete mit zahlreichen Musik - und Filmbeiträgen wurden während des deliziösen „Sport - Dinners“ von Küchenchef Christian Langer die wichtigsten Stationen im Leben des Dr. Sigi Bergmann eindrucksvoll präsentiert.

 

Bildtext: Herbert Prohaska, Sigi Bergmann, Annemarie Moser-Pröll

Foto: Conny De Beauclair

10 Jahre Neujahrskonzert - 130 Jahre HYPO NOE Landesbank

Mit ihrem traditionellen Neujahrskonzert ist die HYPO NOE  schwungvoll ins neue Jahr gestartet. Mehr als 1.000 Gäste haben sich im feierlichen Ambiente des vollbesetzten Festspielhauses St. Pölten eingefunden. Vor zehn Jahren hat die HYPO NOE diese Initiative mit dem Waidhofner Kammerorchester ins Leben gerufen, inzwischen ist das HYPO NOE Neujahrskonzert schon wenige Tage nach Einladungsversand bis auf den letzten Platz ausgebucht. Als Solisten stellten heuer Simona Eisinger (Sopran) und KS Sebastian Reinthaller (Tenor) ihr musikalisches Talent unter Beweis. Das Waidhofner Kammerorchester unter der Leitung von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka bot künstlerischen Hochgenuss von Johann Strauss (Vater), Johann Strauss (Sohn) über Josef Strauss bis hin zu Josef Lanner, durch das Programm führte Sebastian Reinthaller.

2018 ist für die HYPO NOE ein besonderes Jahr: Sie kann auf 130 Jahre Landesbank zurückblicken, dazu Peter Harold: „Das sind 130 Jahre Tradition, Verantwortung für das Land und seine Wirtschaft wie auch soziales und kulturelles Engagement.“

 

 

Bildtext: 1. Reihe v.l.n.r.: Landtagspräsident Hans Penz, Tenor Sebastian Reinthaller, Sopranistin Simona Eisinger, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landesrat Ludwig Schleritzko, Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka und Rauchfangkehrerin Anna Riedl 2. Reihe v.l.n.r.: Flughafen Vorstandsdirektor Günther Ofner, KR Dr. Peter Harold, Dr. Udo Birkner und Bürgermeister Matthias Stadler.

Foto: Gerald Lechner

Oberbank holt Gesamtsieg - „Beste Bank in Österreich 2017“

Nachdem die Oberbank bereits 2016 vom Finanzmagazin „Börsianer“ ausgezeichnet
wurde, errang sie dieses Jahr nicht nur den Sieg in der Kategorie „Beste Universalbank“
sondern auch den Sieg in der Gesamtwertung „Beste Bank“, vor der Schoellerbank AG
und der Kommunalkredit Austria AG. Die Preisverleihung erfolgte in der Wiener
Oberbank Geschäftsbereichzentrale.

 

 Die Auswertung und Datenanalyse erfolgte durch die
Wirtschafts- und Steuerberatungskanzlei BDO Austria. „Für die Oberbank sind die beiden
Auszeichnungen eine weitere Erfolgsbestätigung des seit Jahren andauernden Wachstumskurses.
Diesen Wachstumskurs werden wir speziell in Wien weiter fortsetzen“, freut sich Oberbank
Generaldirektor Franz Gasselsberger.

 

Bildtext;v.l.Dominik Hojas, (Börsianer), Franz Gasselsberger (Oberbank)

Foto.FranzPfluegl

Harald Mahrer zum neuen Bundesobmann des Wirtschaftsbundes gewählt

Mahrer und Nehmeth (v.l) Credit: WB Burgenland

Im Beisein zahlreicher prominenter Vertreter aus Politik und Wirtschaft wurde
Mahrer im Palais Wertheim mit 95,21 % Zustimmung zum Obmann gewählt.
Der 44-jährige Unternehmer tritt damit die Nachfolge von Dr. Christoph Leitl
an. Leitl ist seit 1999 an der Spitze des Wirtschaftsbundes gestanden.  
 
Harald Mahrer war in den letzten Jahren zuerst als Staatssekretär und dann in
weiterer Folge als Minister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
Mitglied der Bundesregierung. Bis September 2015 war er Präsident der Julius
Raab Stiftung und seit Februar vergangenen Jahres übte Mahrer die Funktion
des Vizepräsidenten des Österreichischen Wirtschaftsbundes aus.  
 
„Wir gratulieren dem neuen Bundesobmann zu seiner Wahl und freuen uns
bereits auf die Zusammenarbeit“, sagt Landesobmann Ing. Peter Nemeth.
„Mit dieser Entscheidung ist  sichergestellt, dass die Wirtschaftskammer
Österreich auch nach dem Rückzug von Christoph Leitl weiterhin  in besten
Händen sein wird.“ 

 

Bildtext: Harald Mahrer, Peter Nemeth (v.l.)

Foto: WB Burgenland

Forschungspreise des Landes 2017 verliehen

Foto: Fischer

Wissenschafts- und Forschungslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl verlieh heute im Weißen Saal der Grazer Burg die Forschungspreise des Landes 2017. „Die Steiermark ist das Forschungsland Nummer eins in Österreich und steht auch im europäischen Vergleich an der Spitze. Es ist mir ein großes Anliegen, die herausragenden Forschungsleistungen in unserem Land vor den Vorhang zu holen. Das ist einerseits eine wichtige Wertschätzung für unsere Forscherinnen und Forscher und soll andererseits die Bedeutung der Forschung für die Menschen in der Steiermark bewusst machen. Die Forschungspreise tragen wesentlich dazu bei“, so Eibinger-Miedl.

 

Der Erzherzog-Johann Forschungspreis geht an Heidrun Zettelbauer vom Institut für Geschichte an der Karl-Franzens-Universität Graz. Ulrich Hohenester vom Institut für Physik der KF-Uni wurde mit dem Forschungspreis ausgezeichnet, den Förderungspreis erhielt Christoph Aistleitner vom Institut für Analysis und Zahlentheorie an der Technischen Universität Graz. Alle drei Preise sind mit jeweils 12.000 Euro dotiert. „Ich gratuliere der Preisträgerin und den beiden Preisträgern sehr herzlich. Sie sind mit ihren Arbeiten auch Vorbilder für junge Forscherinnen und Forscher“, so Landesrätin Eibinger-Miedl.

 

Informationen zur Preisträgerin und den Preisträgern der Forschungspreise des Landes 2017:


Erzherzog-Johann Forschungspreis

Heidrun Zettelbauer, Institut für Geschichte an der Karl-Franzens-Universität Graz für die Arbeit „Sich der Nation ver|schreiben. Politiken von Geschlecht und nationaler Zugehörigkeit in autobiographischen Selbsterzählungen von Akteurinnen des völkischen Milieus“ Die Studie „Sich der Nation ver|schreiben“ befasst sich mit Prozessen der individuellen politischen Sozialisation von weiblichen Akteurinnen im Kontext der politischen Rechten von 1890 bis 1960 in der Steiermark. Untersucht wird ein politisches Milieu, in dem nicht nur rigorose rassistische und antisemitische Ausgrenzungspolitiken entwickelt wurden, sondern weibliche politische Tätigkeit immer auch mit dem Konzept der „politikunfähigen Frau“ konfrontiert war. In fünf exemplarischen Fallstudien wird der Frage nachgegangen, wie weibliche Aktivistinnen und Sympathisantinnen deutschnational-völkischer bzw. nationalsozialistischer Politik ihr individuelles Engagement wahrnahmen, auf welche Weise sie politische Vorgaben und Geschlechternormen in ihre eigene Lebensgeschichte integrierten und wie sie in autobiographischen Texten zugleich selbst Varianten frauenspezifischer Sozialisation erzeugten.

 

Forschungspreis des Landes Steiermark 2017

UIrich Hohenester, Institut für Physik an der Karl-Franzens-Universität Graz für die Arbeit „Mapping vibrational surface and bulk modes in a single nanocube“ Licht ist elektromagnetische Strahlung mit einer Frequenz, die das menschliche Auge wahrnehmen kann. Wenn Ionen – das sind elektrisch geladene Atome oder Moleküle – schwingen, tun sie das mit einer niedrigeren Frequenz im Infrarot-Bereich, jenseits des sichtbaren Spektrums. In der ausgezeichneten Arbeit ist es Ulrich Hohenester und seiner Gruppe in Kooperation mit Kollegen an der Rutgers University in New Jersey/USA erstmals gelungen, die Schwingungen eines Ionengitters im Detail sichtbar zu machen und damit in einen bisher verborgenen Bereich der Physik vorzudringen. Möglich wurden diese Blicke in die Nanowelt durch eine neue Generation von Elektronenmikroskopen mit extrem hoher räumlicher und spektraler Auflösung. Auf Basis dieser Einsichten sind vielfältige innovative Anwendungen denkbar, von hauchdünnen Strukturen, die Räume schalldicht machen, bis hin zu thermoelektrischen Bauelementen, mit denen sich die Abwärme unseres Körpers zur Energieversorgung von tragbaren elektronischen Geräten nutzen lässt.

 

Förderungspreis des Landes Steiermark 2017

Christoph Aistleitner, Institut für Analysis und Zahlentheorie an der Technischen Universität Graz für die Arbeit „Lower bounds for the maximum of the Riemann zeta function along vertical lines“ Schon seit Jahrtausenden sind Mathematiker von den Primzahlen fasziniert, also jenen Zahlen die nur durch sich selbst und durch 1 teilbar sind (wie etwa 2, 3, 5 und 7). Jede ganze Zahl lässt sich auf eindeutige Weise als Produkt von Primzahlen schreiben – die Primzahlen sind also gewissermaßen die Bausteine, aus denen alle anderen Zahlen gemacht sind. Es ist bekannt, dass die sogenannte Riemannsche zeta-Funktion viele (für Mathematiker) wichtige Informationen über die Primzahlen enthält. Die Riemannsche Vermutung, die etwas darüber aussagt an welchen Stellen die zeta-Funktion den Wert Null annimmt, gilt seit über hundert Jahren als das wichtigste ungelöste Problem der Mathematik. Die Arbeit von Christoph Aistleitner liefert einen wichtigen neuen Beitrag über das Verhalten der Riemannschen zeta-Funktion. Seine Ergebnisse sagen zwar nichts darüber aus, an welchen Stellen die Funktion den Wert Null hat, geben aber Auskunft darüber wie oft die Funktion außergewöhnlich große Werte annimmt. Dabei wurde von ihm eine Methodik verwendet, die in der Fachwelt bis dahin für undurchführbar gehalten wurde. Die von Aistleitner entwickelten Methoden wurden inzwischen von anderen internationalen Wissenschaftlern aufgenommen und verfeinert.

 

Bildtext: Wissenschafts- und Forschungslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl mit Christoph Aistleitner, Heidrun Zettelbauer und Ulrich Hohenester (v.l.)

Foto: Fischer