Aktuelle Ausgabe: Report 6/2018 - Gewerbeflächen/Gewerbeimmobilien












Foto: Moritz Reitmeier/IC Development

Frischer Wind am Markt

Gewerbeimmobilien begeistern derzeit Mieter, aber auch Investoren. Vorausgesetzt, sie sind top-modern, top-ausgestattet und befinden sich in Top-Lage.

 

Von Ursula Rischanek

 

Foto: iStock.com/Pashalgnatov

 

Der Markt für Gewerbeimmobilien in Österreich brummt wie schon lange nicht mehr. Die Nachfrage nach Flächen und deren Angebot nehmen zu und auch bei den Mieten geht es wieder aufwärts. Dazu kommt das anhaltende Interesse von Investoren: Allein im ersten Quartal dieses Jahres wurden nach Angaben des Immobiliendienstleisters CB Richard Ellis (CBRE) Geschäfte, Büros und Logistikflächen im Volumen von rund einer Milliarde Euro verkauft. Dies sei so viel wie in noch keinem ersten Quartal davor gewesen und entspreche einem Plus von etwa elf Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017. Damit scheint sich der Erfolg des Vorjahres fortzusetzen, wurde doch 2017 mit einem Transaktionsvolumen von 4,3 Milliarden für gewerbliche Immobilien in Österreich  ein neuer Rekord verzeichnet.

 

Österreicher kaufen

Begehrt waren die Immobilien vor allem bei Käufern aus Österreich: Immerhin rund 62 Prozent aller Transaktionen wurden von diesen getätigt. Rang zwei belegten Investoren aus Deutschland. Am beliebtesten waren Einzelhandelsflächen, die rund 39 Prozent des Investitionsvolumens ausmachten. Dahinter folgten Büros (rund 24 Prozent) und Wohnungen (19 Prozent). Das Angebot, speziell jenes von den bei Investoren beliebten Core-Immobilien, wird allerdings zunehmend knapp. Besonders die österreichischen Landeshauptstädte könnten von einer Ausweitung der Anlagestrategien profitieren, heißt es bei CBRE. So wurde beispielsweise erst im April der Maxtower in Graz an die deutsche Union Investment verkauft. Erst im Vorjahr hatte die Hamburger Fondsmanagementgesellschaft die Mikro-Apartmentanlage Milestone Graz erworben.

 

Wir haben für Sie die einzelnen Assetklassen ein wenig genauer unter die Lupe genommen.

 

Den gesamten Artikel finden Sie in unserer aktuellen Ausgabe.

Die Offensive geht weiter

Wirtschaftsparks sowie Technologie- und Forschungszentren haben wesentlich dazu beigetragen, Niederösterreich als Wirtschaftsstandort attraktiv zu machen. Rund 28 Millionen Euro lässt sich das Land heuer den weiteren Ausbau kosten.

 

Von Ursula Rischanek

 

Foto: Imre Antal

 

Der Wirtschafts- und Technologiestandort Niederösterreich rüstet weiter auf: Rund 28 Millionen Euro werden heuer in die blau-gelben Wirtschaftsparks und Technologie- und Forschungszentren investiert. In das Investitionspaket für 2018 fallen unter anderem Investitionen in die Fertigstellung der Infrastruktur im Wirtschaftspark Föhrenwald in Wiener Neustadt, Ergänzungen der Infrastruktur im Wirtschaftspark Ennsdorf sowie die Neuerrichtung eines Parkhauses im Wirtschaftspark Industriezentrum NÖ-Süd.

 

Dynamik in Wolkersdorf

Insgesamt 17 Wirtschaftsparks, entweder im Eigentum oder in Beteiligung, betreibt die Wirtschaftsagentur ecoplus in Niederösterreich. Auf einer Fläche von nicht ganz 1.000 Hektar sind derzeit rund 970 nationale und internationale Firmen mit etwa 21.250 Mitarbeitern aktiv. Der wohl dynamischste Wirtschaftspark ist aktuell jener in Wolkersdorf im Norden Wiens. „Kaum ein anderes Wirtschaftsgebiet hat in den letzten Jahren eine derart rasante Wachstumsentwicklung durchgemacht“, sagt ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki. Waren dort 2010 insgesamt 34 Unternehmen mit rund 1.100 Arbeitsplätzen angesiedelt, seien es aktuell 95 Betriebe mit über 2.000 Mitarbeitern. „ Und der Trend hält weiter an“, so Miernicki.

 

Aber auch die Technologie- und Forschungszentren profitieren vom Investitionspaket: Nach mehr als vier Jahren Planung laufen derzeit die Arbeiten für das Technologiezentrum IST Park in Klosterneuburg auf Hochtouren. In unmittelbarer Nähe des Campus entstehen auf zwei Ebenen rund 2.500 Quadratmeter Büro- und Forschungsflächen. Die Investitionen in das gemeinsam von IST Austria und der niederösterreichischen Wirtschaftsagentur ecoplus getragene Projekt liegen bei rund 15 Millionen Euro. Finanziert wird der Bau aus ecoplus-Regionalfördermitteln und dem Strukturfonds des Europäischen Fonds für Regionalentwicklung (EFRE) finanziert. In einem ersten Schritt werden hier rund 50 hochwertige Arbeitsplätze entstehen. Mitte nächsten Jahres soll der IST Park eröffnet werden.

 

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Facility Management: Auf in die digitale Zukunft

Effizienz und Transparenz werden auch im Facility Management immer wichtiger. Die Digitalisierung hilft dabei.

 

Von Ursula Rischanek

 

Foto: CA Immo

 

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Sie fahren mit ihrem Auto in die Tiefgarage jenes Bürogebäudes, in dem Sie arbeiten. Sobald der Schranken in die Höhe gegangen ist, zeigt Ihr Handy jenen Stellplatz automatisch an, der am nächsten zu dem Lift liegt, mit dem Sie in Ihr Büro gelangen. Dieser Lift hält wiederum nicht in allen Stockwerken, sondern nur dort, wo Sie aussteigen. Und weil das Unternehmen, in dem Sie arbeiten, bereits in der neuen Arbeitswelt angekommen ist, und Sie keinen fixen Schreibtisch haben, zeigt Ihnen eine App gleich auch noch an, welche Schreibtische noch frei sind. Was wie Utopie klingt, wird Mitte nächsten Jahres Realität sein. Und zwar im Bürogebäude The Cube in Berlin, das die CA Immo nach Plänen des dänischen Architekturbüros 3XN errichtet. Futuristisch mutet dabei nicht nur die Architektur des zehn Stockwerke hohen Kubus‘ mit der gläsernen Fassade in der Nähe des Berliner Hauptbahnhofes an, sondern eben auch das komplett vernetzte Innenleben. Das zeigt sich auch bei der Lüftung: diese steuert verstärkt frische Luft in die Räume, wenn dort der CO2-Gehalt steigt. Sie schaltet sich übrigens auch erst dann ein, wenn Personen den Raum betreten. Dass die Mieter mit der Aufzeichnung ihrer Bewegungsabläufe einverstanden sein müssen und die Daten anonymisiert und verschlüsselt werden, versteht sich von selbst. „In der Regel stimmen 70 bis 80 Prozent der Mieter zu“, weiß Gernot Bleier, Consulting Manager beim Beratungsunternehmen Drees & Sommer.

 

„The Brain“

Das vernetzte Innenleben des Cube ist das, was Bleier „The Brain“, also das Gehirn, nennt. Und das, was sonst vielen Gebäuden fehlt. „Es gibt in Hinblick auf die Digitalisierung im Facility Management viele Insellösungen, aber kaum ein Unternehmen hat eine Digitalisierungsstrategie“, erklärt Bleier. Es würden zwar Daten gesammelt, aber diese seien in der Regel nur einer Stelle zugänglich. „Die Schnittstellen fehlen“, bedauert Bleier. Aber erst, wenn die verschiedenen Daten zentral gesammelt, abgelesen und bearbeitet werden, kann ein entsprechender Mehrwert generiert werden. Das wird sowohl FM-Unternehmen als auch -Abteilungen zunehmend bewusst und sie reagieren darauf. „Das Thema ist in den letzten Jahren in den Vorgrund gerückt“, weiß Bleier. Aufgabe wird es somit sein, nicht nur wahllos Daten zu sammeln, sondern auch, Ablaufmuster in Gebäuden zu erkennen und das Gebäude entsprechend zu steuern beziehungsweise Services nach Bedarf einzusetzen. So kann beispielsweise vermieden werden, dass Meetingräume unnötig gekühlt werden, ohne dass ein Meeting darin stattfindet.

 

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Hier finden Sie den vollständigen Report "Gewerbeflächen/Gewerbeimmobilien" zum Nachlesen.