Aktuelle Ausgabe 10/2018

 












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Selbst einnehmen, selbst ausgeben

Steuerautonomie und Föderalismus

Das Ansinnen ist ambitioniert, über die Auswirkungen kann jedoch nur spekuliert werden. Es geht um eine vertiefte Steuerhoheit der Bundesländer, die immer wieder thematisiert wird, vor allem von Tirol und Vorarlberg. Vorstellbar ist sie aber auch für Salzburg und seit jüngstem auch für Nieder- und Oberösterreich. Strukturellen Verbesserungsbedarf in die-sem föderalen Sektor gibt es jedenfalls zuhauf. In jedem Fall dagegen ist jedoch Kärnten.


Es waren die Bundesländer, die durch ihren Beitritt die Gründung der Republik Österreich möglich gemacht haben. Die föderalen Strukturen wurden allerdings nie vollständig ausgebaut, was bis heute zu einem ständigen Tauziehen zwischen den als „Landesfürsten“ betitelten Landeshauptleuten und dem Bund geführt hat. Das Dilemma des Föderalismus besteht in der Hauptsache aus dem Umstand, dass er nicht mit den politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen mitgewachsen ist. Inwieweit die jetzige Bundesregierung auch die daraus entstandenen Verkrustungen im Bund-Länder-Verhältnis tatsächlich im Auge hat, lässt sich noch nicht wirklich absehen. Ein gewisser Veränderungswille ist ihr nicht abzusprechen, wofür auch die Reform der Sozialversicherungen ein Beleg ist.

 

Daran schließt sich aber sofort die Frage an, ob die Länder tatsächlich eine Vertiefung der jetzigen föderalen Strukturen anstreben, denn das wäre eine unabdingbare Begleiterscheinung, sollte es tatsächlich dazu kommen, dass die Länder selbst Steuern einnehmen dürfen. Was vor allem von Vorarlberg und Tirol angestrebt wird.

 

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Wichtige Impulsgeber für die Wirtschaft

 

Messestandorte beleben Regionen

 

Das Messegeschäft ist ein wichtiger Faktor für die Wirtschaft. Die Leitbetriebe in ganz Österreich erwirtschaften rund 1,05 Milliarden an Wertschöpfung und sind lokale Impulsgeber und Arbeitgeber mit zusätzlichen Effekten auf andere Unternehmen.


Die elf österreichischen Leitbetriebe, dazu gehören die Messegesellschaften aus Dornbirn, Graz, Innsbruck, Ried, Salzburg, Wels, Wieselburg, Oberwart, Klagenfurt sowie die beiden Reed Exhibitions Standorte Salzburg und Wien, führen pro Jahr rund 1.650 Veranstaltungen durch. Davon sind 88 Eigenmessen (5,3 Prozent), 77 Gastmessen (4,7) und 1.485 (90) Gastveranstaltungen. Insgesamt 5.439.225 Besucher und 33.362 Aussteller haben sich von der Leistungskraft der heimischen Messebetriebe überzeugt. „Die heimischen Messen haben einen Status, der ernst zu nehmen ist. Das Geld, das Messen in Umlauf bringen, wirkt sich positiv auf die Regionen und deren wirtschaftliche Leistung aus“, sagt Armin Egger. Der Messen-Austria Vorsitzende spricht dabei unter anderem die Ausgaben von Besuchern und Ausstellern an. Jeder Messebesucher gibt im Schnitt rund 105 Euro beim Messeaufenthalt aus. In Summe waren das 571.118.625 Millionen Euro. Die Aussteller haben rund 9.350 Euro pro Veranstaltung und insgesamt 302.584.700 Millionen Euro für den Messeauftritt investiert. „Investitionen ins Messegeschäft sind wichtig. Messen fördern Arbeitsplätze, die in den Regionen wichtig sind“, erklärt Reed-CEO Benedikt Binder-Krieglstein. In einem typischen Investitionsjahr (Zahlen aus dem Jahr 2015) belaufen sich die Investitionen in die jeweiligen Standorte auf circa 13 Millionen Euro.

 

Foto: CMI

 

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„EuropeDirect“ Vorarlberg Subsidiarität als Bauprinzip für ein starkes Europa


Vorarlberg forciert Öffentlichkeitsarbeit pro EU und veranstaltet eine Subsidiaritätskonferenz im Rahmen der österreichischen Ratspräsidentschaft.


 

 

 

Die internationalen Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit haben deutlich gemacht, dass die Zukunft der Europäischen Union neuer Impulse bedarf. Vorarlberg konnte von der österreichischen EU-Mitgliedschaft in den vergangenen mehr als 20 Jahren in beträchtlichem Maße profitieren und hat daher großes Interesse daran, dass die politische Funktionsfähigkeit der EU und damit die wirtschaftliche Stärke Europas erhalten bleiben. „Dabei geht es uns vor allem darum, die Mitsprache der Regionen in der EU zu verstärken und die grenzübergreifende regionale Zusammenarbeit weiter zu festigen“, betont Landeshauptmann Markus Wallner einmal mehr. Um die Öffentlichkeitsarbeit im Sinne dieses Anliegens zu intensivieren, hat das Land Vorarlberg mit Jahresbeginn 2018 die Aufgabe eines „EuropeDirect Information Centers“ (EDIC) übernommen und stellte sich damit auf der Dornbirner Herbstmesse von 29. August bis 2. September vor.

 

Foto: VLK/Gerhard Wirth

 

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