Aktuelle Ausgabe 1-2/2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Tirol wählt - Nach der Wahl darf Platter wählen

Die Performance von Schwarz-Grün war durchaus passabel und die Ergebnisse können sich sehen lassen. Wie viel Grün am Ende des Wahlabends noch vorhanden ist, wird sich weisen. Landeshauptmann Günther Platter kann jedenfalls darauf bauen, dass er aus dem Farbenspektrum Blau, Grün und Rot oder sogar darüber hinaus wählen darf.


Foto: Tiroler VP

 

Wenn am 25. Februar in Tirol gewählt  wird,  stellen  sich  neben ÖVP, Grünen, SPÖ und FPÖ erstmals auch die NEOS zur Wahl und darüberhinaus noch die Liste Fritz sowie die Bewe-
gungen „impuls-tirol“ und „Family“. Die beiden Letzteren sind mehr oder weniger aus der zerbröselten Wahlplattform „Vorwärts“ aus 2013 entstanden. Obwohl – wie das Beispiel Niederösterreich gezeigt hat – selbst heute  noch  absolute  Mehrheiten  möglich oder zumindest fast möglich sind, stellt sich diese Frage in Tirol nicht, da sich die Parteienlandschaft in viel  höherem Maß zersplittert zeigt, als das in anderen Bundesländern der Fall ist. Selbst wenn die kleineren Parteien hauptsächlich damit Stimmung machen wollen, „die Absolute der Schwarz-Pinken“ zu verhindern, so ist das nicht viel mehr als ein Reflex der kleinen Gruppierungen gegenüber der ÖVP, worüber sich die Experten durchaus einig sind.
Was die Wirtschaftsdaten betrifft, macht Landeshauptmann Günther Platter mit seinem Team ja auch vieles richtig. Nicht nur das: Die wirtschaftspolitischen Ambitionen der Mitbewerber halten sich sehr in Grenzen, kaum dass sie den Status von Überschriften überwinden. Und zum Leidwesen der Sozialdemokratie und in Teilen auch der Grünen sowie der FPÖ gilt es an dieser Stelle zu betonen, dass ohne prosperierende Wirtschaft kein Gemeinwesen – zumindest in der freien Welt – funktioniert.
Wenn Günther Platter nicht müde wird, auf seinen ausgeglichenen Haushalt und die damit einhergehende Verfügbarkeit budgetärer Mittel für Ausgaben in den Bereichen Bildung  und  Infrastruktur  zu  verweisen, dann hat er durchaus Recht. In Tirol sinkt die Arbeitslosenzahl und parallel dazu steigt die der Unternehmensgründungen. Positiv entwickeln sich auch die Zahlen im Tourismus, was Ankünfte und Nächtigungen betrifft. Mit der Forschungsquote von 3,14 Prozent (bezogen auf 2015) hat sich Tirol schon seit Jahren beinahe so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal erworben, liegt doch der österreichweite Durchschnitt bei 3,09 und der innerhalb der EU bei 2,09 Prozent.
Eine Bestätigung des derzeitigen Kurses liefert auch das Stimmungsbarometer der Tiroler Wirtschaft, wonach 72 Prozent der Tiroler Leitbetriebe die wirtschaftliche Lage ihres Unternehmens als gut einschätzen und 63 Prozent auch für das erste Quartal 2018 eine gute Entwicklung erwarten. Auch der Konsumklima-Index der Wirtschaftskammer Tirol, jener Wert, der die Entwicklung des privaten Verbrauchs darstellt und die Anschaffungs- und Sparneigung widerspiegelt, erreichte im November 2017 einen Wert von 16 Prozent und damit den höchsten Stand seit den vergangenen zehn Jahren.

 

Breitbandausbau und Digitalisierung in Tirol
- Bis zum Jahr 2023 investiert das Land Tirol insgesamt 150 Millionen Euro in Digitalisierungsvorhaben – davon werden 100 Millionen Euro für den Breitbandausbau bis in die entlegensten Regionen Tirols verwendet. Für weitere Maßnahmen im Digitalisierungsbereich stehen jährlich zehn Millionen Euro zur Verfügung, 6,5 Millionen Euro für die  Förderung  von  Projekten  der  Tiroler Wirtschaft und Hochschullandschaft.

- 167  Gemeinden  in  Tirol  und  über 259.000 Menschen im ländlichen Raum profitieren mittlerweile von einer umfassenden Breitbandinfrastruktur. Insgesamt wurden bereits 1.100 Kilometer an LWL-Infrastruktur errichtet. 

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