Aktuelle Ausgabe 6/2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Chancen über Chancen - Die Sozialpartner sind gefordert

Eine gut aufgestellte und handlungsorientierte Regierung fordert die Sozialpartnerschaft heraus. Die nimmt den Ball auf, sortiert sich neu und orientiert sich am Begriff Partnerschaft. Wäre ganz einfach. Allerdings geht es nicht ohne eine grundsätzliche Neudefinition von Arbeit.

 

Von Siegfried Hetz

 

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Renate Anderl (AK) folgte auf Rudolf Kaske, Josef Moosbrugger (LKÖ) auf Hermann Schultes und Harald Mahrer (WKO) auf Christoph Leitl. Im Juni wird Wolfgang Katzian im ÖGB Erich Foglar ablösen. Am 18. Dezember 2017 wurde die neue Bundesregierung unter Bundeskanzler Sebastian Kurz angelobt. Ihr Vizekanzler ist H. C. Strache, von 2008 an Oppositionsführer im Nationalrat. Damit wurden zum ersten Mal in der Geschichte der Zweiten Republik in zeitlicher Nähe zur Angelobung einer neuen Bundesregierung die Spitzen der vier Sozialpartner erneuert. Inwieweit die personellen Veränderungen den unerlässlichen Erneuerungsprozess dynamisch an- und vorantreiben, wird sich zeigen. Ihr Erfolg wird daran gemessen werden, wie die Erfordernisse der neuen Arbeitswelt ins starre System einer stechuhrzentrierten Privilegienhierarchie eingebunden werden. Was im Sinne einer Generationengerechtigkeit unumstößlich zu erfolgen hat, ist Flexibilisierung auf allen Ebenen, der Abbau jeglicher ideologischen Barrieren zwischen Unternehmer da und Arbeitsnehmer dort, denn in Wirklichkeit sind die Grenzen schwimmend. Außerdem wird der Graben zwischen den Generationen immer größer weil die Jüngeren viel zu lange in prekären Verhältnissen arbeiten müssen. Um diese Herausforderungen zu schultern, müssen sich auch die Sinnsprüche auf den rot-schwarzen Kalenderblättern ändern.

 

Profilerneuerung

Die Wirtschaftsnachrichten haben Renate Anderl und Harald Mahrer gebeten, ein paar Fragen zur bevorstehenden Profilerneuerung zu beantworten. Die personelle Neubesetzung in der Spitzenfunktion von AK und WKO ist auch als Antwort auf die neue Bundesregierung zu verstehen. Wir haben gefragt, wie sich AK und WKO vor dem Hintergrund des starken Reformdrucks von Seiten der Regierung positionieren.

 

Den gesamten Artikel finden Sie in unserer aktuellen Ausgabe.

Mobilität von morgen: Digitalisierung hält Einzug auf Salzburgs Straßen

Vor kurzem wurden zwei zukunftsweisende Projekte der Salzburg Research Forschungsgesellschaft vorgestellt: Ab Mai ist wieder ein selbstfahrender Kleinbus im Gemeindegebiet von Koppl unterwegs. Und gemeinsam mit Salzburg Research sucht das Land Salzburg Unternehmen, die ihre Fuhrparkdaten zur Verfügung stellen.

 

Von Florian Eckel

 

Foto: wildbild

 

Die Stadt Salzburg gilt landläufig als Stau-Hotspot. Pendlerverkehr, Baustellen, Grenzkontrollen, Reiseverkehr – und schon geht es nur im Schritttempo voran. Die IT-Forschungsgesellschaft Salzburg Research liefert ein objektives Bild zur tatsächlichen Verkehrslage. Bei der Salzburg Research Forschungsgesellschaft in der Science City Itzling wird unter anderem an innovativen technologischen Lösungen für die Mobilität von morgen geforscht. „Mobilität ist mehr als nur der Individualverkehr“, sagt Siegfried Reich, Geschäftsführer der Salzburg Research Forschungsgesellschaft. „Unsere Forschung bietet einen objektiven Blick auf die Gesamtlage in und um die Stadt Salzburg und betrachtet unterschiedliche Möglichkeiten zur Sicherung der individuellen Mobilität.

 

Ein objektives Bild der Verkehrslage

Bereits seit einigen Jahren erhebt die Salzburg Research im Auftrag des Landes Salzburg die aktuelle, minutengenaue Verkehrslage im Bundesland. Mittels Floating Car Data (FCD) werden alle Hauptverkehrsrouten minutenaktuell beobachtet. Die aktuelle Verkehrslage steht öffentlich zur Verfügung und fließt außerdem in die Verkehrsplanung und -steuerung in Stadt und Land Salzburg mit ein. So werden beispielsweise die Daten für die Verkehrsbeeinflussung in der Stadt Salzburg genutzt. Aber auch für die Verkehrsplanung im gesamten Bundesland sind diese Daten von großer Bedeutung. Durch diese direkte Rückmeldung der Verkehrsteilnehmer können Veränderungen im Straßenverkehr objektiv beurteilt werden. „Unsere Verkehrsdaten zeigen die Stau-Hotspots speziell im täglichen Pendlerverkehr. Damit ist Salzburg aber nicht alleine“, sagt Karl Rehrl, Leiter des Forschungsschwerpunkts Mobilität bei Salzburg Research. „Auch internationale Rankings zeigen dieses Bild: Salzburg liegt in Österreich hinter Wien auf Platz zwei, dicht gefolgt von Linz und Graz. Im Gegensatz zu Wien, Linz und Graz ist die durchschnittliche Stauzeit in Salzburg jedoch im Vorjahr gesunken.“ „Die Digitalisierung bietet die Chance, die bestehende Verkehrsinfrastruktur effizienter zu nutzen und neue Wege in der Mobilität zu erproben. Dazu zählen ein objektiver Blick auf das Verkehrsgeschehen und dessen zukünftige Entwicklung und auch die Erweiterung des öffentlichen Verkehrsangebots durch automatisierte Fahrzeuge“, beschreibt auch die designierte Landtagspräsidentin und vormalige Verkehrslandesrätin Brigitta Pallauf die Zukunft der Mobilität in Salzburg.

 

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Tourismus im Zillertal: Über die Zukunft einer ganzen Branche

Die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus im Zillertal lässt sich leicht in Zahlen ausdrücken: Rund 50.000 Gästebetten sorgen für 7,3 Millionen Übernachtungen im Jahr, davon mit 4,5 Millionen im Wintertourismus.

 

Von Christian Wieselmayer

 

Foto: Alexander Gerl

 

Der Tourismus ist mitverantwortlich dafür, dass sich das Zillertal zu einer der dynamischsten Wirtschaftsregionen Österreichs entwickelt und breiten Wohlstand in die Region gebracht hat. Betriebe aller Branchen sorgen seit Jahrzehnten für Vollbeschäftigung im Tal. Dabei darf jedoch nicht übersehen werden, dass die Belastungsgrenzen der Region bereits in greifbare Nähe gerückt sind bzw. zum Teil bereits überschritten wurden. Seilbahnen, die pro Stunde knapp 93.000 Skifahrer 1.000 Meter hoch befördern können, sind deutliche Hinweise darauf, dass weitere Kapazitätssteigerungen zu erheblichen Problemen führen würden. Als Konsequenz daraus wird seit einigen Jahren der Fokus der touristischen Weiterentwicklung auf Qualität, höhere Auslastung und bessere Wertschöpfung gerichtet. Gleichzeitig soll die Beherbergungskapazität im Tal auf dem bisherigen Gesamtstand eingefroren werden. Durch die Beschränkung von Neuinvestitionen bei Seilbahnen und Pisten auf qualitätsverbessernde Maßnahmen und sinnvolle Zusammenschlüsse wird das Augenmerk auf die verkehrsreduzierende Wirkung im Tal gelegt.

 

Digitale Zukunft des Tourismus

Künstliche Intelligenz und Assistenzsysteme im Tourismus waren die Themen bei der im Vorjahr stattgefunden „TourismFastForward“-Konferenz im Europahaus Mayrhofen. Bei der Tourismuskonferenz, die sich mit der Digitalisierung im Tourismus beschäftigte, wurde den rund 180 Teilnehmern aus Hotellerie und Beherbergung, Tourismusorganisationen, Systemdienstleister und Interessensvertretungen dargelegt, welche Zukunftschancen Künstliche Intelligenz oder Assistenzsysteme wie Amazon Alexa, Google Assistant, Cortana, Siri und Chatbots Touristikern bringen können. Bei all diesen auf den ersten Blick abstrakt klingenden Themen stellte sich bald heraus, dass diese Themen weniger weit von der Realität entfernt sind, als man glauben mag. „Künstliche Intelligenz ist nicht mehr Star Trek“, so Josephine Karner von Microsoft, die in ihrem Vortrag zeigen konnte, was Augmented Reality mit Hololens oder Gesichtserkennung und Chatbots leisten. So können bereits heute eine Region oder ein Hotel virtuell dargestellt oder mittels Chatbots ganze Urlaubspakete innerhalb von Skype gebucht werden, ohne jemals die Website eines Reiseveranstalters besucht zu haben.

 

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