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Gute Jahre für Burgenlands Wirtschaft

Burgenland Wirtschaft

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Österreichs kleinstes Bundesland ist groß, wenn es um Standortattraktivität geht. Zu Letzterer gehört auch die unternehmerfreundliche Ansiedlungspolitik.

Von Ursula Rischanek

Vor einigen Jahrzehnten primär für den Neusiedler See, den Wein und verschiedene kulturelle Events bekannt, hat sich das Burgenland – gepusht unter anderem durch den EU-Beitritt und die damit geflossenen Förderungen – zu einem interessanten und begehrten Wirtschaftsstandort gemausert. Die Liste der Neuzugänge, aber auch der hier beheimateten Betriebe, die in ihren Standort investieren, wird laufend länger.

Ende Oktober hat etwa der Holzverarbeiter FunderMax bekannt gegeben, den Standort in Neudörfl im Bezirk Mattersburg, wo seit Jahrzehnten Spanplatten produziert werden, auszubauen. Rund 24 Millionen Euro werden dort in den kommenden Monaten in eine neue Holzverwertungsanlage investiert. Diese soll eine seit 20 Jahren bestehende Anlage ersetzen und die Produktion ab Herbst 2019 effizienter und umweltfreundlicher machen. Man setze damit auf die Sicherung der bestehenden rund 200 Arbeitsplätze und die Zukunft des Unternehmens, hieß es in einer Presseaussendung.

Neue Arbeitsplätze entstehen

Der Möbelriese XXXLutz wiederum errichtet ein neues Logistikzentrum für Möbelix und Mömax sowie für die E-Commerce-Aktivitäten in Zurndorf. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme auf dem 22 Hektar großen Areal ist für Ende 2019 vorgesehen. „In der ersten Phase werden 150 Arbeitsplätze geschaffen“, sagt Harald Zagiczek, Geschäftsführer der burgenländischen Standortagentur WiBuG (Wirtschaft Burgenland). Das Investitionsvolumen dafür beziffert er mit rund 70 Millionen Euro. In Zurndorf wird weiters – nach der Trennung der Brüder Szigeti – die neue Sektkellerei von Norbert und Birgit Szigeti entstehen. In der ersten Ausbaustufe wird die Sektkellerei für 250.000 Flaschen ausgelegt, in der zweiten dann für 500.000 Flaschen. Arbeitsplätze werden rund 25 entstehen, investiert werden rund sechs Millionen Euro.

Das Salzburger Familienunternehmen Stemeseder wiederum, Spezialist für Aluminiumsysteme für den Fensterbau, errichtet derzeit im Wirtschaftspark West in Pinkafeld eine neue Produktionsstätte. Der Spatenstich erfolgte im September, die Fertigstellung des 13.000 Quadratmeter großen Werks, in dem in der Endausbauphase rund 200 Mitarbeiter beschäftigt werden sollen, ist für Sommer 2019 geplant. Auch den Wiener Sekt- und Spirituosenhersteller Schlumberger zieht es ins Burgenland, genauer gesagt nach Müllendorf: 2019 soll dort der Spatenstich für die neue Produktionsstätte, ein 70-Millionen-Euro-Investment, erfolgen, 2021 ist die Inbetriebnahme geplant.

Attraktive Thermen

Investitionen gibt es aber auch im Bereich Tourismus: Die burgenländische Kurbad Tatzmannsdorf AG investiert 16,3 Millionen Euro in die Erneuerung des Kurmittelhauses. Damit sollen die technische Ausstattung und der bauliche Bestand auf den modernsten Stand gebracht werden. Die Arbeiten sollen Mitte 2019 abgeschlossen sein. Ausgebaut und modernisiert wird weiters die mittelburgenländische Sonnentherme Lutzmannsburg: Rund 28 Millionen Euro sind für das vierstufige Projekt eingeplant. Die erste Phase soll Anfang kommenden Jahres starten, die vierte Stufe dann 2023. Dadurch sollen mögliche Schließzeiten verhindert werden. Unter anderem werden Therme und Hotel verstärkt digitalisiert, die Restaurants ausgebaut beziehungsweise erneuert. Neue Zimmer im Hotel und die Neugestaltung des Ruhebereichs in der Therme stehen ebenfalls auf der To-do-Liste.

Damit setzt sich die Erfolgsgeschichte der Vorjahre weiter fort. Allein 2017 hat es Betriebsansiedlungen mit einem Investitionsvolumen von 190 Millionen Euro gegeben, durch die knapp 1.000 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden. Weiters haben sich die Investitionen im Bereich Gewerbe und Industrie von 2016 auf 2017 verdreifacht. „Und es bleibt heuer auf diesem Level“, freut sich Zagicek.

Den gesamten Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe.

Foto: Schlumberger

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