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Natura 2000: Kärnten legt nach

Schaar Natura 2000 Kärnten

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Der gemeinsame Fahrplan mit Grundbesitzern, Koalitionspartner und Interessenvertretung bei Natura 2000 wurde erarbeitet.

15 noch ausständige Natura-2000-Gebiete sind bis Ende 2018 an die Europäische Kommission zu melden – so lautete die verpflichtende Vorgabe, die Kärnten aufgrund eines laufenden Vertragsverletzungsverfahrens gegen die Republik Österreich zu erfüllen hat. Als zuständige Naturschutzreferentin nahm Landesrätin Sara Schaar nach ihrem Amtsantritt im April des heurigen Jahres die Sache in die Hand und organisierte aufgrund der vorherrschenden Unsicherheiten, was die Bewirtschaftung von Natura 2000-Flächen betrifft, eine Reihe von Informationsveranstaltungen für alle Grundbesitzer. „Mir war die Einbindung aller Beteiligten und eine gemeinsam erarbeitete Lösung auf Augenhöhe von Anfang an wichtig“, so Schaar, die mit Vertretern der Naturschutzabteilung, der Grundbesitzer, der Landwirtschaftskammer und dem Regierungspartner auf Hochdruck an einer solchen arbeitete. Nach Informationsgesprächen und Arbeitskreisen, in denen an Verordnungen und dazugehörigen Managementplänen gearbeitet wurde, konnten Ende November fünf Schutzgebiete (Moore am Ossiacher Tauern, Rosegger Drauschleife und Umgebung, Wunderstätten, Gail im Lesachtal, Untere Lavant), ein gemeinsamer Fahrplan für die weitere Vorgehensweise sowie fünf weitere Gebiete (Hohe Tauern, die Nockberge sowie die Gebiete Kosiak, Ingolsthal und St. Martiner Moor) Anfang Dezember beschlossen werden.
Schaar: „Es macht mich stolz, dass es gelungen ist, gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft der Grundbesitzer Hohe Tauern und Nockberge sowie der Interessenvertretung und dem Koalitionspartner eine von allen getragene Lösung zu erarbeiten und den Grundbesitzern zu vermitteln, dass Natura 2000 keine Einschränkungen bei der Bewirtschaftung bedeutet. Die Grundbesitzer wissen nun bereits im Vorfeld, wie die weiteren gemeinsamen Schritte aussehen. Diese Erarbeitung diente als Grundlage für die weiteren Gebiete. Natura 2000 ist ein modernes Naturschutz-Instrument, das Natur-, Landschafts- und Bewirtschaftungsschutz in einem und die Erhaltung unserer Lebensräume auch für nachfolgende Generationen bedeutet.“

Derzeit laufen Informations- und Abstimmungsgespräche betreffend die restlichen noch auszuweisenden Natura-2000-Gebiete. „Auch hier wird ganz viel Aufklärungsarbeit geleistet und in Abstimmung mit den Grundeigentümern, der Landwirtschaftskammer sowie dem Regierungspartner Verordnungen und Managementpläne erarbeitet“, informiert Schaar.

Alternativenergieförderung für öffentliche Einrichtungen und gewerbliche Betriebe beschlossen

Mit einem speziellen Förderprogramm, das sich an öffentliche Einrichtungen und gewerbliche Betriebe richtet, möchte Energiereferentin Schaar in den nächsten beiden Jahren den Umstieg von fossilen auf erneuerbare Heizsysteme ankurbeln. „Der Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energieträger ist angesichts der aktuellen Klimaprognosen das Gebot der Stunde“, so Schaar. Gerade öffentliche Einrichtungen wie Landesverwaltung, Gemeinden und Bildungseinrichtungen würden beim Ausbau erneuerbarer Energien eine wichtige Vorbildfunktion einnehmen. Aufholbedarf sieht die Energiereferentin bei der Fernwärme. Um Anreize für einen Umstieg zu schaffen, wurde bei den Fördersätzen nachgebessert und eine Zusatzförderung für den Ersatz fossiler Heizungsanlagen eingeführt. Schaar: „Mit den Anpassungen wollen wir die im Kärntner Energiemasterplan bzw. im nationalen Energie- und Klimaplan vorgesehenen Maßnahmen in Bewegung bringen.“

Land Kärnten setzt auf „Miteinander der Generationen“

Als Generationenreferentin unterstützt Landesrätin Schaar Projekte, die den wertschätzenden Umgang und Austausch zwischen Jung und Alt, insbesondere auch in der Arbeitswelt, fördern. „Dabei stehen gesundheitsfördernde Maßnahmen und der Austausch von Wissen und Erfahrung im Fokus“, so Schaar. „Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels setzen wir in der Senioren- und Generationenpolitik bewusst Akzente, um Betriebe bei Veränderungsprozessen zu unterstützen.“ Mit dem Projekt GENIAL werden Kärntner Betriebe beispielsweise bei der Verbesserung der Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter unterstützt. „Ziel ist es, die Zusammenarbeit der Generationen im Arbeitsleben zu stärken, einen wertschätzenden Umgang zwischen Jung und Alt zu fördern und auch den Wissenstransfer sicherzustellen.“

Foto: proimageaustria

 

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