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Wasserstoff vs. Elektro

Elektromobilität

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Elektromobilität tritt langsam einen Siegeszug auf unseren Straßen an. Batteriegetriebene Automobile scheinen die Zukunft der Mobilität zu sein. Doch abseits des breiten medialen Interesses entwickelt sich auch die Wasserstofftechnologie stetig weiter und steht vor der Serienreife. Welche Technologie kann mehr und was wird sich letztendlich durchsetzen?

Von Stefan Rothbart

Von den Medien ist die Entwicklung der Elektromobilität wesentlich stärker begleitet worden. Firmen wie Tesla, die mit einem exzentrischen Gründer wie Elon Musk große Aufmerksamkeit generieren konnte, haben den Fokus der Öffentlichkeit stark beeinflusst. Inzwischen sind Elektro-Autos bei beinahe allen Herstellern im Portfolio und die Technologie wird stetig weiterentwickelt. In den letzten Jahren wurden E-Autos immer mehr zu einem fixen Bestandteil auf unseren Straßen. Die Reichweiten wurden stark vergrößert, die Ladezeiten optimiert und moderne Designs punkten auch in Sachen Prestige.

Weniger im Fokus der medialen Aufmerksamkeit hat sich aber auch die Wasserstofftechnologie beinahe still und heimlich weiterentwickelt, sodass in letzter Zeit wieder verstärkt die Frage auftauchte, ob nicht doch Wasserstoff bzw. die Brennstoffzelle die Zukunft der Mobilität sind.

Vorteile von Elektromobilität

Zunächst liegen aber einige Pro-Argumente aufseiten des Elektroantriebs. Einerseits ist die Technologie mittlerweile etabliert, sodass es bereits ein entsprechendes Vertriebs- und Servicenetzwerk gibt. Sowohl Ladetechnologie als auch die Batterien werden stetig weiterentwickelt. Reichweiten von 600 bis ca. 1000 Kilometer pro Ladung sind bereits am Markt verfügbar und die Ladezeiten konnte auf 15 bis 30 Minuten reduziert werden. In der Entwicklung stecken neue Batteriemodelle mit teilweise 17.000 Kilometer Reichweite – so zumindest die Zielsetzung der Forscher. Aufgrund der mittlerweile durchaus hohen Produktionsvolumen sind auch die Preise für Elektro-Autos in den letzen Jahren stark gesunken und werden vermutlich bald mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren gleichziehen.

Im urbanen Bereich hat die Elektromobilität bereits einen Siegeszug angetreten. Öffentliche Verkehrsmittel werden langsam umgestellt und im Individualverkehr sind E-Antriebe in Sachen Klimafreundlichkeit bisher nicht zu überbieten.

Nachteile von Elektromobilität

Die Vorteile kommen allerdings weitgehend nur im urbanen Bereich zu tragen, wo Ladeinfrastruktur entsprechend vorhanden und die durchschnittliche Fahrstrecke relativ gering ist. Die Leistung eines Elektro-Antriebs verpufft weitgehend auf der Langstrecke. Hier hat man nicht nur mir starken Leistungsverlusten zu kämpfen, es fehlt auch eine entsprechende Ladekapazität im ländlichen Bereich. Hinzu kommt, dass die Technologie nach wie vor stark witterungsabhängig ist. Sehr heiße oder sehr kalte Temperaturen wirken sich gleichermaßen äußerst ungünstig auf die Leistung von Batterien auf, obwohl man natürlich auch hier Fortschritte erzielt hat. Nur, im Winter bei Minustemperaturen die Großglocknerstraße hochzufahren ist gewiss nicht ohne Weiteres mit einem E-Antrieb machbar. Für die Langstrecke ist der Hybrid-Motor derzeit nicht wegzudenken.

Die wirklichen Nachteile rangieren aber auf der Produktionsseite. Umweltfreundlich und nachhaltig ist Elektromobilität nur unter gewissen Voraussetzungen. Einerseits muss der Strom für die Produktion als auch für den Betrieb aus erneuerbarer Erzeugung kommen, andererseits ist der Rohstoffbedarf an diversen seltenen Erden und Metallen für die Batterieherstellung oft mit Umweltzerstörung verbunden.

Strombedarf auf lange Sicht
nicht abzudecken
Experten warnen aber davor, dass die Elektromobilität eine Sackgasse sein könnte. Der Strombedarf, den man für eine flächendeckende Umstellung auf E-Antriebe benötigen würde, ist langfristig mit erneuerbaren Energien nicht abzudecken, sondern nur wenn man weiterhin stark auf fossile Energieträger setzt. Nicht zuletzt wird auch ein weiterer Ausbau der Atomkraft immer wieder als notwendig erachtet.

Den gesamten Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe.

Foto: Toyota

 

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