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Bioenergie in Kärnten Spitze

Bioenergie Kärnten

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62 Prozent der erneuerbaren Energien werden in Kärnten durch Bioenergie abgedeckt. Damit liegt Kärnten österreichweit an der Spitze – mit steigender Tendenz.

Kärnten nimmt österreichweit den Spitzenplatz beim Einsatz von erneuerbaren Energieträgern ein: 51 Prozent des Verbrauchs wurden 2016 durch erneuerbare Energieträger aufgebracht. Österreichweit lag der Anteil bei 33,5 Prozent. Die Bioenergie stellt dabei mit einem Anteil von nahezu zwei Drittel der Erneuerbaren den wichtigsten Energieträger noch vor der Wasserkraft. Die Zielsetzungen des Kärntner Energiemasterplans, energieautark bis 2025 am Strom- und Raumwärmesektor und bis 2035 auch am Verkehrssektor zu sein, können aus heutiger Sicht zumindest teilweise erreicht werden. Am Stromsektor wurde dieses bereits 2015 erreicht, am Wärmesektor kommt man dem gesteckten Ziel mit derzeit ca. zwei Drittel erneuerbarer Wärme immer näher. Obwohl der Pro-Kopf-Energieverbrauch in Kärnten über dem Bundesschnitt liegt, emittieren die Kärntner pro Kopf wesentlich weniger CO2 als der Durchschnittsösterreicher. Der Kärntner emittiert jährlich 8,3 Tonnen, der Durchschnittsösterreicher hingegen 9,1 Tonnen. Dies ist ausschließlich auf den hohen Anteil der erneuerbaren Energieträger am Gesamtenergieverbrauch in den Sektoren Wärme und Strom zurückzuführen.

Bioenergie klar vor der Wasserkraft

62 Prozent der erneuerbaren Energie wurden in Kärnten durch Bioenergie und 35 Prozent durch Wasserkraft zur Verfügung gestellt. Dies ist einerseits auf den Waldreichtum Kärntens – nahezu 62 Prozent der Landesfläche sind bewaldet – und andererseits auf die starke Holzindustrie zurückzuführen. Bezogen auf den Gesamtenergieverbrauch deckt die Bioenergie 32 Prozent ab, Hackgut und Sägenebenprodukte stellen mit einem Anteil von 44 Prozent die größte Biomassefraktion dar. Seit 2003 ist der Heizölverbrauch für die Raumwärmeerzeugung in Kärnten um 34 Prozent zurückgegangen, die Anzahl der ölheizenden Haushalte sank um 24.000 auf nunmehr 61.500. Ebenfalls 61.500 Haushalte werden dezentral mit Holzheizungen und über 70.000 Haushalte mit Fernwärme beheizt. 2017 wurden ca. 70 Prozent der Fernwärme durch Biomasse bereitgestellt, die Wärme stammt dabei aus 175 Nahwärmeanlagen und elf Biomassekraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Seit der Inbetriebnahme des Kraftwerkes Klagenfurt Ost im März 2017 werden zusätzlich 27.000 Haushalte auf Biomasse umgestellt, 90 Prozent der Fernwärme in Klagenfurt werden seit 2017 durch Biomasse bereitgestellt.

540 Wasserkraftanlagen deckten 2016 den Kärntner Strombedarf zu 85 Prozent ab, zwölf Prozent stammten aus Biomassekraftwerken, der Rest wird durch Biogas, Fotovoltaik und Wind abgedeckt. 26 Biogasanlagen produzierten immerhin 0,6 Prozent des Kärntner Strombedarfs, Photovoltaik trug 1,4 Prozent zur Bedarfsdeckung bei. Neben Kärnten schafften es nur Salzburg, Burgenland und Tirol, 100 Prozent des Strombedarfs erneuerbar zu produzieren.

Sorgenkind Mobilität

Der Kärntner Energiemasterplan sieht eine Energieautarkie am Mobilitätssektor bis 2035 vor. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde ein Mobilitätsmasterplan beschlossen. Bei einem derzeitigen Anteil der erneuerbaren Energie von 11,5 Prozent am gesamten Treibstoffverbrauch ist der Weg noch sehr weit. Um dem hochgesteckten Ziel näherzukommen, muss neben der Umstellung von Benzin- und Dieselfahrzeugen auf Antriebe auf Basis erneuerbarer Energie vor allem das Mobilitätsverhalten strikt geändert werden. Beispielsweise soll lt. Mobilitätsmasterplan der öffentliche Personenverkehr auf mindestens 20 Prozent angehoben und der Individualverkehr von über 60 Prozent auf max. 40 Prozent abgesenkt werden.

Foto: Kärnten Werbung

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