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Durchstarten mit Daten

Swarm Analytics

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Digitalisierung

Innovation und Digitalisierung werden nicht umsonst im gleichen Atemzug mit Start-ups genannt. Junge Gründer übernehmen häufig eine Vorreiterrolle, wenn es um digitale Produkte und Prozesse geht. Das Tiroler Start-up Swarm Analytics zeigt, wie es geht.

Von Christian Wieselmayer

Der Wirtschaftsstandort Österreich hat sich in den letzten Jahren durch die fortschreitende Digitalisierung maßgeblich verändert. Es entstehen innovative Geschäftsmodelle und -prozesse, neue Wertschöpfungsketten und Märkte. Um im digitalen Wandel zu bestehen, braucht es Knowhow in allen Branchen – nicht nur im Technologiesektor. Hier spielen Start-ups eine zentrale Rolle als Innovationstreiber. Sie entwickeln disruptive Technologien, die Althergebrachtes ersetzen, intelligente Software oder neuartige digitale Produkte und setzen damit Schritte für eine digitale Zukunft.

Innovation schafft Digitalisierung

Geeignete Rahmenbedingungen sind die unbedingte Voraussetzung, damit die außergewöhnlichen Ideen der Start-ups zur Realität werden können. „Digitalisierung geht nur aus Innovation hervor. Wenn nicht der richtige Nährboden für kreative Ideen geschaffen wird, kann auch keine Weiterentwicklung stattfinden“, erklärt Michael Bredehorn, Mitgründer und Geschäftsführer des Tiroler Start-ups Swarm Analytics, und betont dabei die Rolle, die Initiativen wie digital.tirol dabei einnehmen. Seit Anfang 2018 bietet Swarm Analytics, gegründet von Michael Bredehorn und GeorgWestner, moderne Lösungen im Bereich „Machine Learning“. Gemeinsam entwickelten sie eine spezielle Software, die visuelle Daten in Echtzeit interpretiert – und das ohne große Server. Diese spezielle Technik wird beispielsweise zur Verkehrsüberwachung eingesetzt. Kameras werden hierfür mit der entsprechenden Software ausgestattet und erkennen, wie viele Verkehrsteilnehmer sich momentan auf den Straßen befinden und an Ampeln oder Kreuzungen warten. Somit können das aktuelle Verkehrsaufkommen berechnet und Echtzeit-Prognosen erstellt werden. Swarm Analytics löst mit dieser Technologie gleich zwei Probleme: Einerseits kommt es bei der Bildverarbeitung zu keinen Datenschutzproblemen, da die Informationen nicht auf Server gespeichert werden. Andererseits werden die riesigen Datenmengen, die täglich auf Überwachungskameras anfallen, nun direkt über die Kamera verarbeitet und ausgewertet. Somit fällt das zeitaufwendige Prüfen von Daten weg. Für ihre Idee wurden Westner und Bredehorn bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Potenziellen Startup-Gründern möchte Bredehorn Folgendes mit auf den Weg geben: „Jeder spricht von Digitalisierung und am Ende des Tagestraut sich trotzdem keiner, seine Ideen umzusetzen – von dieser Angst sollte man sich aber auf keinen Fall stoppen lassen. Wir sollten den Mut haben, Dinge einfach mal auszuprobieren.“

Starke Nachfrage nach Digitalisierungsförderung

Im Zuge der Digitalisierungsoffensive richtete das Land Tirol Anfang 2018 drei neue Förderungen ein, um Tiroler Unternehmen sowohl bei der Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben als auch bei der Unternehmensentwicklung zu unterstützen. Neben der Förderung exzellenter Leuchtturmprojekte sind es besonders Beratungsleistungen rund um die Unternehmensplanung im Rahmen der „Beratungsförderung“ sowie Investitionen in betriebsinterne Digitalisierungsmaßnahmen und damit einhergehende Konzept und Schulungsmaßnahmen von Mitarbeitern im Rahmen der „Tiroler Digitalisierungsförderung“, welche Tiroler Unternehmen in diesem Zusammenhang intensiv mit Unterstützung der Landesförderung verfolgen. „Seit Jahresbeginn gibt es zur Beratungsförderung 29 Einreichungen, zur Tiroler Digitalisierungsförderung 49 eingereichte Projekte. Allein die 14 bis jetzt geförderten Projekte aus der Tiroler Digitalisierungsförderung stoßen mit einer beschlossenen Fördersumme von rund 1,7 Millionen Euro knapp zehn Millionen Euro an Investitionen an“, zog Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf jüngst eine positive Zwischenbilanz.

Foto: Cecile_Arcurs

Den gesamten Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe WN-W.

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