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Leichte Abkühlungstendenzen

Konjunktur 2019

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Konjunktur 2019

Das Wirtschaftswachstum ist in Österreich noch sehr kräftig, wird sich aber 2019 etwas abkühlen. Getragen wird die aktuelle Hochkonjunktur von der Industrieproduktion, aber auch die Bau- und Dienstleistungen liefern wesentliche Wachstumsimpulse. Eine Abschwächung ist im Bereich der Investitionen zu verzeichnen.

Von Christian Wieselmayer

Österreichs Wirtschaftswachstum wird nach der EU-Herbstprognose im Jahr 2018 mit 2,7 Prozent geringfügig schwächer ausfallen, als noch in der Frühjahrsprognose vom Mai mit 2,8 Prozent vorausgesagt. Auch für 2019 muss die Prognose laut EU Kommission von 2,2 Prozent auf zwei Prozent leicht nach unten revidiert werden. Für 2020 muss Österreich mit einem weiteren Rückgang auf 1,8 Prozent rechnen. Solide Lohnerhöhungen und eine Verringerung der Abgabenbelastung werden die Einkommen der privaten Haushalte und ihre Konsumnachfrage stärken. Die Beschäftigungsexpansion verlangsamt sich aber und damit auch der Rückgang der Arbeitslosigkeit. Der Staatshaushalt wird in den kommenden Jahren einen Überschuss erzielen.

Verlangsamtes Expansionstempo in Salzburg

In der Vorausschau auf 2019 steht die Industrie vor der Herausforderung, die derzeitige Auftrags- und Konjunkturlage zu halten. Die ungewisse Ausgestaltung des Brexits und aktuelle Tendenzen in der internationalen Handelspolitik werfen ihre Schatten auf die Konjunkturprognose. Eine steigende Produktionskapazität in den nächsten drei Monaten erwartet laut jüngster Konjunkturumfrage in den Salzburger Betrieben nur noch ein Fünftel der befragten Unternehmen. „Umso wichtiger ist es, dass die angekündigten Reformen jetzt umgesetzt werden: Diese reichen von der Lohnnebenkosten- und Steuersenkung über F&E-Investitionen bis hin zu dringenden Infrastrukturmaßnahmen. Das Gesamtbild zeigt, dass gerade im Hinblick auf die Verhandlungen der Kollektivverträge kein Spielraum für weitere Belastungen ist“, so Unterkofler.

Erwartungen trüben sich leicht ein

Die Beurteilung, aktuell eine gute Geschäftslage zu haben, sank im dritten Quartal 2018 leicht auf 61 Prozent (2. Quartal: 72 Prozent). Die Aussicht auf die Geschäftslage im nächsten Halbjahr wird aktuell vom Großteil der befragten Unternehmen als gleichbleibend stabil gesehen. Von einer Verbesserung geht nur ein Prozent der befragten Unternehmen aus. Jedoch ist ein Zehntel der Befragten vorsichtig pessimistisch und erwartet eine ungünstigere Geschäftslage bis Ende März 2019. Diese Perspektive bezieht sich auch auf die derzeitigen Auftragsbestände: Die aktuellen Aufträge pendelten sich nunmehr in etwa bei den Werten zu Beginn des Jahres ein: 54 Prozent bezeichnete die Auftragsbestände als „gut“, 46 Prozent als „durchschnittlich“. Als „schlecht“ wurde die Lage von keinem der befragten Unternehmen bezeichnet. Eindeutig verbessert hat sich im letzten Quartal die Lage bei den Auslandsaufträgen: Kein Unternehmen bewertet mit „schlecht“, vielmehr sehen 54 Prozent die Auftragslage weiterhin „gut“, 46 Prozent bewerten mit „durchschnittlich“.

Ertragssituation bleibt stabil

Auch wirkt sich die aktuelle Auftrags- und Produktionslage bereits auf den zukünftigen Beschäftigungsstand aus. Zusätzliche Kräfte in den kommenden drei Monaten benötigt voraussichtlich knapp ein Fünftel der Unternehmen, hingegen haben drei Viertel gleichbleibenden Arbeitskräftebedarf. Gleichzeitig müssen aktuell sieben Prozent der Befragten vor einem abnehmenden Beschäftigtenstand warnen. Die derzeitige Ertragssituation wird weiterhin von rund der Hälfte der befragten Unternehmen als gut bewertet. 15 Prozent bewerten die Lage mittlerweile als schlecht, wohingegen der Wert im zweiten Quartal noch bei zehn Prozent lag. 70 Prozent sehen jedoch weiterhin eine gleichbleibende Ertragssituation. Einzig der Fachkräftemangel ist ein Problem. Leichte Abschwächungstendenzen, wie etwa in Deutschland zu beobachten, sind in Salzburg noch kaum zu sehen. „Salzburgs Unternehmerschaft zeigt sich zudem noch relativ unbeeindruckt von den internationalen Unsicherheiten wie Brexit, Sanktionen und angedrohten Handelskriegen“, meint WKS-Präsident Konrad Steindl: „Das spricht für die Stabilität und Leistungsfähigkeit unserer Betriebe und für ihr Selbstbewusstsein im Wettbewerb.“

Foto: deepblue4you

Den gesamten Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe WN-W.

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