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Das Jahr der Entscheidungen

Industriellenvereinigung Vorarlberg

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Industriellenvereinigung Vorarlberg

Der Standort Vorarlberg befindet sich für die Industriellenvereinigung (IV) am richtigen Weg, nämlich in Richtung Exzellenz. Bei einer umfassenden Recherche und der Einbindung der IV-Mitglieder entstand jedoch einhellig der Konsens, dass in Vorarlberg in puncto Standortattraktivität noch viel zu tun ist und ein großes Zukunftsbild „Big Picture“ fehlt.

Von Florian Eckel

Ein solches „Big Picture“ präsentierte Martin Ohneberg, Präsident der IV Vorarlberg, beim traditionellen Neujahrsempfang vor 450 geladenen Entscheidungsträgern. Der Appell des IV-Präsidenten: „Vieles in Vorarlberg ist entscheidungsreif. Wenn diese Entscheidungen mutig getroffen und konsequent umgesetzt werden, kann Vorarlberg zu den wettbewerbsfähigsten und lebenswertesten Standorten in der Region und Europas aufschließen. Vorarlberg braucht dazu aber ein großes Zukunftsbild – ein ‚Big Picture‘, wie wir es erstmals vorstellen. Auf Bundesebene brauchen wir eine anhaltende Reformdynamik, auf EU-Ebene einen positiven Zugang zu einem gemeinsamen Europa.“

Vier operative Handlungsfelder

Die erarbeiteten und präsentierten Handlungsempfehlungen umfassen eine Bewertung und inhaltliche Anpassung sämtlicher für den Standort relevanten Maßnahmen. Erstmals wurde zusätzlich ein strategisches Controlling eingeführt, das die Umsetzung am Standort Vorarlberg unterstützen soll. Dazu wurden alle Maßnahmen aus der Industriestrategie „Vom Mittelmaß zur Exzellenz“ aus dem Jahr 2016 mit dem Status im Jahr 2019 verglichen. Die Detailanalyse aller Maßnahmen unterstreicht, dass vieles in Vorarlberg entscheidungsreif ist. Die Detailsim neu aufgelegten Folder „Mittelmaß oder Exzellenz?“ (2019) lassen sich in vier operative Handlungsfelder zusammenfassen:

1. Verwaltung, Raumplanung, Mobilität: Ganz wesentlich für eine ganzheitliche Herangehensweise am Standort ist die gemeinsame Betrachtung dieser Themen. Mit dem Beschluss des Raumbilds 2030 und dem Mobilitätskonzept des Landes stehen 2019 wichtige Weichenstellungen an. Konkrete Projekte sind im folgenden Zukunftsbild „Big Picture“ ersichtlich.

2. Marke Vorarlberg: Mit dem Ziel „2035 ist Vorarlberg der chancenreichste Lebensraum für Kinder“ wurde eine geeignete Markenstrategie festgelegt, der nun Taten, konkrete (Leuchtturm-)Projekte und eine umfassende Kommunikationsstrategie folgen müssen.

3. Bildung und qualifizierte Mitarbeiter: Im Bildungsbereich braucht der Standort neben demAusbau der Betreuungsangebote einen Fokus auf die Kulturtechniken, eine fundierte Allgemeinbildung, bessere Englischkenntnisse, ein hohes Image der dualen Ausbildung und eine Forcierung der MINT-Fächer. Bei der tertiären Bildung sind neue Kooperationen mit renommierten Hochschulen – z.B. mit der HSG (Uni St. Gallen) – erwünscht.

4. Innovation und Digitalisierung: Die Entwicklung eines Ökosystems für Innovation und Digitalisierung wird für den Standort als zentral erachtet. Wie schon 2016 aufgezeigt, braucht es ein Impulszentrum/Digital Hub und eine offenere Innovationskultur zwischen den Unternehmen.

Neues Zukunftsbild für Vorarlberg

Um eine ganzheitliche Sicht auf den Wirtschafts- und Lebensraum sicherzustellen, zeichnet die IV Vorarlberg ein großes Zukunftsbild – ein „Big Picture“, das es so noch nicht gegeben hat. Beim IV-Konzept „Vorarlbergs urbanerWeg“ (2017) wurde Vorarlberg in zwei Einheiten unterteilt: In „Vorarlberg Stadt“ als Ballungsraum mit den zwei Regionen Rheintal und Walgau. Und in „Vorarlberg Land“, den sieben Talschaften abgehend vom Ballungsraum Bregenzerwald, dem Montafon, Leiblachtal, Kleinwalsertal, Arlberg/Klostertal, Großes Walsertal und Brandnertal. Im aktuellen Entwurf der Landesregierung vom Raumbild 2030 wurde dieser Logik der neun Regionen gefolgt, innerhalb deren kooperiert werden sollte bzw. muss. IV-Präsident Ohneberg: „Wir sehen im Entwurf des Raumbilds 2030 erstmals die Basis für ein großes Zukunftsbild mit einer zukunftsweisenden Struktur.Wir müssen ein gemeinsames Vorarlberg in denVordergrund stellen, ohne die identitätsstiftenden Gemeinden aufzugeben.“

Den gesamten Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe WNW.

Foto: Dietmar Mathis

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