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F&E-Standort Kärnten soll noch stärker werden


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Forschung und Entwicklung

Bis 2022 soll die F&E-Quote von Österreichs südlichstem Bundesland auf vier Prozent steigen. Die Stärkung von Netzwerken und Clustern soll dazu genauso beitragen wie die Förderung von Unternehmensgründungen.

Von Ursula Rischanek

In den Köpfen der meisten wird Kärnten wohl  mit Wörthersee,  Sommer,  Sonne und Urlaub assoziiert. Dabei ist Österreichs südlichstes Bundesland weit mehr als eine Tourismusdestination, nämlich ein ernst zu nehmender Forschungsstandort: Mit einer F&E-Quote von 3,13 Prozent (Stand 2015) spielt Kärnten in der europäischen Top-Liga mit – nur rund zehn Prozent der EU-Regionen weisen eine ähnliche Forschungsintensität auf. Laut Statistik Austria wurden 2015 im Bundesland für F&E insgesamt 585,3 Millionen Euro ausgegeben. „Es zeigt sich, dass rund 80 Prozent der Kärntner Forschungsinvestitionen von Unternehmen geleistet werden. Das ist jedenfalls ein Spitzenwert in Österreich. Infineon alleine trägt rund 60 Prozent zur Kärntner F&E-Quote bei“, sagt Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende und Chief Technology Officer der Infineon Technologies Austria. Die Innovationskraft in Kärnten sei der engen Kooperation zwischen den diversen Forschungseinrichtungen und den in Kärnten tätigen Unternehmen geschuldet, bestätigt auch Technologiereferentin LH-Stv.in Gaby Schaunig. Mit den 3,13 Prozent ist das Ende der Fahnenstange jedoch bei Weitem nicht erreicht, die F&E-Quote soll weiter steigen. Für 2019 wird eine Steigerung auf mindestens 3,2 Prozent erwartet. „Realistisches Ziel ist eine Forschungsquote von vier Prozent bis 2022“, sagt Schaunig.

Digitalisierung im Fokus

Damit dieses Ziel auch wirklich erreicht werden könne, liegt der strategische Fokus vor allem auf dem Ausbau der Weiterentwicklungs-  und  Zukunftsfähigkeit  Kärntens: etwa durch die Förderung von Unternehmensgründungen. Dabei konzentriere man sich ganz bewusst auf zukunftsorientierte Themen wie Digitalisierung und elektronikbasierte Systeme (EBS). Besonderer Wert wird weiters auf Netzwerk- und Clusterbildung sowie Kooperation und Qualifizierung gelegt, was sich in zahlreichen Initiativen und Institutionen widerspiegelt: Das reicht vom Silicon Alps Cluster, in dem mittlerweile 35.000 Mitarbeiter aus der EBS-Branche miteinander kooperieren, über die Lakeside  Labs,  einen  Forschungsverbund  zu selbstorganisierenden vernetzten Systemen in der Informations- und Kommunikationstechnik,  bis zum Wood Carinthian Competence Center (W3C), das sich auf dem Gebiet der Oberflächentechnologie von Holz‐ und Holzverbundwerkstoffen als eine der wichtigsten Forschungseinrichtungen im Land Kärnten etabliert hat. Ein weiteres Beispiel sind Schaunig zufolge ein in Kooperation mit  Joanneum  Research  errichtetes  Forschungsinstitut mit dem Schwerpunkt Robotik/Mechatronik im Lakesidepark in Klagenfurt und die Silicon Austria Labs (SAL). die sich als Forschungspartner für Wissenschaft und Wirtschaft verstehen, um gemeinsam an elektronikbasierten Systemen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu forschen. „Kärnten hat die Carinthian Tech Research in die SAL eingebracht und leistet darüber hinaus einen Finanzierungsbeitrag in Höhe von rund 14,4 Millionen Euro bis 2023“, sagt die Technologiereferentin. Ein weiterer wichtiger Punkt sei der Ausbau der Infrastruktur – vom Koralmtunnel bis zum Glasfaser- beziehungsweise Breitbandausbau. „Bis zum Ende der Legislaturperiode sollen bis zu 60 Millionen Euro in den Breitbandausbau investiert werden“, so Schaunig. Darüber hinaus würden allein für die außeruniversitären Forschungseinrichtungen jährlich rund 1,7 Millionen Euro als Basisfinanzierung bereitgestellt. Der BABEG Venture Fonds ist mit 12,2 Millionen Euro dotiert, der Technologiefonds Kärnten hat ein Fördervolumen von 16,9 Millionen Euro zur Verfügung.

Den gesamten Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe der WN-S.

Foto: Infineon Austria

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