HomeArchivNÖ Wirtschaft hält Kurs

NÖ Wirtschaft hält Kurs


Treten Sie mit uns in Kontakt! – Unsere Redaktionsteam nimmt Ihr Lob und Ihre Kritik gerne entgegen.
Wir freuen uns auf Ihre Reaktion und einen konstruktiven Gedankenaustausch.
Bernhard HofbauerMag. Tanja Lackner
Chefin vom Dienst
+43 316 834020-41
redaktion@euromedien.at

Überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum

Seit zehn Jahren leitet die frühere Managerin Petra Bohuslav das Wirtschaftsressorts des Landes NÖ. Die weltweite Wirtschaftskrise hat sie professionell gemeistert, sodass das prognostizierte NÖ Wirtschaftswachstum für das laufende Jahr mit 1,8 Prozent deutlich über dem österreichischen Durchschnitt liegt. Was sie plant, damit auch Niederösterreichs Zukunft ein Erfolgsmodell bleibt, erklärt sie im Interview mit Chefredakteurin Marie-Theres Ehrendorff.

Frau Landesrätin, wenn Sie zurückblicken, welche Ihrer Entscheidungen hatten wesentliche Bedeutung für die regionale Wirtschaft?

Die strategische Fokussierung auf Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere durch  die  vier  Kernstrategien,  die  in  der Wirtschaftsstrategie festgelegt wurden: Innovation, Unternehmenswachstum, attraktive Standorte und Gründungen mit Wachstumsdynamik. Alle Instrumente in meinem Wirtschaftsressort sind auf diese Schwerpunkte ausgerichtet.

Der Export ist eine Säule der Wirtschaftsstrategie  des  Landes.  Welche  Schwerpunkte sind derzeit auf Ihrer Agenda?

Für eine kleine Volkswirtschaft wie die niederösterreichische ist Export unerlässlich und einer der wesentlichen Wachstumsmotoren.  2017  wurden  Waren  im  Wert  von knapp 22 Milliarden Euro exportiert. Knapp eine Viertel Million Arbeitsplätze sind mit unseren Exporterfolgen verbunden. Die Exportstatistik für das erste Halbjahr 2018 bestätigt diese Erfolgsgeschichte: Von Jänner bis Juni 2018 ist die Exportwirtschaft im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sagenhafte 8,3 Prozent gewachsen – damit kann Niederösterreich seinen Status als Exportmotor der Ostregion festigen. Da es in welt- und wirtschaftspolitisch turbulenten  Zeiten  beim  Export  wichtig  ist, mehrere Standbeine zu haben, nehmen wir regelmäßig  neue  Zielmärkte  in  Angriff. Heuer liegt der Fokus bei den Fernmärkten China mit einer Delegationsreise unter der Führung von Landeshauptfrau und einer Delegationsreise nach Frankreich.

Niederösterreich hat sich binnen weniger Jahrzehnte von einem Agrarland in ein prosperierendes Industrieland verwandelt. Was tun Sie, um die Qualität des Standorts auszubauen?

Im Rahmen der Kernstrategie „Attraktive Standorte“ haben wir einen Fokus auf die Technopolzentren gelegt, die sich zu dynamischen Entwicklungsmotoren entfalteten. Niederösterreichs Wissenschaftsachse mit den Technologie- und Forschungszentren in Krems, Tulln, Wiener Neustadt und Wieselburg  werden  wir  um  zwei  zusätzliche Leuchttürme erweitern. Seit Dezember 2017 ist das TFZ Seibersdorf in Betrieb. Nach vier Jahren Planung starten nun die Bauarbeiten zum Technologiezentrum IST PARK gegenüber dem IST Austria in Klosterneuburg.  Ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt ist die gezielte Betreuung von Unternehmen bei Neuansiedlungs- und Erweiterungsprojekten durch unsere bestehenden und neuen Wirtschaftsparks. Zusätzlich wird der Ausbau einer modernen Kommunikationsinfrastruktur mittels Breitbandanbindung für eine gute Erreichbarkeit peripherer Standorte sorgen.

Sind Sie auch an Gründern und Start-ups interessiert?

Wir haben mit dem riz up eine umfassende  Gründerberatungsagentur  und  mit dem accent eine Begleitung für Start-ups.  Das  accent  unterstützt  Projekte,  die  zukunftsweisende Technologien mit Wissenschaft und Technik verbinden. Pro Jahr werden dem accent rund 200 Projekte vorgestellt, die meist aus der Wissenschaft kommen  oder  einen  engen  Bezug  zu  wissenschaftlichen Institutionen haben. Davon werden nach intensiver Prüfung rund fünf Prozent in unsere Programme aufgenommen.

Den gesamten Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe der WN-D.

Foto: NLK Burchhart

Mehr aus dem Donauraum erfahren?

No comments

leave a comment