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Abtauchen in virtuelle Welten


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Virtual Reality und Augmented Reality

Die Digitalisierung hat die Immobilienbranche längst erreicht. Technologien wie Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) lassen die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschmelzen.

Von Sabrina Erben

Von Raum zu Raum laufen, einen Blick unter den Designer-Schreibtisch werfen, einige Schritte auf dem Teppich gehen, das Regal an der Wand im neuen Büro von allen Seiten begutachten: All das machen Kunden von Marco Hornegger, Geschäftsführer von Möbel Maier in Radstadt, täglich. Allerdings existieren weder Schreibtisch noch Teppich oder Regal. Mit einer sogenannten VR-Brille und einem Joystick entführt Hornegger seine Kunden in die Zukunft. Es wird eine virtuelle Welt geschaffen, in der sich die Interessenten in einer computergenerierten Simulation bewegen. Die Technologie dahinter nennt sich Virtual Reality. Zwei Jahre hat Hornegger mit einem befreundeten Programmierer daran gearbeitet. „Wir können die gewünschte Einrichtung detailgetreu darstellen“, erklärt er. Der Vorteil für das Möbelhaus: Dank der virtuellen Unterstützung gibt es deutlich schnellere Verkaufsabschlüsse. „Es werden Emotionen geweckt, der Kunde bekommt ein Gefühl für die Einrichtung.“

Anwendungsmöglichkeiten im Marketing

Das Möbelhaus in Radstadt ist mit seinem innovativen Planungsprogramm kein Einzelfall. Die Digitalisierung hat die Immobilienbranche erreicht. Neben den Themen künstliche Intelligenz, Roboter oder Internet der Dinge sind auch Virtual Reality und Augmented Reality, also die erweiterte Realität, essenzielle Technologien. In der „Real Estate Benchmarking Studie 2018“ der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC geben 83 Prozent der Teilnehmer an, VR als die Technologie mit dem größten Einfluss auf den Bereich Investor Relations zu sehen. Die Anwendungsmöglichkeiten sind laut PwC vor allem im Marketing und in der Kundenkommunikation zu finden. In virtuellen Rundgängen oder 360-Grad-Panoramaansichten tauchen die Nutzer in eine andere Welt ab. Die Vorteile der Rundgänge liegen auch im Gewerbeimmobilienbereich auf der Hand. So könnte beispielsweise ein Property Manager aus Innsbruck, der sich nach passenden Büroflächen für einen weiteren Firmensitz in Wien umsehen soll, alle möglichen Objekte vorab virtuell begehen. Das spart Zeit und Kosten.

Bekannt durch „Pokemon Go“

Jeder dritte Umfrageteilnehmer der PwC-Studie geht zudem davon aus, dass auch Augmented Reality deutliche Impulse setzen wird. Auch wenn die Technologien Ähnlichkeiten haben, sind sie doch unterschiedlich. „Mithilfe von VR wird der Nutzer von der Welt isoliert, bei AR wird die reale Welt um Informationen, Daten und Bilder angereichert“, erklärt Markus Tatzgern, Dozent im Studiengang MultiMediaTechnology an der FH Salzburg. Augmented Reality ist vor allem seit dem großen Hype um das Handyspiel „Pokemon Go“ in aller Munde. In dem Spiel können die Nutzer Monster fangen, die in der realen Umgebung auf dem Bildschirm des Smartphones auftauchen. „VR und AR gibt es schon länger. Nun sind für diese Anwendungen auch die Grafikkarten und die leistungsstarken Computer vorhanden“, sagt Tatzgern. Bei Augmented Reality gibt es allerdings noch einige Hürden. „Der Nutzer muss für die Technologie sein Handy in die Hand nehmen, das ist umständlich“, sagt Tatzgern. In Zukunft lösen Datenbrillen das Smartphone ab. Das sind tragbare Computer, die Daten zum Sichtfeld des Nutzers hinzufügen. 

Den gesamten Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Reports.

Foto: iStock.com/ Georgijevic

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