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Spielregeln für Jungunternehmer


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Start-up-Desk

Oft in Sweater und Sneakers anzutreffen sind Start-up-Gründer, wenn sie Freiheit und Abenteurertum aus jeder Pore verströmen. Frei wie ein Vogel sind sie jedoch keineswegs, denn auch sie müssen gewisse Spielregeln befolgen.

Von Marie-Theres Ehrendorff

Um der steigenden Nachfrage von aufstrebenden Jungunternehmen gerecht zu werden, hat die Wirtschaftsanwaltskanzlei DLA Piper einen eigenen Start-up-Desk gegründet. Ziel ist es, Gründer rechtlich zu unterstützen. „Gerade in der Gründungsphase gibt es eine Vielzahl an Todos, an die Jungunternehmer gleichzeitig denken müssen. Rechtliche Aspekte auszublenden oder hintanzustellen ist jedoch keine Lösung“, warnt Johannes Kautz, Rechtsanwalt bei DLA Piper und Verantwortlicher des Start-up-Desks vor den Folgen.

Gesellschaftsvertrag als Fundament

Der Gesellschaftsvertrag ist eine echte Chance, den Grundstein für Erfolg zu legen. Es empfiehlt sich, keinen Standard-Vertrag als Vorlage zu nehmen. „Wichtige Punkte sind sonst ungeregelt. Oft kommt es zu Pattsituationen, etwa wenn unter zwei Gesellschaftern Streit ausbricht“, nennt Kautz ein Beispiel für mögliche Konsequenzen. Daher ist genau zu regeln, wie die Gesellschaft finanziert wird, welcher Eigentümer welchen Beitrag leistet und wie ein Gründer aussteigen kann. Ebenso wichtig wie der Gesellschaftsvertrag ist der Schutz des geistigen Eigentums – hier liegt häufig der Mehrwert von Start-ups. Marken, Muster und Patente müssen angemeldet werden. „Die Rechte sollen unbedingt bei der Gesellschaft selbst und nicht bei einem der Gründer liegen“, unterstreicht Kautz.

Finanzierung gut vorausplanen

Als Gründer sollte man gut über alle Finanzierungsmöglichkeiten, auch über Alternativen wie Crowdinvesting informiert sein. Sollen sich Investoren mit kleinen Beträgen beteiligen können, bieten sich qualifizierte Nachrangdarlehen an. Für größere Beträge wiederum eignen sich klassische Formen: „Steigt ein reiner Finanzinvestor ein, gilt es, darauf zu achten, welche Rechte ihm eingeräumt werden und welche Pflichten man selbst eingeht“, erklärt Kautz. Das kann zum Beispiel Gewährleistungszusagen, Haftungsübernahmen oder Berichtspflichten betreffen. Gründer sollten sich außerdem immer nach Förderungen – etwa bei der AWS oder der FFG – erkundigen und diesbezügliche Anträge rechtzeitig, meist vor Projektbeginn, einreichen. Hinzu kommen regionale und EU-Förderungen.

Den gesamten Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe der WN-D.

Foto: 123rf.com

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