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Wein, Wohlgefühl und Wellness

Urlaub im Weinviertel

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Neuer Geschäftstrend im Weinviertel

So mancher Winzer setzt statt des Heurigenbetriebs auf die Beherbergung von Gästen. Denn Kurzurlaub im Weinviertel ist angesagt.

Ein Glaserl DAC und ein Speckbrot genießen – und das im idyllischen Innenhof oder Garten eines Winzerhauses? Was für die Gäste eine Freude ist, ist für viele Winzer zunehmend eine Last. Selbst wenn nur wenige Wochen im Jahr ausg’steckt ist. Josef K. hat die Konsequenzen gezogen und den Heurigenbetrieb daher aufgegeben. Lange Jahre hat der Weinviertler Winzer Gäste in seinem Hof bewirtet, jetzt ist damit Schluss. „Die Kinder sind aus dem Haus und kommen nur noch am Wochenende“, sagt Josef K. Auch die Großmutter, die stets für Kuchen und Aufstriche sorgte, ist ausgefallen. Er und seine Frau allein würden den Betrieb nicht stemmen. Und Mitarbeiter sind nicht zu finden, auch wenn es nur um zwei Wochen im Jahr geht.

Josef K. ist nicht der einzige Weinviertler Winzer, der in Hinblick auf die Bewirtung von Gästen das Handtuch geworfen hat. Ein Blick in den Heurigenkalender der Region Manhartsberg beispielsweise zeigt, dass zumindest drei Betriebe weniger ausgesteckt haben als noch vor ein paar Jahren. Oder ihre Öffnungszeiten von zwei oder drei Wochen auf eineWoche oder zehn Tage reduziert haben. Aber nicht nur die Personalfrage ist dafür verantwortlich. Auch Auflagen und die Einführung der Registrierkasse haben dem Vernehmen nach dazu beigetragen. Was Josef K. allerdings weiter betreibt, ist der Beherbergungsbetrieb.Vier Zimmer stehen den Gästen zur Verfügung, die Nachfrage ist groß. „Ich könnte mehr Zimmer vermieten“, schmunzelt Josef K. Über mehr Zimmer denkt auch Wolfgang Hagn vom gleichnamigen Weingut in Mailberg nach. Sechs Zimmer gibt es derzeit im sogenannten Weindomizil, das daneben noch ein Restaurant umfasst. Seit dem Vorjahr gibt es weiters noch eine Weingalerie mit Verkostungsraum und Erlebniswelt.

Tafeln ganz in Weiß

Wenn schon die Heurigen weniger werden, verhungern müssen die Gäste trotzdem nicht. Dafür sorgt beispielsweise die gastronomische Event-Reihe „Tafeln im Weinviertel“. Bereits zum neunten Mal werden heuer die rund 40 Meter langen, weiß gedeckten Tafeln an verschiedenen Orten aufgestellt. Geschmaust wird beispielsweise unter freiem Himmel in Kellergassen, zwischen Reben oder in Schlosshöfen. Untermalt von einer musikalischen Begleitung, werden dabei Fünf-Gang-Menüs, zubereitet von Weinviertler Spitzenköchen, und die passende Weinbegleitung serviert. „Von den 26 Tafeln im Weinviertel, die wir im Sommer abhalten, sind schon 21 gänzlich ausverkauft“,so ProjektleiterJohannes Pleil im NÖ-Wirtschaftspressedienst. Von den insgesamt 2.500 aufgelegten Karten habe man bereits 95 Prozent abgesetzt. Rund die Hälfte der Gäste von „Tafeln im Weinviertel“ kommt dem NÖ Wirtschaftspressedienst zufolge aus der Region selbst und 20 Prozent aus Wien. Die restlichen 30 Prozent kommen aus den anderen Bundesländern sowie aus den Nachbarstaaten Deutschland, Schweiz und Tschechien. 2018 hat die Event-Reihe einen Umsatz von 280.000 Euro erwirtschaftet.

Den gesamten Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe der WN-D.

Foto: Therme Laa

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