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Mehr als nur Tourismus – vom Sorgenkind zum Musterschüler

Wirtschaft Kärnten

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Kärnten als Wirtschaftmotor

Bis vor wenigen Jahren war Kärnten noch eher als das Sorgenkind Österreichs bekannt. Hohe Verschuldung und diverse politische Skandale haben das Image in der Öffentlichkeit getrübt. Nach den politisch turbulenten Zeiten geht es jetzt aber wieder aufwärts. Kärnten ist drauf und dran, sich neu zu erfinden und zur starken Kraft im Süden zu werden. Wirtschaftlich hat das Bundesland dabei längst mehr zu bieten, als nur den Tourismus.

Von Stefan Rothbart

Vom Sorgenkind zum Musterschüler. So könnte man die Wandlung fast schon bezeichnen, die Kärnten in den letzten Jahren hingelegt hat. Dabei hat das Bundesland eine schwere Last zu tragen. Die Schulden des Hypo-Alpe-Adria-Skandals belasten noch heute das Budget. Doch längst sind die Aussichten nicht mehr so getrübt, wie sie schon einmal waren, aber von klarer Sicht ist noch nicht die Rede.

Budget 2019 mit Neuverschuldung

Die gute Konjunktur 2017 und 2018 hätte eigentlich ein besseres Budget für 2019 erwarten lassen, doch Kärnten muss erneut 83 Millionen Euro neue Schulden machen. Ein ausgeglichener Haushalt war nicht drinnen. Im kommenden Jahr betragen die Einnahmen des Landes rund 2,47 Milliarden Euro, die Ausgaben rund 2,53 Milliarden Euro. Die Finanzschulden des Landes belaufen sich auf 1,94 Milliarden Euro, inklusive ausgegliederter Rechtsträger kommt Kärnten auf Schulden von 3,61 Milliarden Euro. In Sachen Pro-Kopf-Verschuldung liegen die Kärntner somit mit 6.431 Euro weiterhin an der Spitze im Bundesländervergleich. Die offenen Haftungen 2019 liegen bei 934,9 Millionen Euro. Steuersenkungen der Bundesregierung seien für Einnahmenausfälle verantwortlich.

Forschung und Wirtschaft mit neuer Stärke

Ungeachtet dessen entwickelt sich die Kärntner Wirtschaft positiv. Das Land hat sich von seinem Image, eine reine Tourismusregion zu sein, inzwischen verabschiedet. In den letzten Jahren ist Kärnten zu einem hochwertigen Technologiestandort ausgebaut worden. Die Forschungsquote wurde seit 2009 auf aktuell 3,15 Prozent angehoben, womit Kärnten an vierter Stelle im Bundesländervergleich landet. Außergewöhnlich ist der enorm hohe Anteil von 75 Prozent bei der betrieblichen Forschung. Mehrere Forschungsunternehmen sorgen für die technologische Weiterentwicklung. Neben dem Carinthian Tech Research (CTR), das sich auf intelligente Sensorik spezialisiert hat, ist auch Joanneum Research mit dem Institut für Robotics vertreten. Mit dem Lakeside Labs verfügt Kärnten zudem über eine Plattform für Informations- und Kommunikationstechnologie und mit dem Wood Carinthian Competence Center auch über einen der führenden Forschungsbetriebe auf dem Holz- und Papiersektor.

Maßgeblich für die Technologiekompetenz Kärntens sind die international agierenden Leitbetriebe, wie zum Beispiel Infineon Technologies Austria, Lam Research, KapschTrafficCom oder Flex (Flextronics International). Nicht zuletzt dank ihnen gehen Prognosen von einer Steigerung auf 3,2 Prozent für das Jahr 2019 aus. Gemeinsam mit den vielen forschungsintensiven klein- und mittelständischen Unternehmen in der Region bestimmen sie die zukünftigen Entwicklungen u.a. in den Bereichen Elektronik und Mikro-Elektronik, Mechatronik und Medizintechnik mit.

Internationale Betriebe

Neben dem Unternehmen Infineon, das erst kürzlich seinen Standort in Villach massiv ausgebaut hat, sind auch andere internationale Unternehmen in Kärnten präsent. Mit der Glock GmbH, Teibenbacher Industries AG, der addIT GmbH sowie Mondi Trantschach und GREENoneTec Solarindustrie sind weitere international tätige Unternehmen ansässig, um nur einige zu nennen. Die Stärkefelder der Kärntner Wirtschaft haben sich dabei in den letzten Jahren hin zu Mikroelektronik, Informations- und Kommunikationstechnologien, Metall-, Maschinen- und Anlagenbau, Holz- und Papiertechnik bis hin zu erneuerbaren Energien und Umwelttechnik verschoben.

Den gesamten Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe der WN-S.

Foto: : Kärnten Werbung/Edward Gröger

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