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Verzögerung ist Risiko für Wirtschaft

Koralmtunnel

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Koralmtunnel

Der Koralmtunnel ist ein absolut notwendiges Infrastrukturprojekt für Kärnten und die Steiermark. Die Fertigstellung wird nun auf das Jahr 2026 verschoben. Die Verzögerung belastet die Wirtschaft.

Man ist auf anderes Gestein gestoßen. Es dauert länger“, rechtfertigte Norbert Hofer, bis vor wenigen Wochen noch Verkehrsminister dieser Republik, die Verschiebung der Fertigstellung des Koralmtunnels. Auch bei der ÖBB bestätigte man, dass es an unerwarteten geologischen Störzonen liege, die man bei Voruntersuchungen noch nicht prognostizieren konnte.

Neues Fertigstellungsdatum ist nun im Dezember 2025. Die gesamte neue Südstrecke von Wien über Graz nach Klagenfurtsoll wie bisher geplant 2026 befahrbar sein, wenn auch der Semmering-Bahntunnel eröffnet worden ist. Mehrkosten sollen angeblich nicht entstehen. Während der Koralmtunnel auf sich warten lässt, werden andernorts Projekte weiterhin vorangetrieben.

Der Bahnhof in Groß St. Florian steht bereits, die zugehörige Gewerbe- und Industriefläche ist bereits in Planung. Betriebe in der Region hoffen außerdem auf mehr Fachkräfte, die durch eine attraktive Bahnanbindung kommen sollen. Doch alles hängt davon ab, wann die ersten Züge tatsächlich rollen.

Planungsunsicherheit bei Unternehmen

Die Geschäftspläne vieler Unternehmen waren auf den bisherigen Fertigstellungszeitpunkt 2024 ausgerichtet. Durch die Verschiebung entstehen nun erhebliche Planungsrisiken. Vor allem die Bezirke Wolfsberg und Deutschlandsberg sind von der Verzögerung betroffen. Bei Betrieben herrscht nun erhebliche Verunsicherung.

„Wir fordern die Beibehaltung des bisherigen Fahrplans, sonst droht der Wirtschaft hier ein enormer Schaden. Die Verschiebung stelle viele Business- und Investitionspläne auf den Kopf. Unternehmen brauchen Planungssicherheit“, fordert etwa auch der Obmann der Regionalstelle Deutschlandsberg der WK-Steiermark, Manfred Kainz, im März gegenüber ORF Steiermark.

Jetzt ist einmal der Süden dran

Die Ansiedelungsgespräche mit Wirtschaftsbetrieben stehen nun auf der Kippe. Für Landespolitiker aus Kärnten und der Steiermark ist die Verzögerung unverständlich. Die Bahninfrastruktur sei im Süden jahrzehntelang vernachlässigt worden. Diese Benachteiligung macht sich auch in anderen Bereichen sichtbar. Beim Bundesländerfinanzausgleich erhalten Steiermark und Kärnten zu wenig. Vor allem Graz – immerhin die zweitgrößte Stadt Österreichs und bedeutender Wirtschaftsstandort – erhält deutlich weniger Geld pro Einwohner als andere Landeshauptstädte.

Den gesamten Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe der WN-S.

Foto: ÖBB

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