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Klimaschutz made in Vorarlberg


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Vorarlberg ist Vorreiter bei Klimaschutz und Energieeffizienz

Globaler Klimawandel, Klimaschutz, Umwelt und Energie sind für Vorarlbergs Wirtschaft keine Trendthemen. Die Ergebnisse des aktuellen Energie- und Monitoringberichts bestätigen den Weg der freiwilligen Maßnahmen der Vorarlberger Wirtschaft.

Von Christian Wieselmayer

Seit Jahren arbeiten die Unternehmen im Ländle erfolgreich an der Steigerung der Energieeffizienz und der Reduktion des Treibhausgas-Ausstoßes. „Die Vorgaben im Rahmen der Energiezukunft Vorarlberg werden sogar übererfüllt“, betont Hans Peter Metzler, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Der Energieverbrauch ist bei gleichzeitigem Bevölkerungsund Wirtschaftswachstum kaum gestiegen und konnte in Bezug auf die Wirtschaftsleistung sogar deutlich gesenkt werden. „Das heißt aber nicht, dass es jetzt nichts mehr zu tun gibt“, sagt Metzler.

Klimaschutz „made in Vorarlberg“

Umgesetzte Energiesparmaßnahmen und eine Energieeffizienzsteigerung haben den Endenergieverbrauch bereits deutlich gesenkt. In Bezug auf das Bruttoregionalprodukt reduzierte sich der Verbrauch von 914 Kilowattstunden pro 1.000 Euro im Jahr 2005 auf 620 Kilowattstunden pro 1.000 Euro im Jahr 2017 und damit um insgesamt 32 Prozent. Im Sektor Industrie und Gewerbe wurde im selben Zeitraum kumuliert vier Prozent weniger CO2 ausgestoßen. „Weil ein nachhaltiger, verantwortungsvoller und effizienter Umgang mit Energie und Ressourcen nicht nur ein zentraler Standortund Wettbewerbsfaktor, sondern auch ein unverzichtbarer Beitrag zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen ist, dürfen wir uns auf diesen Ergebnissen nicht ausruhen“, betont Hans Peter Metzler.

0,006 Prozent

Wahl und Regierungsbildung sowie die Verpflichtung Österreichs, bis zum Jahresende einen nationalen Energie- und Klimaplan (NEKP) an die EU-Kommission zu übermitteln, sorgen für besondere politische Dynamik. Dabei werden vor allem Forderungen nach Abgaben und Steuern auf klimaschädliche Treibhausgase vorgebracht, die den vermeintlich effizientesten Weg zur Reduktion des Ausstoßes darstellen. Dabei stehe laut Hans Peter Metzler jedoch zu befürchten, dass solche Maßnahmen – der österreichische Anteil an den globalen Emissionen beträgt ca. 0,2 Prozent – vor allem jene Unternehmen treffe, die in Sachen Klimaschutz ohnehin schon sehr viel geleistet haben. Drei Prozent der österreichischen CO2-Emissionen fallen in Vorarlberg an, was einem Globalanteil von 0,006 Prozent entspricht. Die sechs größten CO2-Emittenten der Welt stoßen über 60 Prozent des Treibhausgases aus. Dieser Vergleich verdeutlicht die verschwindend geringe regionale Relevanz im weltweiten Emissionsgefüge. Es ist daher wenig sinnvoll zu glauben, dass globale Klimaziele nur dann erreicht werden, wenn das Reduktionsziel im eigenen Land umgesetzt wird.
Der Klimawandel braucht eine globale Lösung. „Obwohl wir unsere Hausaufgaben gemacht haben, heißt das noch lange nicht, dass wir uns von globalen Bemühungen um die CO2-Reduktion ausnehmen sollen oder dürfen“, hält WKV-Präsident Metzler fest. Die Wirtschaft kann den Klimawandel vor allem deshalb meistern, weil bereits früh auf Kreativität und Innovation als Schlüssel zum Erfolg gesetzt wurde. Vorarlberg hat sich unter konsequenten und jahrelangen Bemühungen zu einer Art Modellregion entwickelt und muss zukünftig mit Österreich und Europa als Vorreiter zeigen, dass man ökologisch und ökonomisch erfolgreich sein kann.

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Foto: iStock.com/zhaojiankang

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