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Twin City Kärnten


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Standortentwicklung zwischen Klagenfurt und Villach

Um den Standort Kärnten zu stärken, schlägt die Industriellenvereinigung Kärnten die Schaffung eines urbanen Zentralraums zwischen Klagenfurt und Villach vor. Damit sollen die massive Abwanderung gestoppt und die Standortqualität für Wirtschaftsbetriebe gestärkt werden.

Von Stefan Rothbart

Die Zeit des Sich-Verzettelns ist vorbei“, warnte der Kärntner IV-Präsident Timo Springer bei einer Pressekonferenz, in der er gemeinsam mit Thomas Krautzer, Professor am Zentrum für Entrepreneurship und angewandte BWL der Universität Graz, die Elemente einer innovativen Zentralraumstrategie für Kärnten vorstellte. „Schafft es das Bundesland nicht rasch, diese attraktive Zentralregion zu etablieren, wird sich der Negativtrend bei der Bevölkerungsentwicklung fortsetzen und fehlt der Wirtschaft schlicht das Potenzial, hier noch zu wachsen“, wird Springer deutlich. Kärnten müsse endlich das historische Erbe des „zu klein“, „zu zersplittert“ und „zu traditionell“ hinter sich lassen und eine ökonomisch gesehen kritische Masse erzeugen, um weiter konkurrenzfähig zu bleiben. Springer appelliert an die Politik, rund um eine rasch zu entwickelnde „Twin City“ Klagenfurt/Villach eine technologieorientierte Wissensregion zu bilden. Anders werde man das derzeitige Wohlstandsniveau kaum halten können. Kernelemente sind für Springer die Konzentration der Hochschul- und Forschungslandschaft in einem Uni-Campus, dazu entsprechende Transferinstitutionen, wie etwa das kürzlich aus der Taufe gehobene Fraunhofer-Institut „KI4life“, die Silicon Austria Labs oder das Robotics-Institut von Joanneum. Das müsse zusammen mit geeigneten Maßnahmen im Wissensaustausch, der verstärkten Kooperation und dem Schließen von Lücken in den Wertschöpfungsketten realisiert werden. Auch fördertechnisch könne man hier unterstützen.

Zuwanderung sichern!

Sich auf die Analyse von Thomas Krautzer berufend, bezeichnet der IV-Kärnten-Präsident die Sicherung des Fachkräftebedarfs als zentrale Frage Die Ausweitung der Bildungs- und Forschungslandschaft sowie der Hightech-Wirtschaft ohne Zuzug sei aber unmöglich. Hier müsse man in Zukunft auf qualifizierte Zuwanderung setzen. Wirtschaft und Forschung sind davon gleichermaßen abhängig. Grundvoraussetzung dafür ist laut Springer allerdings eine völlig neue Vermarktung des Standortes Kärnten, die mehr auf die spannende Technologieregion abstellt. Erst die Stärkung des Zentralraums rund um die „Twin City“ Klagenfurt/Villach werde auch die Chancen von den in der Analyse als Subzentren bezeichneten Orten wie Spittal, Völkermarkt oder Wolfsberg wieder erhöhen. Gerade für das Lavanttal ergeben sich zusätzliche Möglichkeiten durch die Lage fast direkt an der Koralmbahn, die ein Zusammenspiel des Kärntner Zentralraums mit dem steirischen Zentralraum deutlich verbessern werde.

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Foto: Stadt Villach

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