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KMU-Digitalisierung schreitet voran

Die Digitalisierung der KMU steht zwar auf der Agenda ganz oben, aber die Umsetzung lässt stellenweise noch zu wünschen übrig. Der Befund über den Entwicklungsgrad der Digitalisierung ist keinesfalls einheitlich.

Von Felix Meiner

Zu viele kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) nutzen die Digitalisierung noch nicht. Warum das so ist und wie KMU die Hürden zum digitalen Wandel überwinden können, war Inhalt der Innovationstagung 2019. Die Veranstaltung wurde im Rahmen des vom EU-Programm Interreg Österreich-Bayern geförderten Projekts KMU 4.0 ermöglicht. Wie weit sind die österreichischen Betriebe mit der Digitalisierung? Die Zahlen des aktuellen Austrian Business Check sind zweideutig: Einerseits erkennen 84 Prozent der Unternehmen, dass die Digitalisierung den eigenen Markt verändert. Jedoch arbeiten noch immer 68 Prozent der Betriebe ohne digitale Agenda. Das heißt, dass zwar fast alle sehen, dass sie ihren Betrieb weiterentwickeln und ihre Produkte und Services digitalisieren müssen, aber nur etwa ein Drittel der Unternehmer beschäftigt sich damit.

Der Weg zur digitalen Transformation

„Der digitale Wandel kann nur mit ‚digitaler Transpiration‘ vollzogen werden“, sagte Ricardo-José Vybiral, CEO des Kreditschutzverbandes (KSV1870) und Keynote-Speaker der diesjährigen Innovationstagung, und meinte damit, dass angepackt werden müsse und die Ärmel hochzukrempeln seien. Die digitale Transformation voranzubringen bedeutet auch, sich in Themen und Prozesse einzuarbeiten und zu akzeptieren, dass man dabei ins Schwitzen kommt. Letztendlich ist dabei auch damit zu rechnen, dass im Unternehmen kein Stein auf dem anderen bleibt.

Fehlender Spirit

In Österreich fehle es derzeit oft an diesem Spirit, bemängelte Ricardo-José Vybiral. Gleichzeitig sieht er jedoch speziell für KMU die Digitalisierung als eine Chance, die es ermöglicht, schneller zu wachsen und den Kundenkreis zu erweitern. „Unternehmer müssen sich vor allem zwei Fragen stellen: Ist das, was mein Unternehmen anbietet, in fünf oder zehn Jahren noch relevant? Und wie kann ich mit Digitalisierung meinen Kunden das Leben erleichtern?“, gibt Vybiral zu bedenken. „Außerdem rate ich, die Digitalisierung in kleinen Paketen abzuarbeiten – man muss nicht auf einen Schlag das ganze Unternehmen digitalisieren. Kleine Schritte schaffen Erfolgserlebnisse und geben Mut für weitere Digitalisierungssprünge. Die Voraussetzung dafür sind Teamarbeit und Wissenstransfer, Interdisziplinarität und Neugierde für die Mitbewerber. Aber auch der Blick in andere Branchen kann wichtige Denkanstöße geben“, so Vybiral.

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Foto: iStock.com/Andrey Popov

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