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Neue Lösungen in der Logistik gefragt 

Durch den weltweit zunehmenden Handel und E-Commerce wird der Warentransport weiter massiv ansteigen, weshalb in der Logistik neue Lösungen gefragt sind.

So wird es angesichts dieser Entwicklungen auch im Straßenverkehr keine Entlastung geben. Kein Wunder, bietet der Lkw doch auf kurzer und mittlerer Distanz viele Vorteile gegenüber anderen Verkehrsmodi, etwa flexiblere Transportmengen, ein dichtes Straßennetz und eine geringere Umschlagshäufigkeit. Beim LkwGüterverkehr gelingt der Umstieg auf die Schiene daher nur selten. Auch die Zahlen sind hier eindeutig: Auf der Schiene wurde 2017 knapp ein Fünftel (18,5 Prozent) der Güter von heimischen Unternehmen durch das Land geschickt, das waren 108 Millionen Tonnen, während zwei Drittel (66,6 Prozent) – beziehungsweise 387 Millionen Tonnen – auf die Straße entfielen.

Das generell vermehrte Verkehrsaufkommen steht den durch technische Errungenschaften erzielten Einsparungen beim Energieverbrauch gegenüber und lässt derzeit keine Entspannung der Situation zu. Laut Europäischem Parlament ist der Verkehr für fast 30 Prozent der gesamten CO2-Emissionen der EU verantwortlich, von denen 72 Prozent auf den Straßenverkehr entfallen und hier wiederum 26,2 Prozent auf den Schwerverkehr bzw. 11,9 Prozent auf leichte Nutzfahrzeuge.

Lösungsansätze und Initiativen existieren bereits. Allerdings: „Das ist aber alles viel zu wenig, da muss ein System hineinkommen. Ich glaube, dass die Politik in Österreich hier zu mutlos ist. Man könnte tatsächlich, wenn man das will, Leuchtturmprojekte für eine soziale und umweltverträgliche Mobilität machen. Das könnten wir uns als reiches Land leisten“, stellt Univ.-Prof. Martin Gronalt, Leiter des Instituts für Produktionswirtschaft und Logistik an der Boku, fest. Die Aktivitäten auf Forschungsseite seien gut, aber noch zu unbedeutend, meint auch Martin Russ, Geschäftsführer der Beratungsagentur AustriaTech. „Jetzt geht es darum, das institutionell zu verankern, damit wir Transformationstreiber, Akteure und Katalysatoren haben.“

Als „das Leuchtturmprojekt der europäischen Logistikforschung“ sieht hier Matthias Prandtstetter, Experte für Transportoptimierung und Logistik vom AIT (Austrian Institute of Technology), die European Technology Platform ALICE. Diese basiert auf der Erkenntnis, dass eine übergreifende Sichtweise auf die Logistik und die Planung und Kontrolle der Lieferkette mithilfe des Internets erforderlich ist, bei der Verlader und Logistikdienstleister eng zusammenarbeiten, um effiziente Logistikund Lieferkettenabläufe zu erreichen. „Es gibt keine Vorgabe vom Sender, außer vielleicht möglichst kostengünstig oder bis zu einem gewissen Zeitpunkt am Ziel zu sein. Ob die Ware mit dem Lkw, Zug, Schiff, Flugzeug oder einem anderen Verkehrsmittel transportiert wird, ist dem Verlader und dem Empfänger egal“, so Prandtstetter.

Das Logistikum der Fachhochschule (FH) Oberösterreich forscht im Zuge mehrerer Projekte ebenfalls an der Realisierung des Physical Internet, beispielsweise im Leitprojekt ATROPINE – Fast Track to the Physical Internet. Dieses verfolgt gemeinsam mit namhaften Forschungs- und Unternehmenspartnern das Ziel, die Kräfte zu bündeln, um in Oberösterreich eine Modellregion zu schaffen. Intelligente Transportträger, gemeinsam genutzte Infrastruktur, Echtzeitinformation und synchromodale Transportketten werden in einem offenen Physical Internet Datenhub vernetzt, um das Potenzial einer solchen Vision zu erproben.

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Foto: iStock.com/Tryaging

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