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Der Weg an die Digitalisierungsspitze


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Breitbandausbau

Mit Jahresende 2019 wurde die sechste Phase der Breitbandförderungsprogramme Access und Backhaul sowie eine weitere Runde der LeerrohrAusschreibung gestartet. 

5G ist von zentraler Bedeutung für die rasche Digitalisierung aller Lebensbereiche. Durch einen schnellen und flächendeckenden 5G-Rollout werden die Rahmenbedingungen und die Infrastruktur der Zukunft geschaffen. „Wir haben das Ziel, Österreich zu einer der führenden Digitalnationen Europas zu machen. Dafür braucht es eine flächendeckende Breitband-Versorgung in ganz Österreich. Wir wollen, dass vor allem der ländliche Raum von dieser Entwicklung profitiert“, erklärt Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Aus der Breitbandmilliarde stehen für die dazu nötigen Ausschreibungen aktuell insgesamt 60,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das Access-Programm zielt darauf ab, leistungsfähige Glasfasernetze weiter auszudehnen und damit größere Flächen mit zukunftssicherem Breitband-Internet zu versorgen. In der aktuellen Ausschreibung stehen 42,3 Millionen Euro zu Verfügung. Die Ausschreibung endet am 27. März 2020. Im Backhaul-Programm wird durch die Anbindung von Mobilfunkmasten sowie regionaler Netze an das Glasfasernetz die Leistungsfähigkeit bereits bestehender Infrastrukturen erhöht. Für das Backhaul-Programm stehen 6,1 Millionen Euro bereit und die Ausschreibung lief bis 6. März 2020.

Das Leerrohr-Programm richtet sich vorrangig an Gemeinden, die Grabungsarbeiten durchführen oder dies vorhaben. Dabei können sie kostengünstig zusätzliche Rohre für neue Breitbandleitungen mitverlegen. Insgesamt stehen in der aktuellen Ausschreibung 12,1 Millionen Euro zur Verfügung. Der nächste Einreichstichtag dazu ist der 1. April 2020. Das Einreichsystem wurde so gestaltet, dass erstellte, aber noch nicht abgeschlossene Einreichungen zum nächsten Stichtag übernommen werden können.

Es ist auch möglich, die Förderinitiativen des BMVIT im Bereich des Breitbandausbaus zu kombinieren. Hierfür bietet sich etwa Connect an: Ziel dieses Programms ist es, KMU oder Schulen mit einem Glasfaseranschluss auszustatten und ihnen dadurch einen ultraschnellen Internetzugang zu ermöglichen. Projekte können in diesem Programm jederzeit eingereicht werden. „Die Digitalisierung soll als Motor für Gesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung dienen. Eine gute Infrastruktur ist dafür die Basis, Anwendungen füllen die Digitalisierung mit Leben. Unsere Aufgabe ist es, auf diesem Weg alle mitzunehmen – die Bürgerinnen und Bürger, klein- und mittelständische Unternehmen genauso wie Leitbetriebe sowie die öffentliche
Verwaltung“, so Bundesministerin Margarete Schramböck. „Die Umsetzung der Vorhaben aus dem Regierungsprogramm bedarf einer großen Digitalisierungs-Offensive in allen gesellschaftspolitischen Bereichen wie Gesundheit, Klima und Umwelt, Bildung, Bürgerservice, KMU, Infrastruktur und Sicherheit. Diese Maßnahmen werden aber nicht nur den IKT-Sektor weiterentwickeln, sondern die Qualität des Lebensstandortes Österreich insgesamt rasant verbessern und international für Beachtung sorgen“, erläutert die Präsidentin der Internetoffensive Österreich und Generaldirektorin von IBM Österreich, Patricia Neumann. Wesentlich für die Erreichung der ambitionierten Ziele der Bundesregierung wird die Umsetzungsgeschwindigkeit der geplanten Digitalisierungsmaßnahmen sein, um damit die positiven volkswirtschaftlichen Effekte bis 2025 tatsächlich zu realisieren, so Neumann. Die im neuen Regierungsprogramm festgeschriebenen Maßnahmen werden gemäß einer Schätzung der Initiative Internetoffensive in den kommenden fünf Jahren Investitionen von etwa einer Milliarde Euro in Digitalisierungsprojekte seitens der öffentlichen Hand erfordern. „Der in Summe daraus resultierende volkswirtschaftliche Effekt wird etwa fünf Milliarden Euro an Brutto-Wertschöpfung am Wirtschaftsstandort Österreich betragen. Die Auswirkungen auf die steigende Qualität des Lebensstandortes Österreich, etwa im Bereich Gesundheit, Pflege, Bildung und Sicherheit, sind dabei noch gar nicht berücksichtigt“, so Michael Zettel, CEO von Accenture Österreich und Vorstand der Internetoffensive.

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Foto: KWG

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