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Erkundigen statt kündigen


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Die Corona-Krise stellt viele Betriebe vor große Herausforderungen. Die Unsicherheiten sind groß. Viele Unternehmen reagieren jetzt reflexartig mit Kündigungen, weil sie im ersten Moment glauben, dass sie es nicht anders schaffen werden. Vorschnelles Handeln kann für die Zeit nach der Krise aber ebenso fatal sein wie gar nicht zu handeln. Die erste Devise muss lauten „erkundigen statt kündigen“.

Sozial verantwortliches Unternehmertum zeigt sich besonders in der Krise. Jeder Unternehmer ist grundsätzlich immer bemüht, seine Mitarbeiter zu halten und durchzuhalten, solange es geht. Das Spannungsverhältnis zwischen Betrieb, Unternehmer und Mitarbeiter ist aber ein schwieriges. Für Arbeitgeber gilt daher, rasch in der Realität ankommen, zuerst gründlich überlegen, nach Hilfestellungen erkunden und gemeinsam mit den Mitarbeitern eine Strategie erarbeiten, wie man möglichst vital durch die schwere Zeit kommt. Aktuell werden bereits von der Bundesregierung, teilweise auch von Landesregierungen und Gemeinden, zahlreiche Hilfestellungen angeboten. Dort, wo Kündigungen trotz allem nicht vermeidbar sind, weil es eine realistische Einschätzung nicht zulässt, darf auch dieser Schritt nicht gescheut werden. Wenn ein Arbeitgeber beispielsweise vor der Option steht, zwei von fünf Mitarbeitern kündigen zu müssen, um so den Betrieb und die verbleibenden Mitarbeiter abzusichern, dann braucht es auch dafür Verständnis. Es nützt nichts, in Solidarität gemeinsam unterzugehen. Trotzdem ist es sinnvoll, den Mitarbeitern eine Begleitung anzubieten und Rückkehrmöglichkeiten offenzuhalten. Es ist wichtig, dass niemand das Gefühl hat, jetzt hängengelassen zu werden, um die Existenzängste nicht zu verstärken. Das Vertrauen in unsere sozialen und wirtschaftlichen Beziehungen kann nur aufrecht bleiben, wenn wir jetzt nicht alle Brücken einreißen. Die Gewinne lassen sich vielleicht nicht mehr bewahren, aber Image, funktionierende Firmenstrukturen und Vertrauen schon. Auch wenn es manchmal schwer fällt, geht das Gemeinwohl über Eigeninteressen.

Für viele, die jetzt im wirtschaftlichen freien Fall sind, spricht verständlicherweise jetzt nichts für Stabilität. Bleiben Sie und Ihr Unternehmen gesund. Alles Gute.

Foto: iStock.com/LoveTheWind

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