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Neues bahnt sich den Weg


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Von kleinen Veränderungen und großen Umbrüchen

Hier, da und dort. Die Standorte könnten unterschiedlicher nicht sein, auch die Geschäftsmodelle unterscheiden sich gravierend – und doch haben die Veränderungen eine gemeinsame Ursache: Das neuartige Coronavirus Sars-Cov-2 hinterlässt vielfältige Spuren.

Von Siegfried Hetz

Noch ist es zu früh, um Prognosen zu stellen, wohin die wirtschaftliche Reise nach der Pandemie gehen wird. Global gesehen, ist noch nicht einmal die erste Welle abgeklungen. Wann und in welchem Umfang uns die zweite oder gar eine dritte Welle treffen wird, liegt noch im Dunklen. Der Wirtschaftsmotor nach dem virusbedingten Lockdown läuft an, nicht stotternd, aber auch nicht mit voller Kraft. Hier, da und dort. Wir haben drei verschiedene Standorte und drei Wirtschafts- bzw. Gesellschaftsbereiche ausgewählt, die ebenso nachhaltig wie unterschiedlich von der Krise betroffen sind und auch dementsprechend unterschiedlich reagieren. Hier: In und um die Stadt Salzburg herum sind uns neue Geschäftsmodelle in der Gastronomie und in der Nahversorgung landwirtschaftlicher Produkte aufgefallen. Das Betretungsverbot von Restaurants, Gasthäusern und Cafés hat viele Menschen mit der Frage konfrontiert: Wie kann ich mich versorgen? Das Problem wurde von der Gastronomie erkannt und aufgegriffen. Aber auch die Nahversorgung mit Lebensmitteln hat plötzlich einen völlig neuen Stellenwert erhalten. Da: Tirol hat einen schwierigen Part zu meistern, weil sich der grellste und lauteste Hotspot des österreichischen Wintertourismus auch als Hotspot der Verbreitung des Coronavirus entpuppte und weil das Drehbuch dazu unschöne Szenen zeigte. Es wird vor allem auch an Tirol liegen, in welchem Gewand sich Wintersport, Hüttenzauber und Après- Ski zukünftig präsentieren werden. Dort: In Vorarlberg wiederum, bekannt für alemannischen Erfindergeist und Innovationsbereitschaft im sozialen Bereich, richten wir den Blick auf ein Zukunftsprojekt in der Pflege und Betreuung alter oder chronisch kranker Menschen.

Das Restaurant wird zum Webshop

Angefangen hat alles mit einem kleinen vegan ausgerichteten Restaurant im Salzburger Stadtteil Nonntal. Nach Höhen und Tiefen folgte als Draufgabe ein Eissalon. Weil die Nachfrage nach dem Wochenend-Frühstück groß und das Platzangebot knapp war, kam die Inhaberin und Betreiberin Julia Christine Platzer auf die Idee, den Gästen alternativ Foodboxes anzubieten, worin sie all das wiederfanden, was sonst an den Tisch serviert worden wäre. Weil die Idee gut angenommen wurde und mit dem Lockdown das wirtschaftliche Aus drohte, wurde aus dem kreativen Gedanken ein neues Geschäftsmodell. Mit dem Konzept der „Onoboxes“ genannten Warenkörbe, die über den Webshop vertrieben werden, konnte Platzer rasch expandieren und sich Marktsegmente in den österreichischen Landeshauptstädten sichern. Mittlerweile kommen Anfragen aus mehreren Ecken der EU. Ein paar Hundert Meter Luftlinie vom Nonntal entfernt liegt der Universitätsplatz in der Stadt Salzburg, auf dem täglich von Montag bis Samstag der „Grünmarkt“ abgehalten wird. Im Mittelpunkt standen dabei die Gemüsebauern aus den am Stadtrand gelegenen Orten Wals und Siezenheim, die die Stadtbevölkerung mit Gemüse, Obst und Kräutern versorgten. Der überschwappende Tagestourismus hatte dem Markt arg zugesetzt. Die Umsätze fielen im Verhältnis zu den Besuchermassen zusehends bescheiden aus, während die Einheimischen den Markt zu meiden begannen. Corona verbannte auch den Grünmarkt für mehrere Wochen vom Platz. Der Not gehorchend verkauften die Bauern ihr Gemüse ab Hof. Weil das von den Kunden gut angenommen wurde, bleiben einige auch dabei und kehren nach vielen Jahren dem Markt den Rücken.  

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Foto: iStock.com/sankal

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