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„Wirtschaftlicher Schaden ist verschmerzbar“


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Facility Management

Flexibilität und Innovationskraft haben heimische FM-Unternehmen stabil durch die Krise kommen lassen. Besonders gefragt sind aktuell Services im Bereich Hygiene.

Von Ursula Rischanek

Die vorübergehende Schließung von Betrieben, Bildungseinrichtungen und Kulturstätten sowie Kurzarbeit und die Umstellung auf Homeoffice haben auch die heimischen FM-Anbieter vor große Herausforderungen gestellt. Während die technische Instandhaltung quasi im Normalbetrieb gelaufen sei, hat sich die temporäre Schließung sehr wohl auf die Bereiche Reinigung, Security und Verpflegung ausgewirkt.

Teilweiser Stillstand

„Die Reinigung ist anfangs in weiten Bereichen stillgestanden“, sagt Harald Eder, Landesdirektor Salzburg beim ÖWD. Mit dem Hochfahren der Wirtschaft sei aber wieder leben in den Bereich gekommen – und eine neue Herausforderung aufgetreten. „Es fehlt Personal“, sagt Eder. Denn der Ausländeranteil in der Reinigung sei hoch, viele der Mitarbeiter seien zu Beginn der Corona-Krise in ihre Heimatländer zurückgekehrt. „Jetzt dürfen oder wollen sie noch nicht nach Österreich zurück“, sagt Eder. der ÖWD habe die Personalknappheit aber gut überbrücken können: „In der Branche ist es zu einer Bereinigung gekommen und wir haben Mitarbeiter von insolventen Betrieben aufgefangen“, so der Salzburger ÖWD-Landesdirektor, der nun eine verstärkte Nachfrage nach Sonderreinigungen und Desinfektion registriert. Demnach werden nun beispielsweise Türgriffe und Handläufe häufiger gereinigt als vor dem Ausbruch der Pandemie. Bei der Desinfektion könne man mit alternativen Maßnahmen punkten: Zusätzlich zur Flächendesinfektion werde mit dem sogenannten BioXi-Verfahren die Vernebelung ganzer Räume und Firmen angeboten. „Dadurch werden die Räumlichkeiten inklusive schwer zugänglicher Stellen und der darin befindlichen Gegenstände komplett desinfiziert“, beschreibt Eder.

„Ganz gut“ sei man auch im Bereich Security durch die Krise gekommen, obwohl vor allem der Veranstaltungsbereich ab dem coronabedingten Lockdown auf null abgestürzt sei. Anfänglich seien nur der Werkschutz bei Industrieunternehmen und die klassischen Portierleistungen weitergelaufen. der Ausfall habe jedoch in Folge durch die gestiegene Nachfrage nach Sicherheitsdienstleistungen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen aufgefangen werden können. Mit dem Hochfahren der Kulturbetriebe, der Wiedereinführung der Kurzparkzonen und Ähnlichem drehe sich das Geschäft nun wieder. „Der wirtschaftliche Schaden wird für uns zu verschmerzen sein“, ist Eder zufrieden. Ähnlich sieht das Peter Edelmayer, Geschäftsführer von Dussmann Service Österreich: „Ebenso wie vielen Unternehmen wird uns 2020 als Corona-Jahr weniger Umsatz bringen, etwa durch temporär geringeren Reinigungsbedarf an Schulen und in der produzierenden Industrie“, sagt Edelmayer. Da Dussmann Service, im Vorjahr erzielte die Österreich-Tochter mit 127 Millionen Euro (plus zwölf Prozent) einen neuen Rekordumsatz, immer auf Basis grundsolider, betriebswirtschaftlicher Aspekte gewirtschaftet habe, werde man die krisenbedingten Einschränkungen jedoch stabil und liquid durchstehen.

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Foto: ÖWD Cleaning Services GmbH & Co KG

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