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Regionale Produkte: Wie hoch ist die Wertschöpfung wirklich?


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Trend

Die Corona-Krise hat ein neues Bewusstsein für regionale Lebensmittel hervorgebracht. Die heimischen Direktvermarkter von Lebensmitteln profitieren von diesem Trend. Doch wie weit geht die Wertschöpfung regionaler Produkte wirklich und wie viele Arbeitsplätze werden damit geschaffen?

Die Corona-Krise hat das Bewusstsein für regionale Lebensmittelproduktion gestärkt. Bauernmärkte und Direktvermarkter erfreuten sich eines kleinen Booms während der letzten Monate. Den Menschen ist klar geworden, dass eine lokale Lebensmittelproduktion ein Krisenstabilisator sein kann. Doch wie hoch ist die damit erzeugte Wertschöpfung wirklich und wie viele Arbeitsplätze schaffen die heimischen Direktvermarkter? Eine Studie aus dem Jahr 2016 gibt Antworten.

Professionalisierung der Direktvermarktung

Die Direktvermarktung von Lebensmitteln hat demnach einen nicht zu unterschätzenden Stellenwert, dessen Potenzial noch gesteigert werden kann. Laut der KeyQUEST Befragung von 2016 vermarkten 27 Prozent aller Landwirte (36.000 Betriebe) in Österreich einen Teil ihrer Erzeugnisse selbst und erwirtschaften damit im Durchschnitt 34 Prozent ihres landwirtschaftlichen Einkommens. Die Zahl der „Nebenbei“-Direktvermarkter nimmt ab, wohingegen die Zahl der „Intensiv-Direktvermarkter“, das sind Betriebe, die mit der Direktvermarktung durchschnittlich 51 Prozent ihres Einkommens erwirtschaften, steigt. Seit 2016 dürfte dieser Wert sogar noch leicht gestiegen sein, wie neuere Daten vermuten lassen.

Fleisch als Verkaufsschlager

Fleischprodukte stehen bei Direktvermarktern hoch im Kurs, erfordern aber auch die höchsten Investitionskosten. Etwa 28 Prozent der Direktvermarkter vermarkten Milch und Milchprodukte, wobei die erwirtschafteten Einkommensanteile eher untergeordnet sind. Das bedeutet, die Milchdirektvermarktung wird häufiger „nebenbei“ betrieben. Betriebe mit Wein, Obst, Spirituosen, Getreide sowie Eiern konnten in den letzten Jahren zulegen. Neuere Daten zeigen, dass die Bedeutung von alternativen Produkten wie Bio- Säften und Getränken, sowie die Vermarktung an die Gastronomie an Bedeutung gewinnen. Vor allem im Getränkebereich wurde eine deutliche Umsatzsteigerung von regionalen und biologisch erzeugten Modegetränken erzielt. Die Firma Makava aus Graz mit ihrem Mate-Eistee ist dafür nur ein markantes Beispiel.

Ab-Hof-Verkauf hat größte Bedeutung

Bezüglich Vermarktungswege bleiben die Direktvermarkter breit aufgestellt. Je größer die Bedeutung der Direktvermarktung ist, umso mehr Vertriebswege werden genutzt. Klar an der Spitze bleibt der Ab-Hof-Verkauf (77 Prozent), gefolgt von Zustellung, Bauernmarkt, Bauernladen und Internet. Zuwächse gab es bei Kooperationen mit Gastronomie, Buschenschänken und Lebensmittelhandel und bei der Vermarktung via Internet.

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Foto: iStock.com/SuzanaMarinkovic

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