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Unternehmenserfolg mit „Big Data“


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Data Governance vs. Data Science – die ungleichen Zwillinge

Daten sind der Rohstoff des 21. Jahrhunderts. Die Wirtschaft braucht in Zukunft Daten – Data Governance und Data Science, diese „ungleichen Zwillinge“, um erfolgreich zu sein.

Ein neues Schlagwort ist seit Kurzem in aller Munde, wenn es um Digitalisierung, Nutzung von Daten und Informationsmanagement im Unternehmen geht: Data Governance. Das Thema wurde kürzlich sogar zu einem der wichtigsten Business-Intelligence-Trends des Jahres 2020 gekürt.

Data Governance bildet einen Rahmen für strategisches Informationsmanagement im Unternehmen und gibt die Regeln vor, wie mit den Daten umgegangen wird. Damit trägt sie wesentlich zur Steigerung der Datenqualität bei, hilft bei der Erfüllung gesetzlicher Vorgaben sowie Compliance-Richtlinien und ist die Voraussetzung für gutes Risikomanagement. Data Governance ist somit unverzichtbar, wenn ein Unternehmen sicherstellen will, dass die Daten quer über alle Abteilungen richtig und zielführend gesammelt, ausgewertet und verwendet werden. Das erleichtert die tägliche Arbeit, vermeidet Risiken und senkt die Kosten. Anders gesagt: Data Governance ist der Routenplaner für den Weg durch den Datendschungel. Sie sorgt konkret für eine Definition von rollen, Verantwortlichkeiten, Prozessen, Standards und Regeln für den Umgang mit Daten im Unternehmen. Mit Data Science wird jene interdisziplinäre Wissenschaft bezeichnet, die sich mit der Gewinnung von neuen Erkenntnissen aus Daten beschäftigt – zum Einsatz kommen unter anderem Informationstechnologie, Mathematik und Statistik. Prof. Axel Polleres, akademischer Direktor und Leiter des Instituts für Information Business an der WU Wien, sieht die Zeit gekommen, wo es ohne Data Governance im unternehmerischen Umfeld nicht mehr funktionieren wird. „Data-Science-Vorhaben scheitern vielfach, weil die Unternehmen dafür einfach nicht bereit sind. Daten sind nicht in ausreichender Qualität vorhanden oder man weiß gar nicht, wo sie liegen.“

Diese Hürden könnten auch die besten Data Scientists nicht überwinden, es brauche dazu auch Data Governance. „Aus diesem Grund bieten wir ein neues Kurzprogramm an der WU Executive Academy zu diesem Thema an. Ein Kurzprogramm zu Data Science gibt es bereits. Und beim Professional MBA ,Digital Transformation & Data Science’ kann Data Governance zukünftig ebenso wie beispielsweise Blockchain oder Organizational Design als Zusatzmodul ausgewählt werden“, ergänzt Polleres.

Während eine Ausbildung in Data Science also eher die Fähigkeiten und Fertigkeiten für eine Analyse und Interpretation von Daten und darauf aufbauende Entscheidungen umfasst, geht es bei den Data-Governance-Inhalten um das Aufsetzen der vorgelagerten Steuerung und des entsprechenden Rahmens für den Umgang mit Daten im Unternehmen. „Oft geht es schon um das reine Erfassen der Datenlandschaften und welche Aspekte damit abgedeckt werden“, so Polleres.

Data Governance kann gleich in mehrfacher Hinsicht für mehr Qualität und Sicherheit sorgen. So wird damit beispielsweise garantiert, dass Daten tatsächlich als Grundlage für unternehmerische Entscheidungen dienen können und nicht einfach nur das bestätigen, was ohnehin beschlossen worden wäre. Durch ständiges Hinterfragen und Kontrollieren wird erreicht, dass Daten stets objektiv beurteilt und in der richtigen Weise verwendet werden. „Gute Data Governance ist eine Grundvoraussetzung fürData Science. In vielen Fällen wird damit erst die Grundlage geschaffen, um aus Daten verifizierbare Erkenntnisse gewinnen zu können“, so Polleres.

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Foto: wu executive academy

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