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Weniger Produktivität durch Homeoffice?


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Vor- und Nachteile

Arbeiten von daheim aus ist in vielen Betrieben nach wie vor Alltag. Doch Homeoffice hat nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile.

Von Ursula Rischanek

War Homeoffice in vielen Betrieben bis zum Lockdown die Ausnahme, ist arbei ten daheim mittlerweile eher die Regel. Wie die Flexible Working Studie von Deloitte Österreich, die in Kooperation mit der Universität Wien und der Universität Graz erstellt wurde, zeigt, wurde Homeoffice vor dem Lockdown in 75 Prozent der österreichischen Unternehmen nur von wenigen Einzelpersonen oder sehr eingeschränkten Zielgruppen genutzt. Mittlerweile geben allerdings 90 Prozent der befragten Unternehmen an, dass während der Shutdown-Phase zumindest die Hälfte der Belegschaft von zu Hause aus gearbeitet hat. In knapp 60 Prozent der Unternehmen haben sogar fast alle Mitarbeiter im Homeoffice gearbeitet. Aber nicht nur Angestellte arbeiten aktuell zwischen Couch und Schlafzimmer, auch für die meisten der mehr als 300.000 heimischen Ein-Personen-Unternehmen ist ihre Wohnung das Büro.

Homeoffice wird bleiben

Eine Rückkehr zur jahrzehntelang praktizierten Anwesenheit im Büro wird es möglicherweise auch gar nicht geben. Der Deloitte-Studie zufolge gehen mehr als 80 Prozent der Befragten davon aus, dass zukünftig sowohl die Anzahl der regelmäßig mobil arbeitenden Personen als auch das durchschnittliche Ausmaß von Homeoffice höher sein werde. 83 Prozent sind überzeugt, dass sogar jene Mitarbeiter verstärkt von zu Hause aus arbeiten werden, bei denen das aufgrund ihrer Aufgaben bislang undenkbar war. Das Grundverständnis darüber, ob Besprechungen tatsächlich physisch stattfinden müssen, hat sich seit der Krise ebenfalls verändert. Rund 86 Prozent der Unternehmen wägen nun kritisch ab, welche Meetings physisch oder virtuell abgehalten werden. Die Vorteile, nicht mehr täglich ins Büro pendeln zu müssen und dabei womöglich noch im Stau zu stehen, liegen auf der Hand: Neben der Zeitersparnis, die sich durchaus auf ein bis zwei Stunden oder mehr belaufen kann, sparen Homeworker, die mit dem Auto unterwegs sind, Geld für die Tankfüllung. Darüber hinaus ist man wesentlich flexibler bei der Gestaltung des Tagesablaufs – die Leistung muss allerdings trotzdem erbracht werden. Und auch der Stresspegel kann durch die Arbeit daheim reduziert werden, sofern der Arbeitsplatz nicht mit Kindern im Homeschooling und dem ebenfalls im Homeoffice befindlichen Partner geteilt werden muss.

Karriereknick und weniger Innovation

Doch es gibt auch Kehrseiten: Studien zufolge begünstigt das Homeoffice nämlich die Vereinsamung. Auch ein Karriereknick kann drohen, geht doch nichts über das persönlich im Büro geknüpfte Netzwerk. Der fehlende informelle Austausch kann übrigens nicht nur die eigene Karriere beeinträchtigen, sondern die gesamte Innovationskraft des Unternehmens mindern. Denn bei der Arbeit im stillen Kämmerlein und ohne inspirierenden Austausch leiden Kreativität und Innovations- geist. Microsoft teams, Zoom & Co, sind ebenfalls wichtige Bestandteile der internen und externen Zusammenarbeit und Abstimmung geworden, aber beim Teambuilding stößt man damit an die Grenzen.

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Foto: iStock.com/sam thomas

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