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Neue Kfz-Steuer:


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Klein wird billiger, groß wird teurer

Eine neue Kfz-Steuer, Förderungen sowie Investitionsprämien für E- und Hybrid-Autos sollen Firmen und Private dazu animieren, auf saubere Autos umzusteigen.

Als 1978 die Kfz-Steuer eingeführt wurde, wollte man von den Autofahrern einen Beitrag für die Bereitstellung der Straßeninfrastruktur einheben. Je mehr Hubraum unter der Motorhaube war, desto höher fiel die monatliche Steuer aus. Der Treibstoffverbrauch spielte seinerzeit als Bemessungsgrundlage keine Rolle und die CO2 -Emissionen waren schon überhaupt kein Thema. Den ersten Ansatz für eine Ökologisierung der Kfz-Abgabe stellte die Einführung der Katalysatorpflicht 1985 dar. Besitzer von Autos ohne Kat wurden stärker zur Kasse gebeten. Auf die Fortschritte im Motorenbau – immer mehr Leistung aus hubraumkleineren Motoren – reagierte die Finanz 1993 mit der Umstellung, künftig die kW eines Fahrzeuges als Bemessungsgrundlage heranzuziehen. Um Fahrzeuge mit teilelektrischem Antrieb, also Hybridfahrzeuge, attraktiver zu machen, wird seit 2013 nur mehr die Leistung des Verbrennungsmotors besteuert. Seit 1. Oktober 2020 steht die motorbezogene Versicherungssteuer auf völlig neuen Beinen: Zur Berechnung der Abgabe werden die Leistung des Diesel-, Benzin- oder Erdgasmotors und der CO2 -Ausstoß herangezogen. Weiters gehören die Unterjährigkeitszuschläge der Vergangenheit an. Bei monatlicher, viertel- oder halbjährlicher Zahlung der motorbezogenen Versicherungssteuer wurden im Vergleich zur jährlichen Zahlweise bisher bis zu zehn Prozent auf die Gesamtsumme aufgeschlagen.

Keine Änderung bei Altfahrzeugen

Die neue motorbezogene Versicherungssteuer, die wie schon bisher mit der Prämie der Haftpflichtversicherung gemeinsam eingehoben wird, gilt für alle Pkw und Motorräder, welche ab dem 1. Oktober 2020 erstmalig zum Verkehr zugelassen werden. Für Fahrzeuge, die vor diesem Datum zum ersten Mal ein Nummerntaferl bekommen haben, wird die Steuer noch nach dem alten Berechnungsmodus vorgeschrieben. Die Intention ist ganz klar: Der Autokäufer soll künftig verstärkt ein Auge auf den CO2 -Ausstoß seines fahrbaren Untersatzes haben. Wer sich für einen mächtigen V8-Zylinder entscheidet, soll auch mehr blechen.

Autos bringen viele Steuern

Der Spruch „Der Autofahrer ist die Melkkuh der Nation“ ist schon längst zur Volksweisheit geworden. Neu ist aber, dass für alle Steuern, die beim Kauf und Betrieb eines Fahrzeuges anfallen, die Kohlendioxidemissionen herangezogen werden. Denn beim Neuwagenkauf oder Import eines Fahrzeuges aus dem Ausland nach Österreich fallen einmalig die Normverbrauchsabgabe (NoVA) und die Umsatzsteuer an. Sobald man an der Zapfsäule steht und den ersten Liter Sprit tankt, greift der Staat über die Mineralölsteuer ins Geldbörserl. Und die neue motorbezogene Versicherungssteuer belohnt jetzt moderne, saubere Fahrzeuge – je höher der Verbrauch beziehungsweise der damit verbundene CO2 -Ausstoß ist, desto teurer wird es. Reine Elektrofahrzeuge – ausgenommen Autos mit Range-Extender und Hybrid-Pkw – sind von der motorbezogenen Versicherungssteuer auch weiterhin gänzlich befreit.

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Foto: istock.com/ysuel

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