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Salzburgs Altstadt plant für die Zeit nach Corona

Weniger Massen, dafür mehr Qualität in der Begegnung wird die Stadt per se verändern. Vieles ist am Köcheln und Gären. Wie sich die Altstadt zukünftig tatsächlich entwickeln wird, hängt auch stark vom Voranschreiten der Pandemie ab.

Von Siegfried Hetz

Die Leere in der Salzburger Getreidegasse wenige Tage vor der Wiederöffnung der Geschäfte täuscht. Die Ruhe draußen deckt sich keinesfalls mit der Arbeit drinnen. In den Geschäften laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die Freude, wieder für die Kunden da sein zu dürfen, ist übergroß. Noch wichtiger ist jedoch die konzeptionelle Arbeit, die hinter den Kulissen stattfindet, um die Salzburger Altstadt, die sich vom Mirabellplatz bis ins Nonntal erstreckt, für die Zeit nach den Lockdowns und verordneten Restriktionen wieder fit zu machen. Fast am Ende der Getreidegasse liegt das Arthotel Blaue Gans, dessen geschäftsführender Gesellschafter Andreas Gfrerer auch Obmann des Salzburger Altstadtverbands ist. Wir haben ihn um seine Einschätzung der Folgen von Corona auf die Salzburger Altstadt gebeten.

Die Krise nach dem Höhepunkt

2019, im letzten Jahr vor der Pandemie, haben gezählte zwei Millionen Menschen die Stadt besucht. Da sind die Tagestouristen aber nicht eingerechnet. Experten schätzen, dass es über das Jahr gerechnet etwa neun Millionen Besucherinnen und Besucher waren. Der Salzburg-Hype war offensichtlich an einem Punkt angelangt, an dem das Murren der Einheimischen unüberhörbar und jetzt auch von den Verantwortlichen in Tourismus und Politik wahrgenommen wurde. Im Sommer 2020 – die Festspiele präsentierten unter enormen hygienischen Sicherheitsvorkehrungen ein der Pandemie geschuldetes stark reduziertes Programm – war das Bild ein völlig anderes. Die leeren Gassen und Plätze während des ersten Lockdowns füllten sich im Sommer zwar wieder, ließen aber ausreichend Platz für den nötigen Abstand.
Wer aktuell am Ende des zweiten harten Lockdowns aufmerksam durch die Gassen und über die Plätze des Altstadtbereichs schlendert, dem fallen zwar optische Veränderungen einzelner Geschäfte durchaus ins Auge, aber er sieht kaum Leerstände. Andreas Gfrerer bestätigt diesen Eindruck und begründet ihn damit, dass es um frei werdende Geschäfte ein großes Griss gab und gibt. Ein plastisches Beispiel dafür liefert die Unternehmerfamilie Gehmacher, die im unmittelbaren Umfeld ihres Hauptgeschäfts am Alten Markt drei zusätzliche Geschäfte konzipiert bzw. bereits eröffnet hat. Freilich kam es auch zu coronabedingten Geschäftsschließungen und -auflösungen, aber das Bild stellt sich insgesamt sehr differenziert dar. Ausgesprochene Touristenshops waren unter den ersten wirtschaftlichen Opfern.
Mindestens ebenso wichtig wie die Analyse des Istzustands ist dem Altstadt-Obmann aber die Zeit nach dem Abflauen der Pandemie, wenn auch internationale Gäste wieder die Stadt bevölkern und die meisten Einschränkungen der Vergangenheit angehören. Denn das ist wesentlich und gibt den Takt vor, die Salzburger Altstadt wird verändert aus der pandemiebedingten Krise hervorgehen. Doch zuerst geht es darum, dass der Handel wieder ins Laufen kommt, selbst wenn sich der Kundenkreis zuerst auf den österreichischen Einzugsbereich von 70 Kilometern rund um die Stadt beschränken muss. Richtig lebendig wird es erst wieder, wenn die Grenze zu Bayern geöffnet und auch der Betrieb in Gastronomie und Hotellerie wieder möglich ist. Während die verkürzten Osterfestspiele Anfang April noch mit Fragezeichen versehen sind, zeigt sich Gfrerer für die Pfingstfestspiele vom 21. bis 24. Mai vorsichtig optimistisch.

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Foto: fmeiner

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