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Liefer-Ketten-Reaktion?


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Globale Lieferketten

Die Covid-19-Pandemie hat die Lieferketten von über 80 Prozent der Unternehmen weltweit negativ beeinflusst, wobei die überwiegende Mehrheit in allen Bereichen ihrer Betriebsabläufe mit Problemen zu kämpfen hat.

Dies geht aus einer aktuellen Studie des Capgemini Research Institute mit dem Titel „Fast forward: Rethinking Supply Chain Resilience for a post-Covid-19-World“ hervor, für die 1.000 Supply-Chain-Führungskräfte aus elf Ländern und unterschiedlichen Branchen befragt wurden. Zu den Ländern zählen China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, die Niederlande, Norwegen, Schweden, Spanien und die USA. Die Pandemie zwingt Unter- nehmen zu einem Um- denken und dazu, der Widerstandsfähigkeit ihrer Lieferketten Vor- rang einzuräumen. 66 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Lieferkettenstrategie erheblich geändert wer- den muss, um sich an die neue Normalität anzupassen. Nur 14 Prozent der Unternehmen erwarten die Rückkehr zu einem „Weiter wie bisher“.
Bei Unternehmen wächst insofern die Gewissheit, dass Lieferketten flexibler und agiler sein müssen, um schnell auf potenzielle Störungen reagieren zu können. Tatsächlich gaben 68 Prozent der Befragten an, dass die aktuelle Krise sie zur Anpassung ihrer Geschäftsmodelle gezwungen hat, die Erhöhung der Resilienz der Lieferkette nach Covid-19 wird von 62 Prozent als Priorität genannt.

Nach der Krise ist vor der Krise

Die durch die Pandemie entstandenen Herausforderungen bieten Unternehmen jedoch auch die Möglichkeit, eine widerstandsfähigere, flexiblere und agilere Lieferkette aufzubauen, die in der Lage ist, künftige globale Krisen besser zu überstehen. Immerhin haben 55 Prozent der weltweit befragten Unternehmen im Jahr 2020 zwischen drei und sechs Monate gebraucht, um sich von Lieferkettenunterbrechungen zu erholen, weitere 13 Prozent rechnen damit, dass es sechs bis zwölf Monate dauern wird. Dies bedeutet zwangsläufig, dass nur wenige Unternehmen auf weitere potenzielle Störungen vorbereitet sind, die vor ihnen liegen könnten.
Viele Unternehmen beschäftigen sich daher bereits intensiv mit den notwendigen Maßnahmen, um Kompetenzen und Fähigkeiten für weitere Verwerfungen aufzubauen. 84 Prozent gaben an, der Verbesserung ihrer Krisenplanung nach der Corona-Krise eine wesentliche Priorität einräumen zu wollen – vor der Krise waren es 62 Prozent. Darüber hinaus investieren 65 Prozent der Unternehmen aktiv in die Lokalisierung oder Regionalisierung ihrer Lieferanten- und Produktionsbasis, um Risiken zu verringern und näher an ihren Kunden zu sein. Auch die Diversifizierung der Lieferkette steht im Vordergrund: 68 Prozent der Unternehmen investieren in eine breitere Lieferantenbasis und 62 Prozent planen, ihre Produktionsbasis breiter aufzustellen.
Der Aufbau von Resilienz über die gesamte Produktpalette hinweg ist jedoch teuer, zeitaufwendig und oft nicht praktikabel. Insofern sollten Unter- nehmen die Bereiche identifizieren, in denen der Aufbau von Resilienz entscheidend ist, und sich ein belastbares Ziel setzen, das für den gesamten Produktlebenszyklus gültig ist.

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Foto: Ennshafen OÖ GmbH

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