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Liquidität für die Vorarlberger Wirtschaft


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Regionalbanken als Teil der Lösung

Die Covid-19-Situation hat für viele Vorarlberger Unternehmen Auswirkungen in Sachen Liquidität. Aus Sicht der regionalen Banken besteht dringender Handlungsbedarf.

Von Christian Wieselmayer

Die Covid-19-Situation hat auch für viele Vorarlberger Unternehmen massive Auswirkungen. Liquidität ist für die Wirtschaft das zentrale Thema. Aufgrund der zu erwartenden wirtschaftlichen Langzeitfolgen der Pandemie besteht aus Sicht der regionalen Banken dringender Handlungsbedarf. Die regulatorischen Rahmenbedingungen erschweren notwendige Hilfeleistung. „Die wirtschaftlichen Konsequenzen der Krise sind noch nicht ausgestanden und lassen sich auch noch nicht konkret abschätzen. Mit flexiblen, möglichst raschen Unterstützungen ist unseren Betrieben jetzt am meisten geholfen. Unser gemeinsames Ziel muss sein, Liquidität in den Betrieben zu erhalten, sodass sie, wo es möglich ist, weiterarbeiten und Beschäftigung erhalten können“, sagt Hans Peter Metzler, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg (WKV), und betont: „Den Vorarlberger Regionalbanken kommt dabei eine unverzichtbare Rolle zu.“

Regionalbanken sind Teil der Lösung

Für den WKV-Präsidenten sind die in der Region verankerten Banken der Blutkreislauf der Vorarlberger Wirtschaft, ohne Banken funktioniere gar nichts. Sie verstehen das Banking als Unterstützung der Realwirtschaft und nicht einer Finanz- oder gar Spekulationswirtschaft. Metzler: „Regionalbanken sind in dieser extrem herausfordernden Zeit Teil der Lösung und helfen, wo sie können, wenn sie dürfen. ,Können‘ im Sinne der gegebenen wirtschaftlichen Stärke und der vorhandenen fachlichen Expertise und ,dürfen‘ im Sinne der aufsichtsrechtlich machbaren regulatorischen Rahmenbedingungen.“ Den Banken müsse höchstmögliche Flexibilität eingeräumt werden, um die Rolle als verlässlicher Partner der Unternehmen zu erfüllen, denn eines sei klar, „wer die regionalen Banken schwächt, schwächt die regionale Wirtschaft.“

Hilfsbereite Partner

„Wir Regionalbanken sind diesmal nicht direkt betroffen, aber selbstverständlich Teil der Wirtschaft und sehen uns als ,hilfsbereiten‘ Partner. Allerding agieren wir in einem relativ engen regulatorischen Korsett, in welchem die Aufsicht auch wenig Spielräume gewährt, weil sie unter anderem die Finanzmarktstabilität im Auge hat“, ergänzt WKV-Vizepräsident Wilfried Hopfner. Zahlen aus den Bankbilanzen zeichnen – nach den wirtschaftlichen Erfolgen der letzten Jahre – auch weiterhin ein „positives Bild“: hohe Liquiditätsbestände, in großem Ausmaß nicht ausgenutzte Kreditrahmen und noch nicht in Anspruch genommene Fördergelder sowie für die privaten Haushalte das Ansteigen der Sparquote von acht auf 14 Prozent innerhalb eines Jahres und überschaubare Kontoüberziehungen. Für Hopfner ist es den Verantwortlichen in Land und Bund in großem Ausmaß gelungen, Maßnahmen dort zu platzieren, wo sie am dringendsten notwendig waren. Je länger die Krise dauert, umso wichtiger werde es aber sein, dass die Punktgenauigkeit sichergestellt wird.

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Foto: iStock.com/HarriesAD

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