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Erneuerbare Energien und Energieeffizienz:


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Unternehmen schöpfen Potenziale voll aus

Klimaschutz und erfolgreiches Wirtschaften sind kein Widerspruch. Mit innovativer Umwelttechnik wird der Klimaschutz für heimische Unternehmen nicht nur zur bewältigbaren Pflichtübung, sondern zum wirtschaftlichen Erfolgsfaktor.

Innerhalb der kommenden 20 Jahre soll sich Wien zur klimaneutralen Stadt wandeln. Sonnenenergie spielt dabei eine entscheidende Rolle. Bis 2025 will die Bundeshauptstadt die Gesamtleistung der Wiener Fotovoltaik-(PV-)Anlagen von derzeit 50 auf 250 Megawatt peak (MWp; Nennleistung) und bis 2030 auf 800 MWp steigern. Einfachere Genehmigungsverfahren für PV-An- lagen, höhere Förderungen und eine neue Beratungs- und Servicestelle sollen dazu bei- tragen. Der Fotovoltaik-Ausbau soll städte- tauglich erfolgen – auf Dächern, Fassaden, Parkplätzen und betrieblichen Flächen.

Die PV-Anlage gleich mitgeplant

Ein Unternehmen, das vorzeigt, wie es geht, ist die Faustenhammer GmbH: Der 1953 ge- gründete Familienbetrieb produziert mit 25 Mitarbeitern Stahlfedern für die Industrie. Umwelt- und Ressourcenschonung gehören zur Unternehmensphilosophie. Als man vor einigen Jahren den jetzigen Standort im Leopoldauer Industriegebiet plante, war daher klar: Eine PV-Anlage gehört mit dazu. „Wir haben uns schon vor 15 Jahren mit dem Thema beschäftigt“, erklärt Wolfgang Artacker, Enkel des Firmengründers und einer der Geschäftsführer. „Damals war die Amortisationszeit noch 20 Jahre, heute ist sie halb so lang.“ Damit ist die Technik auch wirt- schaftlich. Seit 2016 hat Faustenhammer seine PV-Anlage – umgesetzt mithilfe der Initiative 1001 Dach (www.tausendundeindach.at) – in Betrieb und mittlerweile bereits auf 200 kWp aufgestockt – das sind 1800 m 2 PV-Module am Firmendach. „Damit können wir fast die Hälfte unseres Energiebedarfs decken“, sagt Artacker. Strom, der außerhalb der Betriebszeiten produziert wird, muss derzeit ins Netz eingespeist werden – das ist etwa ein Drittel der Gesamtmenge. Stromspeicher sind leider noch zu unwirtschaftlich, so Artacker. „Aber das behalten wir im Auge.“ Mit Besichtigungen von Best-Practice-Bei- spielen wie Faustenhammers PV-Anlage und Info-Events versuchen auch die Vienna Business Districts – das Betriebsstandort-Management von Stadt Wien und Wirtschaftskammer Wien –, den Fotovoltaik-Ausbau voranzutreiben. Schließlich gibt es dafür in der Stadt noch viel Potenzial, ist auch Artacker überzeugt. Eine Offensive müsse aber Hand in Hand gehen mit der Adaptierung der Flächenwidmung. „Würden wir heute dazu- bauen, müssten wir laut Flächenwidmung auch das Dach begrünen.“

Innovative Ideen für Umwelt und Wirtschaft

Der Weg zur Klimaneutralität und der damit verbundene Verzicht auf fossile Brennstoffe sind untrennbar mit erneuerbarer Energie verknüpft. Ebenso untrennbar wird Letztere in der öffentlichen Wahrnehmung mit Photovoltaik, Wind- und Wasserkraft assoziiert. Wo es nicht um Strom-, sondern um Wärme- und Kältegewinnung geht, beweist allerdings ein medial weit weniger präsenter Energie-träger enormes Potenzial. Die Rede ist vom Abwasser, das durch die Kanalnetze fließt. Unter anderem vom Ablauf aus Duschen, Geschirrspülern, Waschmaschinen und auch Gewerbe und Industrie gespeist, ist die Abwasserenergie rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr mit relativ hohem Temperaturniveau verfügbar. In Wien beispielsweise liegt sie im Jahresdurchschnitt bei 16 Grad Celsius und sinkt selbst in den Wintermonaten nicht unter  elf  Grad.  Mithilfe  von  innovativen Wärmetauschern, kombiniert mit Wärmepumpen, kann diese Energie genutzt werden, um umliegende Gebäude zu heizen und zu kühlen. Die Rabmer-Gruppe hat sich auf die Umsetzung solcher Energie-aus-Abwasser-Projekte spezialisiert.

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Foto: iStock.com/ LL28

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