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Gemeinsam zu den Klimazielen


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Klimaziele

Die Trends bei den Treibhausgasemissionen zeigen in die richtige Richtung. Um die Klimaziele zu erreichen, braucht es dennoch eine intensive Kooperation von Bund und Ländern, wie eine aktuelle Studie zeigt. 

Das Ziel ist ambitioniert: „Bis 2030 sollen durch das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) zusätzlich 27 Terawattstunden (TWh) erneuerbarer Strom in Österreich produziert werden. Bis 2040 will Österreich klimaneutral sein. Zur Erreichung der Klimaschutz-Ziele des Bundes sind auch die Bundesländer in der Pflicht, dringend Maßnahmen zu setzen, um die Energiewende zu schaffen!“, sagt Christoph Wagner, Präsident des Dachverbands Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ). Bisher sei zu wenig passiert. Nachdem mit dem EAG die bundesweite Grundlage für 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien gerade in die Zielgerade einbiege, müssten nun auch die Bundesländer rasch in die Gänge kommen, sagt Wagner unter Hinweis auf erste Ergebnisse einer Analyse der Klima- und Energiestrategien der heimischen Bundesländer, die die Österreichische Energieagentur im Auftrag der IG Windkraft, von Photovoltaic Austria, Kleinwasserkraft Österreich und des Dachverbandes Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) durchgeführt hat. Demnach ist seit 1990 der End-Energieverbrauch (EEV) in Österreich um 48 Prozent massiv angestiegen. Der negative Spitzenreiter des Verbrauchszuwachses ist Niederösterreich, sowohl den Verbrauchszuwachs (+61 %) als auch den Energieverbrauch pro Person betreffend. Den geringsten Energieverbrauch pro Person hat mit 20 MWh Wien.

Anteil der erneuerbaren Energie steigt

Hoch ist auch der Anteil fossiler Energie, der immer noch 67 Prozent beträgt. Allerdings: Der Anteil erneuerbarer Energie am Energieverbrauch ist in Österreich von 2005 bis 2018 von 24 auf 33 Prozent gestiegen. Obwohl Niederösterreich und Oberösterreich in absoluten Zahlen die größten Mengen an erneuerbarer Energie produzieren, liegen beide beim prozentuellen Anteil nur im österreichischen Mittelfeld. Am höchsten ist der Erneuerbaren-Anteil mit 55 Prozent in Kärnten, gefolgt von Burgenland und Salzburg (je 48 %). am geringsten ist er in Wien (9 %). Den größten Anteil an der Stromaufbringung – zwischen 33 Prozent in der Steiermark und 98 Prozent in Tirol – hat dabei in allen Bundesländern außer Wien und Burgenland die Wasserkraft. im Burgenland hingegen wird der Großteil des Stroms durch Windkraftanlagen produziert (113 %). Zum Vergleich: In Niederösterreich sind es 26 Prozent. Wien bringt den Strom hauptsächlich durch fossile Energieträger bzw. Importe (86 %) auf. Strom aus fester Biomasse wird vor allem in Kärnten und im Burgenland produziert (13 %). Die Stromerzeugung aus Photovoltaik macht im Burgenland, in der Steiermark und in Vorarlberg drei Prozent der Stromaufbringung aus.

Völlig unterschiedlich präsentiert sich aufgrund unterschiedlicher Voraussetzungen, Topografie oder Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung auch die Entwicklung der Treibhausgasemissionen in den Bundesländern: Am stärksten gestiegen ist der Ausstoß im Burgenland (19 %), knapp vor Tirol (18 %). Einzig in Niederösterreich ist er um ein Prozent gesunken, wobei diesem Bundesland sowie in Oberösterreich in absoluten Zahlen die Treibhausgasemissionen mit Abstand am höchsten sind. Die Haupt-Emissionsverursacher (2017) sind Industrie (32 %), Verkehr (29 %) und Energie (13 %). Somit steht auch Österreich im internationalen Vergleich bei den Treibhausgasemissionen schlecht da: Während in anderen Ländern in den letzten 30 Jahren der Treibhausgasausstoß abgenommen hat, ist er in Österreich sogar um fünf Prozent gestiegen.

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Foto: iStock.com/SimonSkafar

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