HomeArchivKnackpunkt für die Leistbarkeit

Knackpunkt für die Leistbarkeit


Treten Sie mit uns in Kontakt! – Unsere Redaktionsteam nimmt Ihr Lob und Ihre Kritik gerne entgegen.
Wir freuen uns auf Ihre Reaktion und einen konstruktiven Gedankenaustausch.
Bernhard HofbauerMag. Tanja Lackner
Chefin vom Dienst
+43 316 834020-41
redaktion@euromedien.at

Immobilien Steiermark und Kärnten

Die rasant steigenden Baupreise stellen den geförderten Wohnbau vor große Herausforderungen. Denn Miet- und Kostendeckel sorgen dafür, dass sie nicht an die Mieter weitergegeben werden.

Von Ursula Rischanek

Die Steigerungen sind enorm: Seit Dezember hat der Preis für Bauholz um fast 90 Prozent, jener für Baustahl um 50 Prozent zugelegt. Wer auf der Suche nach Dämmstoffen ist, muss um 20 Prozent tiefer in die Tasche greifen. All das kann Bauvorhaben, für die derzeit Aufträge vergeben werden, deutlich verteuern. Eine Situation, die besonders all jene, die sich dem sozialen Wohnbau und somit leistbarem Wohnen verschrieben haben, vor große Herausforderungen stellt. Denn sie können diese Mehrkosten nicht an ihre Mieter weitergeben, dafür sorgt ein Mietendeckel. „Bei Sozialmietwohnungen in der Steiermark darf die Miete bei maximal 60 Prozent des steirischen Richtwerts liegen, bei geförderten Mietwohnungen von gemeinnützigen Wohnbauträgern könnten es 66 Prozentsein“, sagt Gerhard Uhlmann, Geschäftsführer von Wohnen Graz. Auch in Kärnten seien die Mieten völlig unabhängig von den Baukosten, sagt Stefan Konecny, Geschäftsführer des Kärntner Siedlungswerkes KSW.

Kostendeckel als Limit

Doch es stellt sich für die gemeinnützigen Wohnbauträger noch ein anderes Problem: der von der Steirischen Wohnbauförderung vorgegebene Kostendeckel. „Die von der Wohnbauförderung anerkannten Errichtungskosten dürfen in der Steiermark 1.900 Euro pro Quadratmeter nicht übersteigen. Bei energetisch innovativen Wohnbauprojekten, Holzkonstruktionen, kleingliedrigen Objekten (maximal neun Wohneinheiten), Projekten mit Gemeinschaftsräumen, Objekten in Ortskernen sowie betreutem bzw. betreubarem Wohnen sind es 2.200 Euro“, sagt Uhlmann. Sei dies doch der Fall, gehe das meist zulasten der Qualität. „In den Wettbewerben werden Projekte eingereicht, wo man merkt, dass sich die Architekten etwas dabei gedacht haben. Wird aber der Kostendeckel gesprengt, müssen die Bauträger Abstrich machen“, weiß Uhlmann. Um auch künftig leistbaren und hochwertigen Wohnraum schaffen zu können, hofft Konecny angesichts der aktuellen Situation auf ein Entgegenkommen des Landes Kärnten: „Ich hoffe, dass uns das Land die Möglichkeit bietet, nicht aus der Förderung aussteigen zu müssen. Aber das muss juristisch geklärt werden.

Alles lesen? Hier geht's zum ganzen Artikel in der aktuellen Ausgabe der Wirtschaftsnachrichten Süd

Foto: iStock.com/courtneyk

Mehr aus der Region Süd erfahren?

No comments

leave a comment