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Überlegen pflegen


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Forschung & Entwicklung

Neue Angebote sollen in Oberösterreich die Pflegesituation verbessern und insbesondere die pflegenden Angehörigen von Demenzpatienten entlasten.

Unsere Gesellschaft ist gefordert, Wege zu finden, um schnell auf die wachsende Zahl von Menschen mit Demenz zu reagieren. Dabei hat sie auch auf die Bedürfnisse der Pflegenden zu achten. Wegen der demografischen Entwicklung wird sich beispielsweise bis 2050 die Anzahl der Demenzkranken in etwa verdoppeln. Während der große Wurf bzw. die Pflegereform des Bundes in dem Corona geschuldeten Reformstau im Ministerium für Gesundheit, Soziales, Pflege und Konsumentenschutz noch stecken geblieben ist, bemühen sich die Länder, vorweg Initiativen auf den Weg zu schicken. Im Zentrum stehen dabei generell die Attraktivität der Pflegeberufe so[1]wie die Unterstützung der pflegenden Angehörigen, die den älteren Menschen mit viel Engagement den Verbleib zuhause in einer vertrauten Umgebung ermöglichen.

Mobil vor stationär

Auch in Oberösterreich wird versucht, neue Wege in der Pflege zu gehen und einen innovativen Beitrag zur Verhinderung eines drohenden Pflegenotstandes zu leisten. Der Leitsatz in der Pflegebetreuung lautet dabei „Mobil vorstationär“. Denn der Großteil der Pflege von Senioren erfolgt auch durch Familienmitglieder in den eigenen vier Wänden. In Oberösterreich werden acht von zehn pflegebedürftigen Menschen von Angehörigen zuhause betreut. In der Regel sind es die Töchter und Schwiegertöchter, die zum Teil auch ihren Beruf aufgeben, um sich der Pflege ihrer Angehörigen widmen zu können. „Angehörige zu pflegen erfordert sehr viel Zeit, Geduld und Energie. Das darf keineswegs als selbstverständlich angesehen werden“, betont Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer.
Neu in Oberösterreich ist daher das Pilotprojekt „Anstellung betreuender Angehöriger“. Dabei erhalten Personen, die primär die Betreuung ihrer Angehörigen durchführen und daher keiner Erwerbstätigkeit nachgehen können, eine Anstellung. Diese Personen absolvieren eine Grundausbildung für die Tätigkeit als Alltagsbegleiter oder Alltagsbegleiterin, welche das Modul „Unterstützung in der Basisversorgung“ beinhaltet. Die betreuenden Angehörigen werden bei der Erfüllung ihrer Aufgaben von Pflegefachkräften unterstützt und begleitet. Je nach Pflege[1]geldstufe des Angehörigen wird das Ausmaß des Anstellungsverhältnisses festgelegt. Die betreuenden Angehörigen leisten einen Beitrag zur Finanzierung dieses Modells aus dem Pflegegeld. Bei dem Anstellungsmodell betreuender Angehöriger wird auf die Erfahrungen des Burgenlandes zurückgegriffen. In einer ersten Pilotphase ab dem Sommer sollen rund 30 Personen angestellt werden.

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Foto: Duschlbauer

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