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Steirische Banken kommen solide durch die Pandemie


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Banken

Die Banken wurden während der Covid-19-Krise zur unverzichtbaren Stütze der Wirtschaft. Mit Stundungen und Krediten halfen sie den Betrieben durch die schwere Zeit des Lockdowns. Viele haben gezittert, ob der steirische Bankensektor die Krise wohl gut überstehen wird. Die Jahresbilanzen zeigen, die Ängste waren unbegründet. Die steirischen Banken kommen solide durch die Pandemie.

Von Stefan Rothbart

Ohne die Mithilfe der Banken wären die diversen Covid-19-Hilfspakete nicht zu machen gewesen. Gleich von Beginn an standen die steirischen Geldinstitute den Betrieben und Haushalten beratend und stützend zur Seite. Ob Überbrückungskredit oder Kreditstundung, die Risiken, die die Banken für die eigene Liquiditätslage teilweise in Kauf nahmen, waren groß. Die Verlängerung des Lockdowns Ende des vergangenen Jahres hat bei einigen Experten die Befürchtung steigen lassen, dass es zu größeren Kreditausfällen kommen könnte, die die heimische Bankenlandschaft unter Druck bringen. Derartige Befürchtungen waren aber bislang unbegründet, wie die Jahresergebnisse der steirischen Hausbanken zeigen.

Steiermärkische Sparkasse mit Wachstumsraten

„Das vergangene Jahr hat uns viel abverlangt. Wir alle mussten Durchhaltevermögen, Veränderungsbereitschaft, aber auch Einfallsreichtum und Mut beweisen. Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen konnte die Steiermärkische Sparkasse erfreuliche Wachstumsraten erzielen. In Zeiten wie diesen ein überdurchschnittliches Einlagen-, Kredit- und Bilanzsummenwachstum verzeichnen zu können ist ein Erfolg“, kommentiert Gerhard Fabisch, Vorstandsvorsitzender der Steiermärkischen Sparkasse das solide Jahresergebnis für 2020. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 17,197 Milliarden Euro (2019) auf 18,537 Milliarden Euro (2020), das Eigenkapital legte leicht auf 1,868 Milliarden Euro zu und beträgt nun 21,3 Prozent. Im Kreditgeschäft konnte ein Wachstum von 4,4 Prozent erzielt werden.

Raiffeisen mit starkem Ergebnis

Die Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark konnte ihre Bilanzsumme nach UGB ebenfalls um 14,6 Prozent auf 34,3 Milliarden Euro erhöhen. Die Eigenmittelquote legte merklich um 0,47 Prozentpunkte auf 25,16 Prozent zu. Nach den internationalen Bilanzierungsstandards IFRS baute die Raiffeisen- Landesbank (RLB) Steiermark die Bilanzsumme auf 17,7 Milliarden Euro (+15,6 %) aus und konnte auch im operativen Geschäft zulegen. So stieg der Zinsüberschuss auch aufgrund der hohen Kreditqualität auf 114,3 Millionen Euro (+13 %). Die RBG Steiermark besteht mit Stichtag 31.12.2020 aus 48 eigenständigen regionalen Raiffeisenbanken und der Raiffeisen-Landesbank Steiermark. Die RBG Steiermark hat im Vorjahr rund 800 Millionen Euro an Corona-Liquiditätshilfen zur Verfügung gestellt und damit Kundenkredite in Höhe von 2,3 Milliarden Euro gestützt. Dies erfolgte etwa durch Überbrückungsfinanzierungen, Vorfinanzierungen für AMS-Kurzarbeit und Kreditstundungen. Aufgrund der hohen Kreditqualität und der intensiven Begleitung der Kunden sind erfreulicherweise über 60 Prozent der Kredite gar nicht und nur 1,9 Prozent stark negativ betroffen.

Volksbank kommt gut durch die Krise

Mit einer Bilanzsumme von 2,72 Milliarden Euro, Primäreinlagen von 1,88 Milliarden Euro und Eigenmitteln von 202,56 Millionen Euro erzielt auch die Volksbank ein mehr als solides Ergebnis für das Pandemie-Jahr 2020. Besonders stark ist das Wertpapiervolumen angewachsen, von 527.18 Millionen Euro im Jahr 2019 auf 577.09 Millionen Euro für das Jahr 2020. Die Kernkapitalquote konnte im vergangenen Jahr von knapp 11,5 Prozent auf 13 Prozent gesteigert werden. „Die Bank steht auf soliden Füßen und ist für die aktuellen Kundenbedürfnisse gut gerüstet. Wir werden unsere Kunden als verlässlicher Hausbank-Partner durch diese Pandemie und den Aufschwung – der kommen wird – begleiten. Wir blicken daher optimistisch in die Zukunft“, kommentiert Regina Ovesny-Straka, Generaldirektorin der Volksbank Steiermark, das Ergebnis.

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Foto: iStock.com/TARIK KIZILKAYA

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