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CO2-freie Mobilität könnte bald Realität sein


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Europaforum Wachau

Seit 25 Jahren werden im Rahmen des Europaforums Wachau Themen zur Diskussion gestellt, die für die Zukunft Europas von Relevanz sind. Die Wirtschaftssalons mit ihren hochkarätigen Diskussionen sind nicht nur österreichweit wie international beachtet, sondern auch ein wesentlicher Teil des Europaforums selbst.

Von Marie-Theres Ehrendorff

Das Europaforum Wachau wurde 1994 anlässlich des Beitritts Österreichs zur EU ins Leben gerufen und ist seit seiner Gründung ein wichtiger Impulsgeber für Zukunftsfragen. Ziel ist es seither, das Thema Europa voranzutreiben. „Wir wollen damit Perspektiven und Chancen aufzeigen, wie wir unser gemeinsames Europa noch besser und noch zukunftsfitter gestalten können“, so Europaforum-Wachau-Präsident Landesrat Martin Eichtinger. „Insgesamt konnten wir bereits mehr als 5.000 Interessierte in den europäischen Dialog einbinden. Diesmal beschäftigen wir uns mit den Herausforderungen des Klimaschutzes und der Mobilität. Wir wollen europäische Lösungen suchen, die neue zukunftsfähige Technologien nutzen.“ Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Sozialverträglichkeit müssen im Gleichgewicht sein. Für die österreichische EU-Abgeordnete Barbara Thaler ist besonders wichtig, dass Mobilität leistbar und individuell verfügbar bleibt. Mobil sein zu können darf keine soziale Frage werden, auch wenn klar ist, dass Europa bis 2050 CO2-neutral werden will und der Verkehrssektor dazu seinen Beitrag leisten muss: „Nachhaltigkeit funktioniert nur, wenn einander Wirtschaftlichkeit, Umweltbewusstsein und Soziales ergänzen.“ Jede Technologie, die einen Beitrag leistet, müsse betrachtet werden, daher seien Verbote, etwa des Verbrennungsmotors, nichtsinnvoll. Die Förderung von CO2-freien Kraftstoffen müsse daher ein Anliegen der EU sein.

Lösungen statt Verboten

Für Anreize statt Verboten, um Lösungen für die Zukunft zu finden, plädiert der Staatssekretär im Bundesministerium für Klimaschutz und Mobilität, Magnus Brunner. Das Festlegen auf eine bestimmte Technologie, speziell in der Mobilität, ist für ihn nicht zielführend. Die Elektromobilität wird vor allem im urbanen Individualverkehr eine wichtige Rolle spielen, beim Schwertransport könnte Wasserstoff eine mögliche Lösung sein. Aber: Auch der Verbrennungsmotor soll nicht verteufelt werden, denn das Problem dabei ist das ausgestoßene CO2 und nicht der Motor selbst. Daher hält er alternative Kraftstoffe für wichtig, vor allem für den Flugverkehr. „Weltweit ist die Luftfahrt zwar nur für rund 2,7 Prozent der gesamten CO2-Emissionen verantwortlich, es müssen aber ökologische, soziale und wirtschaftliche Faktoren gleichzeitig passen, die Kerosinkosten müssen leistbar sein.“ Für Brunner braucht es zukünftig Innovation, Investition und Interaktion: „Wir kennen erst 30 Prozent aller Technologien, um unsere Klimaziele zu erreichen, daher brauchen wir Innovation. Statt der einzigen großen Lösung braucht es Technologieoffenheit, da nur mit dem Einsatz aller Technologien, also E-Mobilität, Wasserstoff und synthetischem Kerosin, alle Ziele erreichbar sind.“

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Foto: Forum Wachau/Bollwein

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