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Die Bundeshauptstadt Wien als Start-up-Hub


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Innovationen

Rekord: über eine Milliarde Euro Investitionen in Start-ups

Von Marie-Theres Ehrendorff

Für die Wirtschaft sind Innovationen das Salz in der Suppe, denn sie sind für den Fortschritt unverzichtbar. Technische Innovationen haben nicht nur die Wirtschaftsgeschichte geprägt, sondern sind auch Meilensteine in der Entwicklung von Regionen. Wien entwickelt sich zu[1]nehmend zum Magnet für heimische Jungfirmen. Der Pandemie zum Trotz, die Investitionen in hei[1]mische Start-ups blühen. Heuer haben Investoren in heimische Start-ups bereits die Rekordsumme von über einer Milliarde Euro investiert. Damit ist der Vorjahresrekord von 234 Millionen Euro bereits jetzt Geschichte. Der größte Investmentteil entfiel mit 376 Millionen auf Bitpanda und mit 275 Millionen auf die Wiener Online-Lernplattform GoStudent. Kürzlich meldete das Wiener Marketingdaten-Start-up Adverity eine Finanzierungsrunde in Höhe von 102 Millionen Euro. Aber auch weitere österreichische Start-ups ließen heuer mit größeren Finanzierungsrunden aufhorchen: Das Selfstorage-Start-up Storebox holte sich 52 Millionen Euro von Investoren, der Internet-Marktplatz für generalüberholte Produkte, Refurbed, sammelte 45,5 Millionen ein und die Produktivitäts-Softwarefirma Meister bekam 44 Millionen Euro. Hohe Investmentsummen gab es auch für das Start-up für Haustier-Aktivitätstracker, Tractive, mit 28,6 Millionen, die Streaming-Softwarefirma Bitmovin mit 20,7 Millionen sowie den Bezahldienst Bluecode und das Türschloss-Start-up Nuki mit jeweils 20 Millionen Euro. Die Zahl der Finanzierungstransaktionen legte um im Vorjahr um 18 Prozent zu. Dabei stieg die Zahl der Deals mit mehr als 500.000 Euro um drei Prozent, während die Zahl der Finanzierungen mit einem Volumen über zwei Millionen um ein Fünftel zurückging, wie dem „Start-up Report“ zu entnehmen ist, der Finanzierungen über 250.000 Euro – ausgenommen Fördergelder – berücksichtigt. Stark zugenommen hat im Vorjahr die Zahl der internationalen Investoren, vor allem bei größeren Finanzierungsvolumina ab zwei Millionen Euro habe es deutliche Zuwächse gegeben. Das könnte ein Indiz sein, dass österreichische Investoren in der Corona-Krise ein konservativeres Investitionsverhalten gehabt haben, was mehr internationale Geldgeber auf den Plan gerufen haben könnte, mutmaßt Florian Kandler, Herausgeber des „Start-up Reports“.

Innovationen prägen den Fortschritt

Als Treiber des wirtschaftlichen Fortschritts wird das Wort „Innovation“ heute inflationär gebraucht. Mini-Adaptionen eines Produkts, eine Verbesserung oder die Neugestaltung des Designs werden oft als Innovation bezeichnet. Die Erneuerung im ursprünglichen Sinn hat mit Marketingstrategien jedoch wenig gemeinsam. Eine Innovation ist immer die Veränderung von Althergebrachtem und mit einer Einführung von Neuem verbunden. Eine wesentliche Messgröße, um die Innovationskraft von Ländern zu messen, sind Patente. Im abgelaufenen Jahr 2020 wurden insgesamt 10.587 Innovationen an das österreichische Patentamt herangetragen. Der befürchtete Einbruch durch die Corona-Krise blieb beim Österreichischen Patentamt aus. Im Gegenteil: Bei den Patentanmeldungen gab es sogar einen Zuwachs. Trotz der Coronapandemie lag Österreich bei den Patentanmeldungen EU-weit auf Platz sechs und weltweit auf Platz elf.

Innovation Champions und solche, die es seit Jahren versuchen …

Die Leistungsfähigkeit österreichischer Innovationen hat sich seit 2014 zwar um elf Prozent verbessert, EU-weit sogar um 12,5 Prozent, dennoch nimmt die Innovationsleistung seit 2017 in Relation zur EU kontinuierlich ab. Das in der heimischen Forschungsstrategie formulierte Ziel, im EU-Innovationsranking des „European Innovation Scoreboard“ (EIS) auf Rang fünf vorzustoßen, liegt in weiter Ferne. Laut dem EU-Bericht sind die führenden Innovationsländer Schweden, Finnland, Dänemark und Belgien. Auch die Niederlande, Deutschland und Luxemburg liegen noch vor Österreich. Zieht man Nicht-EU-Länder hinzu, ist die Schweiz das innovativste Land Europas. Allerdings hat dich der Abstand zwischen der EU und der Eidgenossenschaft seit 2014 verringert, da die Innovationsleistung seit 2014 um 12,5 Prozent gestiegen ist. Weltweit belegt laut „Bloomberg Innovation Index 2021“ Südkorea den ersten Platz und löst damit Deutschland ab. Die Bundesrepublik verliert drei Plätze und landet auf dem vierten Rang nach der Schweiz. Österreich rangiert auf Platz zehn. Das jährlich erstellte Bloomberg-Ranking bewertet weltweit Volkswirtschaften, unter anderem die Konzentration von Hightech-Unternehmen

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Foto: iStock.com/ siberianstock

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