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Engpass der Energiewende


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Energiewende

Bis 2030 will Österreich 100 Prozent erneuerbare Energie produzieren und bis 2035 alle fossilen Heizsysteme austauschen. Damit die Klimaziele erreicht werden, braucht es einen massiven Ausbau der heimischen Produktion von ökologischen Heizsystemen und erneuerbaren Energien. Die Hersteller müssten ihre Kapazitäten vervielfachen. Doch wie gefährdet sind Österreichs Klimaziele bei Energie, Heizen und Mobilität aktuell durch Inflation, Krise der Lieferketten und Fachkräftemangel? Droht der Energiewende ein neuer Engpass?

Von Stefan Rothbart

Bis zu 27 TWh an erneuerbarer Energie müssen in Österreich laut Plan der Bundesregierung zugebaut werden, damit wir bis 2030 den nationalen Strombedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen decken können. Die Energiewende ist seit Beschluss des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes (EAG) Mitte des Jahres voll im Gange. Auch beim Heizen sollen bis 2035 alle fossilen Heizsysteme, die mit Gas oder Öl betrieben werden, durch alternative Heiztechnikern ersetzt werden. Eine wirtschaftliche Herausforderung der Sonderklasse. Das Thema Wärmeenergie ist ein ganz zentraler Aspekt der Energiewende. Oft wird darunter nur die Stromproduktion verstanden. Wenn es also gelingt, bis 2030 den nationalen Strombedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen zu decken, ist die Energiewende damit noch nicht abgeschlossen. Dazu braucht es jedenfalls auch eine flächendeckende Umstellung auf alternative Heizsysteme. Vor allem der Austausch von Öl- und Gasheizungen durch Wärmepumpen, Holzheizungen, Solarthermie und Co. ist anzugehen. Dafür hat die Bundesregierung bereits die Förderungen für den Aus[1]tausch von alten Heizsystemen deutlich er[1]höht. Während Österreich bei Strom seinen nationalen Energiebedarf bereits zu über 75 Prozent aus erneuerbaren Quellen deckt, ist es bei der Wärmeproduktion genau umgekehrt. Knapp 60 Prozent der benötigten Wärmeenergie werden dabei immer noch aus fossilen, nicht erneuerbaren Heizsystemen gewonnen.

Enormer Wachstumsmarkt beim Heizen

In Österreich sind schätzungsweise rund 600.000 Ölheizungen sowie rund eine Millionen Gasheizungen auszutauschen, um die Klimaziele zu erreichen. Erneuerbare Wärmeenergie ist in ganz Europa auf dem Vormarsch und ein enormer Wachstumsmarkt. 2019 stieg laut Verband Wärmepumpe Austria der europäische Markt für Wärmepumpen um 1,6 Millionen Einheiten, was einem Wachstum von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Umsatz auf dem europäischen Markt beträgt inzwischen über zehn Milliarden Euro. In Österreich wurden im letzten Jahr knapp 25.000Wärmepumpen installiert. Die jährliche Steigerungsrate beträgt ca. neun Prozent. Insgesamt haben die heimischen Hersteller 2020 rund 35.000 Wärmepumpeneinheiten produziert, 28,7 Prozent davon gingen in den Export. Bei Biomasse sieht es ähnlich aus. Lag die Produktion etwa von Pelletsheizungen im Jahr 2018 noch bei 34.000 Stück, so konnten hei[1]mische Hersteller 2020 die Produktion bereits auf 54.000 Einheiten erhöhen.

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Foto: iStock.com/kamisoka

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