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Lebenszeichen am Hotelmarkt


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Hotelimmobilien

Nach einem gebremsten Transaktionsjahr 2020 steigen Hotelimmobilien
heuer wieder in der Gunst der Investoren.

Von Ursula Rischanek

In den Markt für Hotelimmobilien ist nach einer coronabedingten Pause im Vorjahr heuer wieder Leben zurückgekehrt. Jüngstes Beispiel dafür ist der Verkauf des Meininger Hotels Wien Downtown Franz in Wien-Leopoldstadt, das Anfang November von der CA Immobilien Anlagen AG zur LLB Immo KAG, einem Tochterunternehmen der Liechtensteinischen Landesbank AG, wechselte. Das nur unweit von Donaukanal und Innenstadt entfernt gelegene Hotel, ein Hybrid-Konzept aus Hotel und Hostel, bietet 131 Gästezimmer mit jeweils bis zu sechs Betten. „Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass vor allem junge Menschen schneller ihr gewohntes Reiseverhalten wieder aufnehmen und Hostelkonzepte sehr gefragt sind“, sagt Louis Obrowsky, Geschäftsführer der LLB Immo KAG.
Es komme wieder merklich mehr Bewegung in den Investmentmarkt, das Interesse an diesem Hotelobjekt sei entsprechend groß gewesen, so Simon Kronberger, Director Austria & CEE beim Hotelimmobilienexperten Christie & Co, der die Transaktion begleitet hat. Dieser Deal sei nach der coronabedingten Pause am Transaktionsmarkt im vergangenen Jahr als Schritt in die richtige Richtung zu interpretieren, ist er überzeugt. „Wien als Investmentmarkt ist und bleibt einer der attraktivsten Standorte Österreichs, das konnte man auch bei dieser Transaktion wieder gut beobachten“, ergänzt Kronberger. Wurde im Gesamtjahr 2020 ein Hotelinvestmentvolumen von etwa 280 Millionen Euro erzielt, so sind es laut dem Hotelimmobilienexperten Christie & Co dieses Jahr bereits über 110 Millionen Euro.

Neue Käufer

Auffallend ist den Experten zufolge eine Verschiebung innerhalb der Käuferprofile. Waren es in den vergangenen Jahren oft deutsche institutionelle Investoren, zeigten sich in den vergangenen Monaten vor allem lokale Projektentwickler und private Investoren aktiv. „Durch die Pandemie hat sich das Reiseverhalten und entsprechend auch die Performance unterschiedlicher Hotels geändert, das merkt man auch an den Suchprofilen potenzieller Käufer. So sind vor allem Objekte mit möglicher Umnutzung zu (studentischem) Wohnen oder Long-stay-Konzepten attraktiver geworden“, erklärt Kronberger.  Investoren seien außerdem weiterhin verstärkt an österreichischen Feriendestinationen interessiert, da diese bekanntlich besser durch die Krise kamen. Im März wurde unter anderem das Sporthotel Fontana in Fieberbrunn mit 125 Zimmern, bisher im Eigentum der Österreichischen Verkehrsbüro Group AG, an den deutschen Projektentwickler Auszeit Hotels & Resorts AG veräußert. Wurde 2019 noch mehr als 90 Prozent des Hotelinvestmentvolumens in Städten verzeichnet, waren es im Jahr 2020 sowie in der ersten Hälfte des Jahres 2021 bereits mehrheitlich Ferienhotels, die verkauft wurden. Aber auch in der Stadthotellerie kam es zu einigen namhaften Transaktionen. So wechselte beispielsweise das Wombats The Lounge Hotel in Wien mit 64 Zimmern in der ersten Jahreshälfte den Eigentümer. Eine der jüngsten Transaktionen wurde gerade durch die Kerbler Holding abgeschlossen. Diese veräußerte nach Fertigstellung ihre verbleibende 50 prozentige Beteiligung am HoHo Wien, in dem sich auch ein Hotel mit 119 Zimmern befindet, in der Seestadt Aspern. Käufer ist die oberösterreichische Investmentgruppe AVV, die sich bereits vor drei Jahren an der Projektentwicklung beteiligte und nun Alleineigentümerin ist. Einen neuen Eigentümer hat unter anderem auch das Hotel Alpinpark in Innsbruck gefunden.

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Foto: MEININGER Shared Services GmbH

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