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Überschaubare Szene der Mäzene


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Förderungen

Privates Förder- und Mäzenatentum hat besonders in den USA und in Großbritannien eine lange Tradition. Aber auch in Deutschland, der Schweiz oder den Niederlanden ist diese Form der Unterstützung für kulturelle, soziale oder ökologische Anliegen schon stark verbreitet. In Österreich hingegen gibt es noch erheblichen Nachholbedarf.
Was beispielsweise die Kunst und Kultur an[1]belangt, sind laut Public Opinion-Studie lediglich acht Prozent der Österreicher bereit, etwas zu geben. Dennoch entspricht dies immerhin einem Potenzial von über 60 Millionen Euro jährlich an Spenden, die durch gezielte Fundraising-Maßnahmen nutzbar gemacht werden könnten. „Großspenderinnen und -spender sind in Österreich eine Rarität.“”, bringt Geschäftsführer Günther Lutschinger die Berechnungen des Fundraising Verbands Austria – Dachverband der Spendenorganisationen – auf den Punkt. Diese zeigen, dass nur zwei Prozent aller Spenden hierzulande über 1.000 Euro liegen. In Deutschland nehmen Mäzene einen wesentlich größeren Anteil am gesamten Spenden[1]aufkommen ein. Großspenden für Kunst- und Kulturinitiativen in Österreich lassen sich auf einige wenige bekannte Namen wie Peter Pühringer oder Hans Peter Haselsteiner zurückführen. Die Gründe dafür verortet der Fundraising Verband in einem fehlenden Bewusstsein für privates Engagement in der Kulturförderung. In Österreich würde laut Lutschinger die Finanzierung von Kulturprojekten fast ausschließlich als staatliche Angelegenheit gesehen. Ergänzend dazu läge großes Potenzial in der Spendenbereitschaft der Privatspenderinnen und -spender, das jedoch derzeit noch nicht genutzt wird.

Gesetzesregelung hemmt Privatengagement

Gleichzeitig verweist Lutschinger auf die mangelhaften rechtlichen Rahmenbedingungen: „Die Einführung der Spendenabsetzbarkeit 2009 hat das Spendenaufkommen in Österreich ungemein beflügelt. NPOs im Kultursektor dürfen diesen Vorteil erstseit 2016 nutzen, und das auch nur sehr eingeschränkt. Bis heute ist die steuerliche Absetzbarkeit an eine bestehende Bundes- oder Landesförderung gebunden – eine ungerechtfertigte Einschränkung, die privates Engagement offensichtlich hemmt!“ Eine Anpassung der ordnungs- und steuerpolitischen Rahmenbedingungen durch die Bundesregierung wäre insofern dringend notwendig.

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Foto: Erste Stiftung/APA-Fotoservice/Tanzer

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