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Donauraum – Zentrum der digitalen Transformation


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Digitalisierung

Digitalisierung verändert die Wirtschaft radikal. Industrie, Produktion, Geschäftsprozesse, Marktauftritt sowie die gesamte Arbeitswelt sind im Umbruch. Das birgt eine Vielzahl von Chancen, gerade für die mittelständische Wirtschaft.

Von Marie-Theres Ehrendorff

Eine aktuelle Umfrage unter KMU zeigt: Im Donauraum befasst sich die große Mehrheit der Unternehmen bereits mit Digitalisierungsprojekten. Vor allem in der Kundenkommunikation haben die Be- triebe neue Geschäftsmodelle im Fokus. Massiv verstärkt wurde dieser Trend durch die Corona-Pandemie, die ein abruptes Um- denken in allen Unternehmensbereichen er- zwang. Wien hat die höchste Digitalisierungsquote im Land. In der Bundeshauptstadt wurden 535 Unternehmen im Auftrag der Wirtschaftskammer untersucht. Dem- nach befassen sich in der Bundeshauptstadt rund 80 Prozent der Betriebe ganz konkret mit Digitalisierungsprojekten, was eine deutliche Steigerung gegenüber früheren Jahren bedeutet. Digitalisierung macht nicht nur die ansässigen Unternehmen überlebensfähig, sondern stützt auch den Wirtschaftsstandort nachhaltig. Dennoch gibt es noch viele Hürden zu bewältigen.
Der Segen einer vernetzten Zukunft kann durch die rasante Weiterentwicklung von Computerhardware und Rechenkapazitäten realisiert werden. Durch das Internet und seinen enormen Datenschatz sind bereits in naher Zukunft Anwendungen vorstellbar, die bisher unmöglich schienen. Angesichts dieses technischen Fortschritts wird es immer wichtiger, Auswirkungen auf die Menschheit im Auge zu behalten.
Zunehmend Sorgen bereitet den Betrieben die Cybersicherheit. Wobei eine wesentliche Schwachstelle – der Mitarbeiter – durch bessere Digitalisierungskompetenzen immer besser auf Cyberangriffe vorbereitet ist. Auch der Mangel an verfügbaren digitalen Lösungen beschäftigt nur noch wenige: Hier haben sich die Werte – zumindest in den untersuchten Unternehmen – binnen eines Jahres halbiert.  Ein großes Fragezeichen für Unternehmer steht in der Finanzierung von Digitalisierungsprojekten, bei denen oft nicht konkret absehbar ist, wann oder ob sich solche überhaupt jemals rechnen.

263 Millionen Euro für Digitalisierungsprojekte

Eine Auswertung der Investitionsprämie des Bundes zeigt Erfolg: Von den 1,1 Milliarden Euro, die das Austria Wirtschaftsservice (aws) an Wiener Betriebe 2020 und 2021 für Investitionsprojekte ausbezahlt bzw. genehmigt hat, flossen knapp 24 Prozent, in Summe rund 261 Millionen Euro, in echte Digitalisierungsprojekte. Im Bundesländer- Vergleich ist das ein absoluter Spitzenwert: Der österreichweite Durchschnitt liegt bei nur zehn Prozent. Betriebe mussten während der Pandemie sehr kurzfristig zusätzliche Mittel aufstellen, um das Geschäft trotz Lockdown und Auftragseinbruch am Laufen zu halten. Diese Investitionen ermöglichten neue Formen des Arbeitens, der Kundenansprache und der Geschäftsabwicklung. Vor allem Klein- und Mittelbetriebe brauchen diese finanzielle Unterstützung, um im internationalen Wettbewerb mithalten zu können. Die nicht verbrauchten Gelder der Investitionsprämie – mindestens 2,5 Milliarden Euro – sollten da- her zumindest teilweise für neue Digitalisierungsprojekte zur Verfügung gestellt werden, fordert die Wirtschaftskammer.

Drahtloskommunikation durch 6G

Um das Funktionieren der mittelständischen Wirtschaft und der Industrie zu gewährleisten, braucht es Technologie. Forschung und Entwicklung sind dabei die tragenden Säulen, und das ist eine der Stärken des österreichischen Donauraums.
Völlig neue Geschäftschancen für die digitalisierte industrielle Produktion eröffnet die 6. Generation der Drahtloskommunikation, auch 6G genannt. Sie ermöglicht eine Maschine-zu-Maschine-Kommunikation nahezu in Echtzeit. Obwohl voraussichtlich erst gegen Ende des Jahrzehnts marktreif, wird bei Silicon Austria Labs (SAL) in Linz bereits jetzt an den grundlegenden Techno- logien für 6G geforscht. Mit dem Umzug in neue Labor- und Büroräumlichkeiten im Science Park 4 werden Team und Kapazitäten derzeit weiter ausgebaut.

Alles lesen? Hier geht's zum ganzen Artikel in der aktuellen Ausgabe der Wirtschaftsnachrichten Donauraum

Foto: iStock.com/metamorworks

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