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Kostspieliger Energiehunger


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Wie Unternehmen sich jetzt wappnen können

Die Energiepreise sind in ganz Europa massiv gestiegen. Ein Ende ist noch nicht in Sicht. Gleichzeitig geht die Sorge vor einem Blackout um. Nicht nur private Haushalte, sondern auch zahlreiche Betriebe sind davon betroffen. Unternehmen sollten sich nun um ihre Energieversorgung mehr Gedanken machen.

Von Stefan Rothbart

Ursache für die Preissteigerungen ist die steigende Nachfrage nach Energie. Während im ersten Pandemie-Jahr 2020 der weltweite Verbrauch, vor allem von fossilen Energieträgern, zeitweilig stark zurückging, stieg der Primärenergieverbrauch mit Beginn 2021 wiederstark an. Mit dieser raschen Erholung der Nachfrage haben die Märkte nicht gerechnet, sodass zunächst steigende Nachfrage auf zu knappes Angebot traf. Die Großhandelspreise sind innerhalb eines Jahres um 84 Prozent gestiegen. Als Grundwerden oft Preissteigerungen von fossilen Energieträgern genannt. Lässt sich im Preisanstieg am europäischen Markt aber ein Unterschied zwischen Ländern mit hohem fossilen Energieanteil zu Ländern mit hohem Anteil erneuerbarer Energien erkennen? Dr. Alfons Haber, Vorstand der E-Control, verneint: „Die Abhängigkeit von fossiler Energie in einzelnen Ländern bedeutet, dass sich deren Preise grundsätzlich nach diesen Energieträgern richten würden. Durch die Marktintegration verbreiten sich aber Preise grenzüberschreitend, sodass teilweise sehr günstige Preise der Erneuerbaren, aber eben auch sehr teure Preise Effekt auf alle Länder der EU haben, je nachdem wie gut die Netzverbindungen sind“, so Haber.

Konjunkturwelle trifft auf Teuerungswelle

Ebenso wie die Covid-19-Pandemie verläuft auch die konjunkturelle Erholung der Wirtschaft in Wellen. Ein überraschender V-Effekt ließ die Wirtschaft ab dem Herbst 2020 wieder rasch alte Wachstums-niveaus erklimmen. Doch seit dem Frühjahr 2021kämpft man mit Materialknappheit und Lieferproblemen. Zu diesen Verwerfungen gesellt sich nun auch eine äußerst instabile Situation auf den Energiemärkten. Billiges Zentralbankengeld hat dazugeführt, dass die Nachfrage schneller stieg, als das Angebot wieder ausgeweitet werden konnte, und trotz laufender Pandemie steigt der Energiehungerweiter an. „Aktuell schieben wir die Teuerungswelle vor uns her und diese schwappt langsam über alle Branchen hinweg“, heiß es aus Expertenkreisen aus der Energiewirtschaft. Diese Preiswellen im Energiebereich werden andauern. Jetzt im Winter erleben wir einen vorläufigen Höhepunkt der Preissteigerungen. im Frühjahr werden die Preise wieder fallen, doch zu erwarten ist, dass es auf mehrjährige Sicht wellenartige Preisentwicklungen im Energiebereich geben wird. E-Control-Vorstand Alfons Haber sieht die Lage ähnlich. „Wir gehen davon aus, dass die Preise wieder zurück-gehen werden, insbesondere weil die Gaspreise auch wieder sinken werden. Ein erster Schritt er-folgt im zweiten Quartal 2022, dann ab 2023 sind die Preise auf hohem, aber historisch dennoch nicht ungewöhnlichem Niveau. Die Strompreise sind durch die hohen CO2-Preise aber weiterhin höher als in der Vergangenheit“, erläutert Haber.

Energiesicherheit für Betriebe

Viele Betriebe planen daher aktuell Investitionen in die eigene Energiesicherheit, um einerseits die steigenden Kosten abzufedern und andererseits einen gewissen Grad an Eigenversorgung zu er-reichen und somit bei Stromausfällen betriebsfähig zu bleiben. Vorrangig liegt die Investition in Fotovoltaikanlagen im Trend. Doch damit allein lässt sich eine Energiesicherheit für einen Betrieb nicht immer erreichen. Alternativ dazu denken immer mehr Betriebe an, auch Gasmotoren als Minikraftwerk anzuschaffen. Mit innovativer Technik lassen sich damit oft Kreislaufprozesse im Betrieb etablieren. Ein Unternehmen, das solche Systeme seit Jahren erfolgreich herstellt, ist INNIO Jenbacher. Das in Tirol gegründete Unternehmen ist ein welt-weiter Spezialist im Bau von Gasmotoren und Blockheizkraftwerken und hat unterschiedliche Systeme zur nachhaltigen Energienutzung entwickelt. Chief Technology Officer bei INNIO, Andreas Kunz, bestätigt den Trend nach mehr Eigenversorgung.

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Foto: iStock.com/forrest9

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