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Eine neue soziale Handschrift


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Interview mit Soziallandesrat Wolfgang Hattmannsdorfer

Fürsorge als Teil der Standortpolitik in Oberösterreich.

Der kürzlich angelobte Soziallandesrat Wolfgang Hattmannsdorfer, geboren 1979, ist kein Neuling in der oberösterreichischen Landespolitik: Von 2013 bis zum Oktober 2021 war er Landesgeschäftsführer der ÖVP. Seine Parteilaufbahn begann er 2003 im ÖVP-Landtagsclub Oberösterreich. Hattmannsdorfer schloss 2007 sein Studium an der Johannes-Kepler-Universität mit einem Doktorat in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften ab, wobei er auch auf internationale Studienerfahrungen, u.a. in Taiwan und den USA, zurückblicken kann.
Gerade ein wirtschaftlich bedeutendes Bundesland wie Oberösterreich habe in seinen Augen eine umso größere Verantwortung für die sozial Schwächeren in der Gesellschaft. So hat sich Wolfgang Hattmansdorfer bereits vor seinem Amtsantritt als Soziallandesrat in der Funktion des Obmanns des Hilfwerks OÖ mit sozialen Fragestellungen auseinandergesetzt. Im Interview mit den Wirtschafts- nachrichten Donauraum spricht er über die aktuellen Herausforderungen durch die Pandemie sowie über seine Zielsetzungen hinsichtlich der notwendigen Reformen im Pflegebereich. Zu seinen Agenden gehören auch die Integration sowie die Jugendbetreuung und -förderung.

Unser soziales Leben ist wieder einmal im Lockdown. Wie geht es einem als Soziallandesrat dabei?

Niemand ist gerne im Lockdown, aber leider war die Entscheidung alternativlos. Mir war wichtig, dass in meinem Zuständigkeitsbereich in den Pflegeheimen Besuche zumindest eingeschränkt weiterhin möglich sind. Denn Corona darf nicht zur Einsamkeitsfalle werden, wir haben eine besondere Verantwortung für jene, die unser Land aufgebaut haben.

Ist das nicht eine besonders gefährdete Personengruppe?

Über 80 Prozent der impfbaren Heimbewohner haben in Oberösterreich bereits den dritten Stich erhalten. Wir haben hier also einen hohen Schutz, der auch darüber hinaus wünschenswert wäre. 

Wie, denken Sie, wird sich die Situation um Weihnachten entwickeln, und war das jetzt der letzte Lockdown? Was ist Ihre persönliche Einschätzung?

Ich habe keine Kristallkugel und kann nicht voraussagen, wie es weitergehen wird. Dafür gibt es die Wissenschaft und die Experten. Aber Tatsache ist, dass wir zusammenhalten müssen und wir uns alle natürlich schon jetzt mit einer Impfung schützen können.

Die SPÖ-Landesrätin Birgit Gerstorfer war „not amused“ angesichts des Verlustes ihres Sozialressorts. Ist das menschlich für Sie nachvollziehbar? Für die SPÖ ist das Soziale ja ein traditionelles Kern- thema.

Ich war wirklich erstaunt darüber, als ich die Reaktionen gehört habe. Für mich ist es nicht erklärbar, dass ein Ressort im Eigentum einer Partei steht.  Wir leben in einer Demokratie und als mit Abstand stärkste Partei kann die ÖVP auch andere wichtige Bereiche mitgestalten. Dass die SPÖ das Soziale quasi wie eine Erbpacht noch länger exklusiv verwalten will, ist wirklich nicht angebracht und Ausdruck einer überholten Einstellung.

Alles lesen? Hier geht's zum ganzen Artikel in der aktuellen Ausgabe der Wirtschaftsnachrichten Donauraum

Foto: Land OÖ/Ernst Grillnberger

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