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Neues Jahr, neue Hoffnungen

Die Pandemie wirft nach wie vor einen Schatten auf die wirtschaftliche Entwicklung in der Steiermark und Kärnten, doch die Konjunkturentwicklung verläuft in vielen Branchen besser als erhofft. 2022 könnte sich der Erholungspfad fortsetzen, doch Inflation, steigende Energiepreise und Fachkräftemangel sind dämpfende Effekte.

Von Stefan Rothbart

Alljährlich werfen wir bei den Wirtschaftsnachrichten einen Blick auf die Konjunkturentwicklung in den einzelnen Branchen und befragen Experten zu ihren Einschätzungen. Nach dem großen Konjunktureinbruch 2020 hat sich die Wirtschaft 2021 weitgehend gut erholen können. So zeigte das Wirtschaftsbarometer der Wirtschaftskammer bereits im Herbst deutliche Erholungssignale, die im Wesentlichen bis Jahresende fortgesetzt werden konnten. Der Lockdown im November führte zu deutlich geringeren Verlusten als im Jahr 2020. Erfreulich ist, dass vor allem auch die Investitionsquote der Unternehmen positiv ausfiel. Dies nicht zuletzt wegen zahlreicher Unterstützungsleistungen vonseiten der Politik. In der Steiermark wurden allein vom Wirtschaftsressort des Landes 53 Millionen Euro an Unternehmen ausbezahlt. „Damit verbunden waren unternehmerische Investitionen in der Höhe von rund 340 Millionen Euro. Diese haben wesentlich dazu beigetragen, dass wir 2021 das größte Wirtschaftswachstum seit den 1970er-Jahren erzielen konnten“, berichtet dazu die steirische Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl. Freilich ist dieses Wachstum vor dem historischen Einbruch im Jahr 2020 zu sehen, dennoch ist die Entwicklung mehr als erfreulich gewesen.

Exportquote fast vollständig erholt

Für die konjunkturelle Entwicklung besonders prägend ist die Exportquote für die beiden Bundesländer Steiermark und Kärnten. Die Daten für das zweite Halbjahr 2021 liegen noch nicht vollständig vor, aber für das erste Halbjahr sehen die Ergebnisse sehr erfreulich aus. Wichtiger Indikatorsind jedenfalls auch die Importe. Diese bilden das Investitionsverhalten und die Kaufkraftentwicklung ab. Mit einem Plus von 23,6 Prozent in der Steiermark und mit 19 Prozent in Kärnten im Vergleich zu 2020 haben sich die Importe im letzten Jahr ebenfalls erholt. Auch diese Entwicklung ist von der Politik angeschoben worden. „Die heimische Exportwirtschaft unterstützen wir seit dem vergangenen Jahr mit der Initiative ,Restart Export’, weist Landesrätin Eibinger-Miedl auf die Unterstützung seitens der Politik hin.

Liquidität bei Unternehmen

Besonders entscheidend für die weitere wirtschaftliche Entwicklung im heurigen Jahr wird die Liquiditätssituation in den Unternehmen sein. Diese ist maßgeblich bei Investitionsentscheidungen sowie auch für die Entwicklung des Arbeitsmarktes. Auf Nachfrage bestätigen sowohl die Steiermärkische Sparkasse, die Raiffeisen Landesbank Steiermark als auch die Volksbank Steiermark, dass die Unternehmen grundsätzlich über ausreichend Finanzmittel verfügen. Oliver Kröpfl, Vorstandsmitglied bei der Steiermärkischen Sparkasse, erläutert, dass mit Ausnahmen für die Gastronomie und Hotellerie und den Handel nahezu alle Branchen über gute Liquidität verfügen. Dies bestätigen auch Martin Schaller, Generaldirektor der RLB Steiermark, und Regina Ovesny-Straka, Generaldirektorin der Volksbank Steiermark. „Die Liquidität war durch Überbrückungsfinanzierungen und auch staatliche Programme gegeben“, meint dazu Schaller. Oliver Kröpfl gibt aber zu bedenken, dass die im letzten Quartal 2021 stark angestiegenen Energiepreise sich erst jetzt beginnen breiter durchzuschlagen.

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Foto: iStock.com/RoMiEg

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