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Woher der Wind weht


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Energie

Windkraft-Anlagen bündeln sich im Osten, sind in der Mitte schwach vertreten und im Westen gar nicht. Das muss sich ändern, fordert Leonore Gewessler, zuständige Bundesministerin für Energie. Auch der Westen wird sich bewegen, Salzburg hat schon Zeichen gesetzt, Tirol und Vorarlberg werden nachziehen, wenn sich die innenpolitischen Wogen geglättet haben.

Von Siegfried Hetz

Die Ausgangslage für die Energiewende mit Blick auf das Klimaabkommen von Paris stellt eine immense Herausforderung für die Energiewirtschaft dar. Die Energiekrise, bedingt durch den von Putin angezettelten Angriffskrieg auf die Ukraine, doppelt diese Herausforderung und hat zur Folge, dass die Energiewende noch schneller und kompakter in Angriff genommen werden muss, um schnellstmöglich Ersatz für russisches Gas und Öl zu schaffen. Das sollte zwar eine kurzfristige Agenda sein, um die Abhängigkeit von Russland zu reduzieren und sobald als möglich zu beenden, um nicht noch länger am russischen Gängelband zu hängen, kann aufgrund von vorhandener Infrastruktur aber nur als Langzeitprojekt realisiert werden.

Fakt ist, dass nach Angaben des zuständigen Bundesministeriums aktuell noch 840.000 Gasheizungen, 500.000 Ölheizungen und 80.000 Heizungen mit Holz bzw. Kohle in Betrieb sind, was wiederum zur Folge hat, dass mehr als die Hälfte des österreichischen Endverbrauchs durch den Wärmebedarf verursacht wird. Und anders als in der Stromerzeugung überwiegt im Wärmebereich die Nutzung fossiler Energie mit einem Anteil von 60 Prozent. Das heißt, wenn die Gasspeicher für den Winter nicht gefüllt werden können, weil Russland die Lieferungen reduziert oder gar stoppt, dann muss der Gasbedarf der Industrie gedrosselt werden, damit die Menschen im Land nicht erfrieren.

Mit einiger Verzögerung hat das Ministerium nun den Gasnotfallplan öffentlich gemacht und den nationalen Aufruf zum Energiesparen wiederholt. In der aktuellen Wahrnehmung dieser krisenhaften Situation multiplizieren sich die Erfordernisse aus der zu realisierenden Energiewende einerseits und dem Meistern der Energiekrise andererseits, was nach Meinung vieler Experten zu einer Überforderung der Bevölkerung führt. Auf der einen Seite ist alles zu unternehmen, dass die Ziele des Pariser Klimaabkommens eingehalten werden, was bedeutet, dass der Temperaturanstieg auf maximal zwei Grad Celsius zu begrenzen und alles zu unternehmen ist, dass er unter 1,5 Grad Celsius bleibt. Auf der anderen Seite darf gehofft werden, dass die bevorstehenden Winter nicht zu hart und zu kalt werden, um den Einsatz fossiler Energieträger zu reduzieren. Um es auf eine einfache Handlungsanleitung zu reduzieren, sind wir alle aufgefordert, Energie sparsamer, als wir es bisher gewohnt waren, einzusetzen. Energie zu sparen ist die Devise, und ein geeignetes Mittel dafür ist, in der kalten Jahreszeit die Wohnraumtemperatur um zwei Grad nach unten zu senken. Analog dazu sind wir im Sommer dazu aufgefordert, die Temperatur für die Klimaanlage um zwei Grad höher einzustellen.

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Foto: iStock.com/FlavioVAllenari

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