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Vernetzt und verletzlich


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Vernetzung

Unser Leben wird zunehmend digital und vernetzt. Das schafft Fortschritt, macht uns aber auch verletzlich. Cyberangriffe, das Lahmlegen kritischer Infrastruktur sowie großflächige Ausfälle digitaler Anlagen oder Naturkatastrophen hätten fatale Folgen auf unsere Sicherheit, Gesundheit sowie das wirtschaftliche und soziale Wohlergehen.

Von Marie-Theres Ehrendorff

Die Corona-Pandemie hat uns die Bedeutung der Digitalisierung vor Augen geführt und schonungslos die Schwachstellen unserer Gesellschaft aufgezeigt: Klimawandel, Biodiversitätsschwund, Energiekrise, Inflationskrise, Rezessionsgefahr sowie geopolitische Spannungen. Wir spüren die Auswirkungen der fehlgeschlagenen Energiepolitik, die Bestrebungen, russisches Gas durch untaugliche fossile Energieträger teuer zu ersetzen, die weltweit gerissenen Lieferketten sowie den Fach- und Arbeitskräftemangel. Digitalisierung ist einer der zentralen Treiber für Innovationen und für die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Diese technologische Neuausrichtung ist energieintensiv und geht mit einem zusätzlichen Strombedarf einher. Die große Herausforderung im digitalen Wandel ist die Geschwindigkeit. Covid-19 hat die Welt mit einem Schlag fast lahmgelegt und wir hatten von einer Stunde auf die nächste zu handeln, um die lebensnotwendigen Bereiche am Laufen zu halten. Flexibilität ist ebenfalls ein fundamentales Wesensmerkmal der technologischen Revolution. Durch kurzfristiges Improvisieren war das Weiterarbeiten in Unternehmen möglich, auch wenn die Mitarbeiter nicht im Büro anwesend sein konnten. Ad hoc wurde aus einem Wohnzimmer ein Homeoffice mit Esstisch als Arbeitsplatz, denn digitale Technik funktioniert genauso gut von zu Hause oder von unterwegs.

Arbeit auf Augenhöhe

Es rumort auf dem Arbeitsmarkt. Junge Menschen fordern selbstbewusst ein wertschätzendes Betriebsklima, Teilzeitstellen und Auseinandersetzung auf Augenhöhe. Auch wenn dies Vorgesetzten dreist erscheinen mag, sind die oft gescholtenen Millennials mit ihren Ansagen am Punkt der Zeit: dem Konzept der New Work. Digitale Technologien, Klimakrise, Pandemie, aber auch der demografische Wandel haben grundlegende Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Lena Marie Glaser beschäftigt sich bereits seit Jahren mit diesem notwendigen gesellschaftlichen Paradigmenwechsel: Wie wollen wir heute und in Zukunft arbeiten? Dazu hat sie ein eben erschienenes Buch verfasst: „Arbeit auf Augenhöhe“. der „2022 Gen Z and Millennial Survey“ von Deloitte dokumentiert in seiner Studie, dass die Mitarbeiter-Loyalität sinkt und 40 Prozent der Befragten ihren Job in den nächsten zwei Jahren aufgeben wollen. 39 Prozent würden auch kündigen, ohne einen neuen Arbeitsplatz zu haben. Die Hauptgründe sind laut dieser Studie: schlechte Bezahlung, fehlender Sinn und mangelnde Perspektiven. Außerdem ein hoher Stresslevel und Angst vor dem Burn-out. Auch hier zeigt sich: die junge Generation wurde in der Pandemie dazu angeregt, ihre Prioritäten neu auszurichten und abzuwägen. „In systemrelevanten Berufsfeldern, die für die Gesellschaft heute und in Zukunft von großer Bedeutung sind, finden sich ebenfalls viele Visionärinnen mit klaren Vorstellungen und Ideen, was sich ändern muss und wie. Dazu zählen u.a. Lehrpersonal, Pflegekräfte oder Sozialarbeiterinnen. Viele gehen in ihrem Beruf auf, lieben die Arbeit mit Menschen und wollen das Beste für ihr Umfeld. Dabei leiden sie häufig unter der fehlenden Anerkennung, die sich oft auch in der geringen Entlohnung zeigt“, erklärt Lena Marie Glaser.

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Foto: iStock.com/Tippapatt

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