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Recyclingquote bis 2035 deutlich erhöhen


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Abfallwirtschaft Salzburg

Die EU-Vorgaben sehen vor, bis 2030 die Recyclingquote bei Siedlungsabfällen auf 60 Prozent zu erhöhen oder die Anzahl der Lebensmittel im Abfall zu halbieren. Bewusstseinsbildung, Bürgernähe und gemeinsame Lösungsansätze der kommunalen Abfallwirtschaft sollen nun dabei helfen, diese Recyclingziele in Salzburg sicher zu erreichen.

Von Felix Meiner

Unter Beteiligung der Hauptakteure der Abfallwirtschaft wurde 2021 ein gemeinsamer Strategieprozess zur Erreichung der Recyclingziele für Siedlungsabfälle begonnen. „Ziel der ersten Phase war es herauszufinden, wie gut wir in der Mülltrennung sind, was die Wünsche und Wahrnehmungen der Bevölkerung sind, wo der größte Handlungsbedarf besteht und welche konkreten Projekte es geben könnte“, erklärt Salzburgs Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn. „Als wir erkannt haben, dass es für Salzburg eine Herausforderung wird, die Recyclingziele der EU bis 2030 gesichert zu erreichen, haben wir sofort die notwendigen Weichen für eine saubere und nachhaltige Zukunft gestellt“, so Schellhorn.

Gemeinsamer Weg

„Wichtig war mir, auch die Wahrnehmung und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger einfließen zu lassen. Abfallwirtschaftliche Veränderungen, insbesondere die Optimierung von Sammelstrukturen, benötigen erfahrungsgemäß Zeit, um wirksam zu werden. Dabei müssen wir die Menschen motivieren und bestmöglich auf dem gemeinsamen Weg zu mehr und besserem Recycling mitnehmen“, so Schellhorn.

Mülltrennung für 96 Prozent wichtig

Um die Erwartungen und Wünsche, aber auch den Kenntnisstand zu abfallwirtschaftlichen Themen zu ermitteln, wurde im Juni 2021 eine landesweite Befragung durchgeführt. Zu den wichtigsten Ergebnissen der Umfrage unter 600 Salzburgerinnen und Salzburgern zählen:

  • 96 Prozent der Bevölkerung erachten Mülltrennung als wichtig oder sehr wichtig.
    • Die Zufriedenheit mit dem Angebot zur Mülltrennung ist im Allgemeinen sehr hoch.
    • Die Einheitlichkeit des Sammelsystems hat bei der Salzburger Bevölkerung hohe Priorität – für 85 Prozent ist dies sehr oder eher wichtig.
    • 87 Prozent unterstützen die Aussage „Plastik sollte bei Verpackungen weitestgehend vermieden werden“.
    • Fast die Hälfte (46 Prozent) der Bevölkerung besucht den Recyclinghof regelmäßig, 35 Prozent zumindest hin und wieder. Bei den Vorschlägen für Verbesserungen werden die Verlängerung von Öffnungszeiten und bessere Erreichbarkeit genannt.

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Foto: Land Salzburg/Neumayr – Leopold

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